KIRCHEN | N bis R

Dieser Bereich ist im Aufbau. Er steht Ihnen in Kürze vollständig zur Verfügung.
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Natho, St. Johannis

Die St.-Johannis-Kirche in Natho ist ein um 1200 errichteter Feldsteinbau mit Langhaus, quadratischem Chor und halbrunder Apsis. 

Ihren heutigen Charakter erhielt sie durch einen umfassenden Umbau 1892, der wegen starker Bauschäden notwendig wurde. Dabei wurden Innenausstattung, Gestühl, Altar, Kanzel und Taufstein erneuert, Fenster vergrößert, Eingänge verändert und eine neue Orgel eingebaut. Auch die alte Kirchenstuhlordnung wurde aufgehoben. Der Westzugang wurde neu geschaffen, südliche Türen zugemauert. Die Kosten betrugen 16.300 Mark. 

Weitere Reparaturen folgten im 20. Jahrhundert. Eine Glocke von 1642 ist bis heute erhalten und überstand beide Weltkriege.

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Nedlitz, Dorfkirche

1717 wurde die kleine Fachwerkkirche in einer für die Gegend untypischen Bauweise als Ständerfachwerkbau errichtet. Das Innere wird von einem hohen Kanzelaltar mit Gemälden geprägt: über dem Altartisch das Abendmahl, am Kanzelkorb Christus als Weltenherrscher und die vier Evangelisten, bekrönt von einer Kreuzigungsgruppe. 

Ein Taufstein fehlt; möglicherweise gab es früher einen Taufengel. Die Orgel aus dem 19. Jahrhundert ist nicht mehr spielbar, die beiden Glocken entstanden 1971. 

In die Nordwand ist ein steinerner Epitaph für den 1711 verstorbenen Heyde‑Reiter Hintze eingelassen. Außen befindet sich ein Grabstein aus dem 18. Jahrhundert mit Sanduhr und Schädel als Mahnung an die Vergänglichkeit.

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Neeken, Patronatskirche

Die Ursprünge der Feldsteinkirche reichen in die Spätromanik zurück. 1560 sowie nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde der Chor nach Osten verlängert; die Ostwand ist in Fachwerk ausgeführt, der Giebel verbrettert. Über dem Westteil steht ein Fachwerkreiter. Die romanischen Fenster des Rechtecksaals sind weitgehend erhalten. 

Der Innenraum stammt vollständig aus der Barockzeit und ist flachgedeckt mit dreiseitiger Empore. Der barocke Altar zeigt im runden Altarblatt die Kreuzabnahme Christi, in der Predella das letzte Abendmahl, flankiert von Säulen und Akanthuswangen. Kanzel, Taufe von 1669, Patronatsstuhl und Herrschaftsloge zeugen vom Einfluss der Familie von Davier. 

Eine Bronzeglocke stammt aus dem 14. Jahrhundert. Besonderheit sind kleine Engelsfiguren an den Kniebänken mit Palmwedeln.

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Neudorf, St. Petrus und Paulus

Neundorf, St. Petri-Pauli

Niederlepte, Dorfkirche

Der massive spätgotische Feldsteinbau, bei dem der Turm als Dachreiter ausgeführt wurde, ist typisch für hiesige Dorfkirchen. Nur die Westseite des Kirchturmes ist massiv. Die anderen drei Seiten sind als Fachwerk ausgeführt und ruhen auf dem Dachstuhl. 

Die Fenster sind im Barock verändert worden. An der Ostseite sind vermauerte Spitzbogenfenster zu erkennen. Auch das Eingangsportal besaß einst einen Spitzbogen. An historischen Ausstattungsgegenständen sind der Tischaltar, die Kanzel mit Schalldeckel und eine Sandsteintaufe von 1575 erhalten. 

Das Geläut besteht aus zwei gusseisernen Glocken von 1920. Ursprünglich waren zwei Emporen (an einer Seite und hinten) vorhanden. Unter der hinteren Empore wurde bei der letzten Sanierung die "Winterkirche" eingebaut. 

Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen und zum Projekt Lichtungen.

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Nienburg, Klosterkirche

Das Benediktinerkloster von Nienburg war im Jahr 970 durch Markgraf Thietmar gegründet worden. Es wurde später in den Rang eines Reichsklosters erhoben und 1004 in Anwesenheit von König Heinrich II. geweiht. 

