KIRCHEN | I bis M
Ilbersdorf, Evangelische Kirche
Die Kirche war bereits im 12. Jahrhundert Zentralkirche für Ilbersdorf und Pfitzdorf. Schriftliche Nachweise zu einer Kirche in Pfitzdorf stammen aus dem Jahr 1362, bauliche Reste weisen jedoch auf einen romanischen Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert hin.
Im 15. Jahrhundert wurde ein Turm angebaut, dessen fehlende Fundamentierung zum Einsturz der Westwand führte. Beim Wiederaufbau wurde der Eingang an die Nordseite verlegt und das Kirchenschiff vergrößert. Weitere Umbauten erfolgten im 17. Jahrhundert, belegt durch die Jahreszahl 1634. Nach einem Brand 1686 wurde die Kirche erneut instand gesetzt.
Im 18. Jahrhundert folgten Dachsanierung, Turmuhrreparatur und der Bau einer Vorhalle. 1998 führte Hausschwammbefall zur Sperrung der Kirche.
Ilberstedt, St. Severin
Schon 1160/70 ist in Ilberstedt eine Kirche belegt. Auf ihrem Grundriss entstand 1563 ein Neubau, der 1636 im Dreißigjährigen Krieg abbrannte. Das Kirchenschiff wurde später wieder aufgebaut, jedoch 1878 wegen Baufälligkeit und Platzmangels abgerissen. Der heutige Kirchenbau wurde 1880 fertiggestellt.
Die neogotische Ziegelkirche steht am nördlichen Ufer der Wipper und ruht auf einem Bruchsteinsockel. Der westliche Turm mit schiefergedeckter Spitzhaube ist in das Schiff integriert. Polygonal gestaltet sind sowohl das Glockengeschoss als auch der Chorabschluss.
Im Inneren blieb die originale Ausstattung erhalten, darunter Kanzel, Gestühl, Hufeisenempore mit Schablonenmalerei sowie eine Orgel von Wilhelm Rühlmann aus dem Jahr 1885. Zwei Gemälde von Eduard Behrend zeigen den Vorgängerbau. Eine Restaurierung erfolgte 1993.
Jeßnitz, St. Marien
Die Marienkirche in der Schulstraße wurde am gleichen Ort wie mehrere Vorgängerbauten 1870/71 gebaut. Sie ist ein Backsteinbau mit Apsis und Westturm von 1831/33 mit hohem achteckigem Helm. 1999/2003 wurde die Kirche außen und innen erneuert, sie hat 600 Sitzplätze.
Die Orgel der Firma Fleischer & Kindermann stammt aus dem Jahr 1912, sie wurde 2009 restauriert. Sehr alt sind die Taufglocke aus dem 13. Jahrhundert und zwei größere Glocken aus dem 14. Jahrhundert.
Die Jeßnitzer Kirche wurde 2008 im Rahmen der Aktion »Lebensraum Kirchturm« vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) ausgezeichnet.
Jütrichau, Dorfkirche
1892-93 entstand diese Kirche aus rotem Klinker mit Schiff, halbrunder Apsis und westlich vor-gesetztem Turm an der Stelle einer romanischen Feldsteinkirche. Die sehr qualitätvolle Architektur ist im Stil der Neoromanik gestaltet.
Die Patronatsfamilie der Jütrichauer Kirche, von Oppen, stiftete dem Neubau u. a. die Fenster des Altarraumes mit Darstellungen von Jesus, Petrus und Paulus und ihrem Familienwappen, sowie einen aufwändig gearbeiteten, schmiedeeisernen Leuchter.
Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts stiftete dieselbe Familie den Altar. Die Orgel baute der Orgelbauer Rühlmann aus Zörbig.
Kerchau, Dorfkirche
Die sehr kleine Kirche entstand vermutlich um 1500; Urkunden nennen damals einen eigenen Pfarrer in Kerchau. Der Bau besteht aus einem rechteckigen Raum mit westlichem Dachreiter.
Innen umläuft eine Empore die Nord‑ und Westseite, deren Ostende eine Rühlmann‑Orgel vom Ende des 19. Jahrhunderts einnimmt. Der schlichte Altar trägt ein Kruzifix mit Trauben‑ und Ährenkränzen als Abendmahlssymbole. Der hölzerne Taufstein von 1662 kam 1689 aus der Lindauer Kirche hierher.
