ANHALT 2035

Mit dem Strategiepapier “Anhalt 2035” will die kleinste Landeskirche Deutschlands zukunftssicher werden. Die Synode hat das vom Sonderausschuss "Anhalt 2035" in mehrmonatiger Arbeit entwickelte Papier diskutiert und mit einigen Änderungen im November 2025 beschlossen.
Größere Landeskirchen, Politiker, Kirchenexperten und nicht zuletzt Medien nahmen den Beschluss mit Respekt zur Kenntnis und schauen darauf, wie Anhalt die Strategie umsetzt. Dr. Jan Brademann als Leiter des Sonderausschusses wird regelmäßig über der Prozess informieren.
Fragen zum Strategieprozess, Feedback und Anregungen schreiben Sie bitte an diese Mailadresse anhalt2035@kircheanhalt.de
Theologie der Transformation: Kirche im Wandel gestalten
Workshop für Haupt- und Ehrenamtliche sowie alle, die sich für für die inhaltlichen Fragen kirchlicher Entwicklung interessieren.
Montag, 4. Mai 2026, 16:00–19:00 Uhr Georgenzentrum, Georgenstraße 13–15, 06842 Dessau-Roßlau
Der durch das Strategiepapier Anhalt 2035 angestoßene Transformationsprozess beinhaltet nicht nur organisatorische, sondern auch religiöse Aspekte. Wie unter anderem auf den zurückliegenden Veranstaltungen des „Forum Anhalt 2035“ betont wurde, benötigt er eine theologische Fundierung. Diesem Ziel wollen wir mit dem Workshop näherkommen. Dafür konnten wir mit Prof. Dr. Michael Domsgen von der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg und seinem Team ausgewiesene Experten gewinnen.
Der Workshop vertieft zentrale Aspekte kirchlicher Transformation im Rahmen eines Dreischritts aus Vortrag, Arbeitsgruppen sowie Diskussion und Austausch. Ziel der Veranstaltung ist es, ein vertieftes Verständnis für die inhaltlichen Dimensionen kirchlicher Transformation zu gewinnen, unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen und Impulse für die eigene Praxis vor Ort zu entwickeln.
Programm
Vortrag: Transformation (in) der Kirche. Warum? Woraufhin? Wie? von PROF. DR. MICHAEL DOMSGEN
Es gehört zu den tief verinnerlichten Kernsätzen einer reformatorischen Kirche, dass sie sich ständig zu erneuern habe. Nicht einfach am Vorgebrachten festzuhalten, sondern sich vom Wort Gottes her neu ausrichten zu lassen, ist die Grundidee, die hinter dem „Ecclesia semper reformanda“ steht. In jüngster Zeit spricht man weniger von Reformen, als vielmehr von einer notwendigen Transformation, um deutlich zu machen, dass einzelne Aktionen nicht mehr ausreichen. Warum das so ist, welche Ziele dabei im Blick sind und wie dies gelingen kann, beleuchtet der einführende Vortrag. Dabei wird auch klar: Kirche muss sich selbst neu erzählen und dabei auch alte Erzählungen hinter sich lassen.
Arbeitsgruppe I: Regiolokale Kirchenentwicklung mit DR. FELIX EIFFLER
Regiolokale Kirchenentwicklung ist eine bereits erprobte Form kirchlicher Organisation, welche die Ebene der Region mit dem gemeindlichen Leben vor Ort verbindet. Vier Grundhaltungen sind leitend: Freiwillige Kooperation, Profilierung, Ergänzung und Solidarität. Ziel regiolokaler Kirchenentwicklung ist es, mit möglichst vielen Menschen in der Region das Evangelium zu kommunizieren. Wir schauen uns die Chancen und Grenzen der regiolokalen Idee an und fragen, inwiefern sie helfen kann, die Kirche in Anhalt nachhaltig zu entwickeln.
Arbeitsgruppe II: Pastorale Rollen im Wandel mit M.SC./M.TH.ST. TABEA FISCHER
Im Zuge der vielfältigen Transformationsprozesse in- und außerhalb der Kirche verändert sich das Miteinander der Personengruppen, die kirchliches Leben gestalten. Erhebungen in innovativen Initiativen der sächsischen Landeskirche lassen einen Wandel von Rollenbildern erkennen und werfen zugleich grundsätzliche Fragen auf:
- Wen oder was meinen wir eigentlich, wenn wir von "pastoralen Rollen" sprechen?
- Wie lässt sich der Pfarrberuf unter den veränderten Voraussetzungen neu bestimmen?
- Welche Rolle spielt die „Gemeinde“ dabei?
Diesen Fragen werden wir gemeinsam nachgehen.