Die gut erhaltene Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian ist eines der bedeutendsten frühgotischen Bauwerke im mitteldeutschen Raum. Sie wird ökumenisch von der evangelischen und katholischen Gemeinde genutzt. 

Nach der Zerstörung im Bauernkrieg und dem Ende des Klosterlebens im Jahr 1552 wurde das Kloster 1690 zum Witwensitz der anhalt-köthenener Fürstinnen ernannt. Die Kloster-/Schlosskirche wurde zur lutherischen Schlosskirche. 

Zu den Besonderheiten gehören ein romanischer Schmuckfußboden und eine Monatssäule. 

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Nienburg, Stadtkirche St. Johannis

Die Stadtkirche St. Johannis ist ein einschiffiger Saalbau, der zwischen 1687 und 1693 anstelle einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert errichtet wurde. 

Der Turm besitzt einen mittelalterlichen Kern und wurde 1776 erneuert. Das Kirchenschiff mit flacher Kassettendecke und schlichter barocker Ausstattung prägt das Stadtbild und liegt zentral an einem öffentlichen Platz. 

Die Kirche war traditionell die Kirche der Bürgergemeinde und bietet etwa 250 Sitzplätze. Teile der Bestuhlung stammen noch aus dem 17. Jahrhundert. Genutzt wird sie vor allem zwischen Ostern und Pfingsten sowie von Erntedank bis Weihnachten. 

Zur Ausstattung gehören eine Rühlmann-Orgel aus dem 19. Jahrhundert, ein Taufstein von 1958 und zwei Glocken, darunter die Wipertus-Glocke aus dem 14. Jahrhundert.

Nutha, St. Trinitatis

Eine besondere Darstellung des Jesus hängt in der Kirche Nutha an der Wand zwischen zwei Fenstern. Sie zeigt Jesus nicht an einem Kreuz, sondern mit segnenden Händen. Es ist ein Werk des Künstlers Jürgen Raiber aus Halle/S., das seit Oktober 2025 seinen Platz in der Kirche hat.

Die Kirche Nutha wird erstmals 1378 als “godeshus dar thu der Nudt” urkundlich erwähnt. Die Feldsteinkirche besteht aus dem Schiff und einem nur wenig eingezogenen langen Chor mit geradem Ost-Abschluss. Als typische Flämingkirche besitzt sie einen als Fachwerkdachreiter ausgeführten Turm. 1707 erfolgte der Umbau der Kirche. 

In den letzten Jahren wurde sie vollständig saniert. Altar, Taufe und Ambo aus Metall wurden nach Entwürfen von Gerlach Bente gestaltet, der auch die Fenster im Rahmen des LICHTUNGEN-Projekts entworfen hat.

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Oranienbaum, Stadtkirche

Die nach fünf Jahren Bauzeit 1712 eingeweihte Stadtkirche bildet den Abschluss der Schloss- und Stadtanlage. Von außen fällt ein mächtiges Walmdach mit Glockentürmchen und Haube auf. Dadurch ist die Kirche schon von weitem sichtbar und schafft Blickachsen ins Gartenreich. 

Der innere Raumeindruck ist geprägt von der elliptischen Grundform und einer umlaufenden, von Eichensäulen getragenen Empore.

Die Innenausstattung stammt in wesentlichen Teilen noch aus der Erbauungszeit und entspricht dem reformiert-calvinistischen Bekenntnis ihres Erbauers, des Fürsten Leopold I. (Großvater von Fürst Franz). 

Trotz ihrer Größe und Schlichtheit hat die barocke Stadtkirche, die ursprünglich als höfischer Predigtort gedacht war, einen geradezu intimen Charakter.

Die Kirche ist eine Radwegekirche und gehört zu den Gartenreichkirchen.

Osternienburg, Evangelische Kirche

Durch ihren neoromanischen Turm ist die Kirche das dominierende Bauwerk des Dorfs. Das Schiff ist ein barocker Saalbau von 1718/19, dessen Fenster und Turm beim Umbau 1876–1879 entstanden. Der Turm mit Spitzhelm wurde tief in das Schiff eingebaut. Während das Schiff aus Bruchstein besteht, sind Turm und Eingang aus Backstein errichtet.