2015 begann das Glaskunst‑Projekt Lichtungen. 2018 wurden Fenster von Jakob Schreiter in leuchtenden Blautönen mit kristallinen Gussglasreliefs eingebaut.
Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen.
Kermen, St. Peter
Die Kirche ist ein rechteckiger Saalbau mit halbrundem Abschluss, wie er für spätgotische Kirchen typisch ist. Feldsteinmauerwerk, Rundbogenportal und romanische Fenster weisen jedoch auf eine Entstehung um 1200 hin. Die Glocke stammt aus der Zeit um 1300.
Nach schweren Kriegsschäden 1945 wurde die Kirche bis 1952 ohne Dachreiter mit Ziegeln und Glasbausteinen wieder aufgebaut.
Besonders hervorzuheben ist der barocke Kanzelaltar von 1711 mit qualitätvoller Schnitzarbeit, flankiert von den Heiligen Petrus und Paulus und in originaler farbiger Fassung erhalten.
Die Kirche gehört zum Projekt Lichtungen.
Klein Schierstedt, Evangelische Kirche
Die Kirche wurde 1590 errichtet. Der Turm musste im 19. Jahrhundert neu gebaut werden; der heutige markante, nach oben achteckig verlaufende Turm entstand 1825.
Im Altarraum steht ein imposanter Taufstein aus dem Jahr 1590, gestiftet von einem Bürger aus Klein Schierstedt. Er stammt aus einer unbekannten, älteren Kirche und ist damit älter als das Kirchengebäude selbst.
Bemerkenswert ist auch die Orgel auf der Westseite des Kirchenschiffes. Aufgrund ihrer Größe wurde ein Teil der Decke entfernt. Sie wurde von einem Dessauer Orgelbauer gefertigt und am 25. November 1866 aufgestellt. Die Orgel ist bis heute bespielbar.
Kleinleitzkau, St. Michaelis
1881-82 wurde diese neoromanische Dorfkirche anstelle einer mittelalterlichen Vorgängerin neu errichtet. An das Schiff schließt sich ein Chor mit eher seltenem geraden Abschluss an.
Der westliche Bauteil ist im unteren Bereich romanischen Querriegeltürmen nachempfunden. Darüber erhebt sich ein schlanker Turme mit spitzem Helm. Nord-, Süd- und Ostseite sind durch Dreiergruppen von Fenstern gegliedert, die an die Heilige Dreifaltigkeit erinnern.
Die Glocke wurde 1882 von den Gebr. Ulrich in Laucha gegossen. Von Wilhelm Rühlmann aus Zörbig stammt die Orgel. Im Vorgarten des benachbarten ehemaligen Schulhauses steht noch der gotische Taufstein der alten Kirche.
Kleinpaschleben, Evangelische Kirche
Das heutige Kirchgebäude ist ein Backsteinbau aus dem Jahr 1864. An gleicher Stelle befand sich zuvor ein Vorgängerbau aus dem Jahr 1761, der wiederum die noch ältere Kirche in Scharwegk ersetzte. Diese Ortschaft lag etwas außerhalb von Kleinpaschleben und wurde aufgegeben.
Aus jener Kirche ist im Altarraum bis heute das alte Portal aus dem 12. Jahrhundert erhalten und kann dort besichtigt werden. Die Kirche verfügt außerdem über drei große Bleiglasfenster im Chorraum.
Auf dem angrenzenden Friedhof befinden sich mehrere historische Grabmale, die ebenfalls vom Friedhof in Scharwegk hierher überführt wurden. Darüber hinaus erinnert ein Kriegerdenkmal an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges.
Kleinwülknitz, Evangelische Kirche
Klieken, Patronatskirche
Klieken besitzt die größte reine Fachwerkkirche des Kirchenkreises Zerbst. Das Schiff entstand im 17. Jahrhundert, der Turm wurde 1784 errichtet, der nördliche Anbau zwischen 1850 und 1900 ergänzt.