Arbeitsgruppe III: Die Rolle von Ehrenamtlichen − Chancen und Grenzen mit DR. HANNA KAUHAUS
Ehrenamtliche übernehmen schon jetzt viel Verantwortung und prägen häufig das Gesicht ihrer Gemeinden. Viele freuen sich über Gestaltungsräume, spüren aber auch den zunehmenden Druck. Was bedeutet es, wenn in Zukunft noch mehr auf freiwilliges Engagement gesetzt wird? Welche Chancen liegen darin, wo müssen aber auch Grenzen beachtet werden?
Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche sowie alle, die sich für die inhaltlichen Fragen kirchlicher Entwicklung interessieren.
Anmeldung:
Um Anmeldung an folgende Adresse bis spätestens 27. April wird gebeten: Michael Rohleder, erwachsenenbildung@kircheanhalt.de, 0340/25261107.
Organisation:
- Evangelische Erwachsenenbildung Anhalt (Michael Rohleder)
- Landeskirchenamt (Dr. Jan Brademann, Frieder Konstabel, Claudia Pöschke, KP Karsten Wolkenhauer)
„Regiolokale Kirche gestalten"
Workshop für Gemeindekirchenräte und Synodale zu zukünftigen Strukturen und Fragen des Körperschaftsrechts
Wie muss Kirche sich verändern, um auch morgen noch handlungsfähig zu sein? Mit dieser Frage im Gepäck kamen rund 65 Teilnehmende am Samstag, den 18. April, in der Auferstehungskirche Dessau zusammen. Der Workshoptag zu Körperschaften kirchlichen Rechts und regiolokaler Kirchenentwicklung machte schnell deutlich: Es geht nicht nur um Strukturen – sondern um konkrete Wege in die Zukunft kirchlichen Lebens.
Nach einer Einführung zur aktuellen Herausforderung, kirchliche Strukturen tragfähig weiterzuentwickeln, eröffneten Prof. Dr. Hendrik Munsonius und Anna Burmeister zwei unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven auf das Thema. Sie zeigten auf, welche rechtlichen Grundlagen Körperschaften kirchlichen Rechts prägen – und was diese ganz praktisch für Gemeinden und Kirchenkreise bedeuten.
Dabei wurde klar: Die bestehenden Regelungen setzen einen Rahmen, lassen aber zugleich Spielräume für Gestaltung. Genau diese Balance zwischen Möglichkeiten und Grenzen rückte in den Mittelpunkt der Diskussionen.
Und diese Diskussionen hatten es in sich. In den Gesprächsrunden der Kirchenkreise wurde engagiert gefragt, abgewogen und weitergedacht: Was lässt sich vor Ort umsetzen? Welche Modelle sind tragfähig? Und wie kann Kirche sich so organisieren, dass sie auch künftig präsent und wirksam bleibt? Die gesammelten Fragen wurden anschließend gemeinsam mit den Referierenden vertieft.
Im anschließenden World Café wurde es schließlich konkret. In kreativen Arbeitsphasen tauschten die Teilnehmenden Erfahrungen und Perspektiven aus und nahmen neue Impulse für ihre jeweilige Praxis mit - und aus Diskussionen wuchs spürbar der Wille zur Gestaltung.
Der Workshoptag zeigte eindrücklich, wie groß das Interesse an zukunftsfähigen kirchlichen Strukturen ist – und wie wichtig der gemeinsame Austausch dafür bleibt.
Eine ausführlichere Zusammenfassung der Veranstaltung wird in den kommenden zwei Wochen auf der Webseite der Evangelischen Landeskirche Anhalts veröffentlicht. Frieder Konstabel
Zukunftsängste und
"Mutausbruch"

Die Kirche im Dorf geht alle an, fanden auch die Ortsbürgermeister von Mildensee, Uwe Groneberg, von Kleutsch, Roland Gebhardt, sowie von Sollnitz, Andreas Forderer (v.l.) und nahmen am „Forum Anhalt 2035“ in Dessau teil.
Berichte von Dr. Jan Brademann nach den Foren "Anhalt 2035".
Der Sonderausschuss
"Anhalt 2035"

Dem Sonderausschuss „Strategie Anhalt 2035“ gehören die Synodalen Tim Borowski, Jan Brademann, Pfr. Andreas Janßen, Pfr. Andreas Müller, Claudia Pöschke, Sebastian Saß, Bärbel Spieker und Linus Tiefenau an.
Beschlüsse zum Strategiepapier "Anhalt 2035"

Die Landessynode hat auf iher Tagung im November 2025 das Strategiepapier diskutiert und Beschlüsse dazu gefasst. Hier finden Sie die Beschlussfassungen und weitergehendes Material.
Rede von Dr. Jan Brademann zur Vorstellung der Strategie "Anhalt 2035" auf der Synode im November 2025
(C) Evangelische Landeskirche Anhalts