Der Bau wurde mehrfach instand gesetzt, unter anderem 1777, 1820, 1831–1847, 1933 und 1968; zwei Fenster wurden 2018 restauriert. 

Die ältesten Ausstattungsstücke sind Bronzeglocken, von denen eine vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt. Die Orgel auf der Westempore wurde 1880 von A. Nickol gefertigt.

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Piethen, Evangelische Kirche

Da der Ort bereits im Jahr 973 von Kaiser Otto an den Markgraf von Meißen Thietmar I. ging, ist von einer frühen Christianisierung auszugehen, 50 Jahre später gehörte der Ort zum Kloster Nienburg. 

Der Zeitpunkt des ersten Kirchenbaus ist unbekannt, eine Kirche wird erst im späten 14. Jahrhundert erwähnt. Im Mittelalter lag Piethen im Erzbistum Magdeburg, nach der Reformation wechselten die kirchlichen Zuständigkeiten mehrfach. 

Das Erscheinungsbild prägt ein Umbau von 1909 nach Entwürfen Friedrich Gothes im Jugendstil. Der Baukern stammt wohl aus dem 13. Jahrhundert; Turm und Sakristei entstanden 1909. Vielfältige Bauelemente verleihen der Kirche ein abwechslungsreiches Äußeres. 2010 war sie Kirche des Monats.

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Pißdorf, Evangelische Kirche

In seiner heutigen Gestalt ist das Gotteshaus keinem bestimmten Baustil mehr eindeutig zuzuordnen. Der romanische Westquerturm stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. Zahlreiche Umbauten erfolgten unter anderem 1775, 1836, 1871/72 und 1910. 

Nach einem Blitzeinschlag 1871 wurden die Schiffswände erhöht. Der Chor geht vermutlich ebenfalls auf das 13. Jahrhundert zurück und besitzt frühgotische Lanzettfenster, die teilweise barock verändert wurden.

1972 kam es bei einem misslungenen Umbau zur Zerstörung von Turmhaube und Kirchendach; das Schiff blieb lange ohne Dach. Ab 1990 begannen Sicherungsmaßnahmen, 1995 wurde der Chor wieder kirchlich nutzbar. 

Durch das Engagement des Bauvereins erhielt der Turm 2011 eine neue Haube. Die Kirche bewahrt drei historische Glocken, von denen eine aus dem Jahr 1440 stammt.

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Plötzkau, St. Georg

Die Kirche ist ein neugotischer Bruchsteinbau südlich des Schlosses in Plötzkau. In den Neubau wurden Bauteile des Ursprungsbaus aus dem 12. Jahrhundert integriert, darunter Teile des Saals und das Turmuntergeschoss. 

Der quadratische Turm mit hoher Schieferhaube entstand 1864/65, der Neubau des Schiffs 1887 nach Plänen des Architekten Kohlbrück. Die kreuzförmige Anlage besitzt einen polygonalen Ostschluss, Strebepfeiler und ein kreuzgratgewölbtes Inneres. 

Unter dem Ostteil liegt die Fürstengruft von 1573. Die Ausstattung mit Kanzel, Altar und Orgel stammt von 1893; die Orgel der Firma Rühlmann verfügt über 14 Register. Erhalten sind zudem barocke Grabsteine und Epitaphien sowie zwei historische Bronzeglocken.

Polenzko, Dorfkirche

Die Feldsteinkirche entstand vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts aus regelmäßigem Mauerwerk. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht jedoch wesentlich auf den Umbau von 1884 zurück: Westfassade und Eingangsvorbau wurden neu errichtet, Fenster und Priesterpforte umgestaltet sowie Dachreiter und Innenausstattung erneuert. Zur Ausstattung zählen Emporen, Gestühl, Orgel, Altar, Kanzel und Taufstein. 

Die Glocke wurde 1884 von der Firma Ulrich in Apolda gegossen, die Orgel bereits 1850 von W. Hoff aus Dessau gebaut. Besonders bedeutend sind vier barocke Sandstein-Epitaphe der Familie von Metsch. 

Als Themenkirche zu Weihnachten beherbergt die Kirche Deutschlands größte Krippenfiguren aus ganzen Baumstämmen, geschaffen von Horst Sommer aus Zerbst.

Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen.