Das Innere ist mit einer bemalten Kassettendecke ausgestattet. Auf der Ostempore steht die 1754 von J. C. Zuberbier aus Köthen erbaute Orgel. Neben dem Altar befindet sich ein grob aus einem Stamm gehauenes Sakramentshaus, der Taufstein stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Bedeutend ist der Marienaltar um 1500 mit Maria und den Heiligen Genovefa und Christopherus. Die Cranach‑Altarflügel wurden 1980 gestohlen und 2013 zurückgegeben.
Köselitz, St. Pauli
Die Kirche in Köselitz wurde erstmals 1265 erwähnt. Sie ist im Kern ein spätromanischer Feldsteinbau. 1721 wurde die Kirche nach Osten um ein Drittel verlängert, die Eingänge auf der Südseite verschlossen und die Fenster vergrößert; das Innere erhielt Emporen, Gestühl und Kanzelaltar.
1791 entstand die bronzene Glocke, gegossen von Chr. G. Ziegner in Magdeburg. 1912 wurde die Orgel der Dessauer Orgelbauer Fleischer&Kindermann errichtet, die leider nicht mehr spielbar ist.
1914 wurde der Kirchturm erneuert. Damit erhielt die Kirche ihre heutige Form. Der hölzerne Taufstein stammt aus der Kirche Senst.
Köthen, St. Agnus
Zum Geburtstag der Fürstin Gisela Agnes wurde am 9. Oktober 1694 der Grundstein der Kirche gelegt. Der Zerbster Baumeister Johann Bernhard Beuchel errichtete einen schlichten barocken Saalbau, der 1699 geweiht und „St. Agnus“ genannt wurde.
Eine erste Orgel entstand 1707–1708. Johann Sebastian Bach war von 1717 bis 1723 Mitglied der Gemeinde; der damalige Abendmahlskelch wird noch heute genutzt. Mit dem Wachstum der Gemeinde wurden 1748 Emporen eingebaut.
Im 19. Jahrhundert folgten umfangreiche Umbauten, darunter eine klassizistische Neugestaltung des Innenraums, neue Kanzel und Taufstein, ein Cranach-Gemälde und ein neugotischer Flügelaltar. Seit 1881 erklingt die Rühlmann-Orgel. Umfassende Sanierungen erfolgten von 1996 bis 2012.
Köthen, St. Jakob
Die St.-Jakobs-Kirche in Köthen ist die evangelische Stadt- und Kathedralkirche und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Der heutige Bau entstand zwischen 1400 und 1514 als spätgotische Hallenkirche, wobei noch Reste der romanischen Vorgängerkirche aus dem 12. und 13. Jahrhundert erhalten sind.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gotteshaus umfassend renoviert und teilweise umgestaltet. Besonders sehenswert sind die gotischen Kirchenfenster, die eindrucksvolle Ladegast-Orgel sowie die Fürstengruft des anhaltischen Fürstenhauses, in der sich 40 reich verzierte Prunksärge befinden.
Latdorf, St. Laurentius
Lausigk, Evangelische Kirche
Leau, St. Wolfgang
Libbesdorf, Evangelische Kirche
Libbesdorf gehörte zu den Besitzungen des Klosters Nienburg und wird in einer Anzahl von Urkunden genannt, erstmals 1145 in einer Bestätigungsurkunde des Papstes Lucius II. Um 1370 war der Ort Kirchdorf.
Die Kirche liegt innerhalb des Gutshofes und schließt diesen zur Straße hin ab. Bis 1866 erfolgte der Zugang zur Kirche ausschließlich vom Gutshof aus. 1908-10 wurde der alte Fachwerkdachreiter abgeborchen und durch Anbau eines Backsteinturmes mit Satteldach ersetzt.
1533 kam Libbesdorf in den Besitz der Familie von Traupitz. Zwei Sandstein-Epitaphe aus jener Zeit zeigen das Adelsgeschlecht in der Kirche.
Die Grabtafeln wurden 2008 im Zuge der Innensanierung aufwendig restauriert. Sehenswert ist darüber hinaus der Schnitzaltar von 1561, der eine Stiftung der von Traupitz ist.
Lindau, Stadtkirche
Diese städtische Feldsteinkirche entstand um 1150 in Form einer dreischiffigen Basilika mit Chor, Apsis und massivem Westturm. Bereits vor 1700 wurden die Seitenschiffe eingebaut. 1860-63 erhielt sie Kirche den hohen Turmaufsatz und 1891 die seitlichen Anbauten am Chor.