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Poley, St. Cyriakus

Die Dorfkirche St. Cyriakus - in Anlehnung an die berühmte Gernröder Stiftskirche benannt - ist ein Backsteinbau, der im Jahr 1859 bis 1870 erbaut wurde. Der viel ältere Turm, aus Feldsteinen errichtet, stammt aus dem 13. Jahrhundert. 

Die Kirche besitzt einen bemerkenswerten Innenraum mit qualitätsvoller bauzeitlicher Innenausstattung und Raumfassung, einen Altarraum mit von Engelsfiguren und Terrakottaschmuck bekröntem Baldachin, einen offenen Dachstuhl, Westempore.

Auf dem Kirchhof sind zahlreiche aufwendig gestaltete Grabsteine des 18. und 19. Jh. sowie ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Pösigk, Evangelische Kirche

Die Kirche wurde auf Anordnung des sächsischen Königs errichtet. Nach der Grundsteinlegung am 28. April 1704 erfolgte am 20. November 1707 die feierliche Einweihung. Im Laufe der Jahrhunderte kam es zu mehreren baulichen Veränderungen, darunter der Umbau des Turmes 1742, das Umgießen der Glocke 1766 und der Einbau einer Rühlmann-Orgel 1786.

1816 geriet die Kirche in Einsturzgefahr und wurde 1820 geschlossen; Gottesdienste fanden zeitweise im Gutshaus statt. Nach der Erneuerung 1827 und weiteren Sanierungen, zuletzt 1867, erhielt die Kirche 1899 ein Sandsteinportal und eine neue Uhr. Ein Brand zerstörte 1907 den Altar.

Die Kirche ist von einem teilweise genutzten Friedhof mit historischen Grabsteinen umgeben. Heute finden aufgrund geringer Gemeindegliederzahl keine regelmäßigen Gottesdienste mehr statt.

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Preußlitz, Evangelische Kirche

Wann die erste Kirche in Preußlitz entstand, ist unbekannt. Belegt ist jedoch, dass bereits 1291 ein Pfarrer vor Ort wirkte, sodass Kirche und Pfarrhaus bestanden haben müssen. Der heutige Bau ist ein Saalbau mit polygonalem Chor; die Apsis wurde 1895 ergänzt. 

Nach Umbauten 1864 und 1895 entstand das heutige Erscheinungsbild. Der 35 m hohe Westturm mit Pyramidendach trägt eine Wetterfahne von 1895 und eine 1895 eingebaute Turmuhr, die 2005 elektronisch umgestellt wurde. Der romanisierte Westzugang ist reich gegliedert. 

Der Innenraum ist schlicht, mit tonnengewölbter Decke, farbigen Bleiglasfenstern von 1864 sowie Kanzel und Taufstein um 1895.

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Priorau, Dorfkirche

Die 1817–1818 errichtete Dorfkirche ist ein Beispiel für die frühe romantische Gotik-Rezeption, wie sie die Architekturlandschaft des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches seit dem 18. Jahrhundert prägt. Sie ist ein einschiffiger Putzbau mit Spitzbogenfenstern.  Ein quadratischer Turm ist  in das Kirchenschiff eingestellt.

Zu den Besonderheiten der Innenausstattung zählen die spätgotische Schnitzfigur eines Apostels aus der Zeit um 1500 und ein Sandsteinepitaph aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Taufstein nach romanischem Vorbild entstand erst 1905. 

2021 erhielt die Apsis ein neu gestaltetes Fenster von David Schnell. Die Farb- und Lichtwirkung dieses recht kleinen Fensters sind ungewöhnlich prächtig.

Die Kirche gehört zum Projekt Lichtungen.

Prosigk, Evangelische Kirche

Der Chorturm der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und ersetzte einen romanischen Vorgängerbau, von dem an der Südwand noch eine Rundbogenöffnung erhalten ist. 

Das Kirchenschiff wurde im 15./16. Jahrhundert als Saalbau angebaut, der romanische Westeingang durch einen spätgotischen Triumphbogen ersetzt. Die Westwand besteht aus unverputzten Ziegeln, die Seitenwände aus Bruchstein. Fenster an Süd- und Ostseite wurden 1814 vergrößert, der Westgiebel 1824 erneuert.