Das Innere wurde oft verändert: ein gotisches Sakramentshaus ist in der Apsis erhalten; 1578 ist die Kanzel datiert, im 18. Jahrhundert bemalt mit Christus und den Evangelisten.
1697 gab es die erste Orgel in der Kirche; die heutige stammt von 1861, 1961 restauriert. 1689 wurde der aufwändige sechseckige Taufstein gestiftet, im laternenförmigen Deckel die figürliche Darstellung von Christi Taufe.
Die Kirche gehört zum Projekt Lichtungen.
Löbnitz an der Linde, Evangelische Kirche
Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. An der Südseite des Kirchenschiffes befindet sich ein romanisches Stufenportal.
Der heutige Turm wurde 1829 im klassizistischen Stil nach Entwürfen der Berliner Oberbaudeputation unter Karl Friedrich Schinkel errichtet. Er besitzt rechteckige Schallluken und ein flaches Pyramidendach mit goldener Spitze und Wetterfahne.
Eine L‑förmige Empore verläuft an der Süd‑ und Westseite des Kirchenschiffes und trägt die Orgel mit klassizistischem Gehäuse aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Unter der Orgelempore entstand ein Winterkirchenraum.
Altar und Kanzel zeigen romanisierende Formen des späten 19. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen auch die Bleiglasfenster der Werkstatt Fred Müller aus Quedlinburg.
Luko, St. Pauli
Die romanische Feldsteinkirche von 1190 ist durch dendrochronologische Untersuchungen der Hölzer des Chordachstuhls auf 1182/83 genau datierbar. Ungewöhnlich gut erhalten sind die rundbogigen Gemeinde- und Priesterpforten, die Nordfenster sowie die Apsis.
Die Kirche ist eine turmlose Flämingkirche aus regelmäßig geschichteten Feldsteinen mit einst verputztem, fugenimitiertem Mauerwerk. 1797 wurden die Fenster vergrößert und ein Fachwerk-Dachreiter errichtet. Aus dieser Zeit stammt auch die Kanzel.
Der Innenraum ist flachgedeckt, Altar und Taufstein stammen aus dem 18. bzw. 16. Jahrhundert. Die Orgel wurde 1856 gebaut und 1994 restauriert. Umfangreiche Sanierungen erfolgten 1992 und 2001.
Luso, Gesangbuchkirche
Die Kirche wurde 1891 im Stil des Historismus errichtet, die Apsis nach der Wende erneuert. Die schlichte Einrichtung stammt aus der Erbauungszeit. Im Altarraum befinden sich drei farbige Bleiglasfenster, im mittleren ist Christus dargestellt.
Die Orgel schuf Orgelbaumeister Rühlmann aus Zörbig, die Bronzeglocke goss Johann Koch 1704. Charakteristisch sind das saalartige Schiff und die Verbindung verschiedener Baustile; Dach und Farbanstrich sind sanierungsbedürftig.
Seit 2006 beherbergt die Kirche das Projekt Gesangbuchkirche. Hier werden nicht mehr genutzte christliche Bücher gesammelt und zur Ansicht ausgelegt. Bei Andachten wird gemeinsam aus unterschiedlichen Gesangbüchern gesungen.
Die Kirche liegt am Lutherweg von Wittenberg nach Zerbst/Anhalt und gehört zu den Entschlossenen Kirchen.
Maasdorf, Evangelische Kirche
Maxdorf, Evangelische Kirche
Mehringen, Evangelische Kirche
Die Kirche wurde 1255 erbaut und veranschaulicht trotz zahlreicher Umbauten eindrucksvoll die Wirkung romanischer Baukunst. Ursprünglich besaß die Dorfkirche Bronzeglocken aus dem 1222 von Oda von Mehringen gestifteten Mehringer Kloster, das 1525 im Bauernkrieg aufgelöst wurde.
Die Glocken wurden in den Weltkriegen abgenommen und später durch noch heute genutzte Stahlglocken ersetzt.
Charakteristisch sind die hoch angebrachten Rundbogenfenster sowie das südliche Tympanon mit der Darstellung der Steinigung des heiligen Stephanus, datiert um 1130/1140. Ein weiteres Tympanon von 1549 befindet sich im Vorraum.
Im Inneren des Chores finden sich Renaissancefenster und Gedenktafeln. 1881 wurde ein neugotischer Kirchturm errichtet.
Merzien, Dorfkirche
Möllensdorf, Dorfkirche
“1806, den 26. Oktober haben die Franzosen dieses Fenster zerschlagen“, ritzte der damalige Möllensdorfer Pfarrer Dorbitz in eine Scheibe.
Ein Beleg, dass während des Vierten Koalitionskrieges französische Soldaten in dem Ort waren. Die Einritzung befindet sich neben der Priesterpforte und ist nur von außen erkennbar.
Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert errichtet. 1660 ließ sich der Hamburger Kaufmann Heinrich Albertus Schröttering in Möllendorf nieder. Er gilt als Stifter der barocken Innenausstattung.
1991 bis 1992 wurde die Kirche restauriert. Dabei wurden mittelalterliche Fresken entdeckt und zum Teil freigelegt. Dabei könnte es sich um die Darstellung von Himmel und Hölle handeln.
Moritz, St. Johannes und Paulus
Mühlsdorf, Dorfkirche
Seit 1329 ist Milesdorp urkundlich belegt. Damals wird Hinricus de Milstorp genannt, als Agnes, Witwe von Graf Albrecht I., mit ihren Söhnen den Verkauf von Besitzungen in Zerbst bestätigt.
1371 überträgt Fürst Johann II. dem Frauenkloster Zerbst das Dorf Mustorp. Wahrscheinlich war der Ort vor 1400 nach Kirchdorf; seine Kirche ist eine Tochterkirche von Mühlstedt.
Die heutige Kirche entstand 1885. Altar, Taufe und Orgel stammen aus dieser Zeit, ebenso die Bronzeglocke aus Laucha. 1997 erhielt der Kirchturm eine neue Uhr. Kennzeichnend sind die Spitzbogenfenster und eine alte Ulme im Kirchgarten.
Es wurde ein elektrischer Blasebalg für die Orgel und ein elektrisches Läutewerk angeschafft.
Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen.
Mühlstedt, Dorfkirche
Die spätromanische Feldsteinkirche besteht aus dem Kirchenschiff mit einem eingezogenen Altarhaus ohne Apsis und hat einen quadratischen Westturm.
Die Bronzeglocke stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Hinter dem Altar befindet sich ein gotischer Sakramentsschrein aus dem 15. Jahrhundert.
Auf der Nordseite erkennt man eine alte, vermauerte Rundbogentür, eine Priesterpforte. Sie wurde Ende des 19.Jahrhunderts im Rahmen der Gesamterneuerung der Kirche restauriert.
1892/93 wurden Fenster und Schallöffnungen im Turm mit Backsteinen eingefasst. Der Turm bekam einen das Dorfbild prägenden Helm.
Die letzte Instandsetzung der Kirche fand 1997 statt. Decke, Hufeisenempore und das Gestühl sind aus naturbelassenem Holz, nur die Decke im Chorraum hat eine schlichte Bemalung.
Mühro, Dorfkirche
Die neugotische Kirche stammt aus dem Jahr 1891. Der kleine Bau besteht im Gegensatz zu den meisten anderen Dorfkirchen der Region aus gelben Ziegeln. Das Schiff mit paarweise angeordneten Spitzbogenfenstern und die fünfseitige Apsis sind durch Strebepfeiler gegliedert. Ein schlanker Turm ist westlich vorgesetzt.
Die Kanzel am Nordpfeiler des Triumphbogens, die Rühlmann-Orgel und das Gestühl sind aus der Erbauungszeit. Das Taufbecken aus Sandstein ist eine Arbeit aus dem Jahr 1867.
Die ursprüngliche Kirche hatte drei Glocken. Eine davon wurde "Kuhglocke" genannt. Sie wurde von Hirten geläutet, wenn ein Rind in den sumpfigen Wiesen steckengeblieben war und die Bauern zur Hilfe gerufen wurden.
An der Nordwand des Kirchenschiffes erinnert eine Gedenktafel an die Toten des Ersten Weltkriegs. Im unteren Teil gewährt ein Gemälde einen Blick auf Mühro über ein Kornfeld hinweg.