2018 wurde der ehemalige Altarraum durch eine Glas-Metall-Konstruktion zu einem Gemeinderaum umgestaltet. Eine hohe, konkave Metallwand mit der Darstellung des brennenden Dornbuschs verbessert Akustik und Nähe zum Altar. Seitliche Anbauten mit Küche und Sanitäranlagen ermöglichen eine ganzjährige, multifunktionale Nutzung der Kirche.

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Pulspforde, St. Elisabeth

In den Jahren 1871-72 erhielt Pulspforde diese neue Kirche in historistischem Stil. Das Schiff und die fünfseitige Apsis sind durch neogotische Strebepfeiler gegliedert. Die großen Rundbogenfenster sind aus der Neoromanik entlehnt. 

Als einziger Neubau des 19. Jahrhunderts in der Region besitzt diese Kirche keinen Turm, sondern einen freistehenden offenen Glockenstuhl auf dem westlichen Giebel. Die Glocke darin wurde 1999 in Lauchhammer gegossen. 

Das Innere wirkt durch die großen Fenster sehr großzügig. Schöne Ornamentglasfenster zieren die Apsis. Auf der Empore steht die Orgel von C. Giese, Hoforgelbaumeister in Dessau.

Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen.

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Pülzig, St. Jakoubus

Für das  Fundament der 1895 errichteten Kirche verwendete man die Steine der alten Kirche. Dieser vom Blitz bis auf die Umfassungsmauern zerstörte romanische Feldsteinbau war so fest gefügt, dass seine Entfernung für den Neubau große Schwierigkeiten bereitete.

Das Charakteristische an der Kirche ist, dass sie in Nord-Süd-Richtung steht und der Turm mit quadratischem Grundriss dem Schiff südlich vorgesetzt wurde.

Die schlichte Ausstattung ist noch  aus der Erbauungszeit. In der Apsis sind drei runde Bleiglasfenster: Christus als Weltherrscher im mittleren, in den beiden seitlichen die christlichen Symbole Alpha und Omega.

Die „Sonnenkirche“ Pülzig verfügt seit 2005 über eine eigene Solaranlage, die den kompletten Strombedarf deckt.

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Quellendorf, St. Christophorus

 In Urkunden von 1265 und 1266 wird der Ortsgeistliche »Kapellan Theodoricus de Qualenddorp« erstmals erwähnt. Langhaus, Chor und Apsis der Kirche stammen noch aus der Erbauungszeit. Als die Feldsteinkirche nicht mehr genügend Platz bot, entschloss man sich, den alten Fachwerkturm zu versteigern. 

Das Gotteshaus erhielt 1863 einen 40 Meter hohen Backsteinturm, der vorn angesetzt wurde. Das Kirchenschiff konnte somit erweitert werden und erfuhr einen neogotischen Umbau. Man ersetzte die kleinen Rundbogenfenster und -türen durch extrem hohe Spitzbogen Öffnungen. 

Bemerkenswert sind der Opferstock aus dem Jahre 1562, die reich verzierte Barockkanzel von 1677 sowie das vom Orgelbaumeister Johann Christoph Zuberbier kunstvoll gestaltete Orgelgehäuse aus dem Jahre 1750.

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Radegast, Evangelische Kirche

Vermutlich stand schon im Mittelalter in Radegast eine Kirche. In Schriften gibt es Hinweise dazu. Sicher ist, dass 1702 der Grundstein für einen Neubau gelegt wurde. 

Das Jahr 1752 begann für Radegaster mit einem Unglück. Am 6. Januar stürzte der vermutlich nicht stabil genug gebaute Turm der Kirche ein. Die Trümmer begruben die Frau und zwei Kinder des Lehrers. Sie wurden tödlich verletzt. In der Kirche erinnert eine Tafel an den Wiederaufbau des Turms.

Die heutige, im neoromanischen Stil gebaute Kirche stammt von 1875. 

Von 2007 bis 2010 wurde der Chorraum neu gestaltet. Im Rahmen des Projekts Lichtungen gestaltete der Glaskünstler Thomas Kuzio die Fenster der Kirche. 

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Radisleben, St. Stephani

Ragösen, St. Jakobi

Die Dorfkirche Ragösen wird erstmals 1214 als „eclesia Rogosene“ erwähnt. Die spätromanische Feldsteinkirche stammt aus der frühen Siedlungsperiode und besteht aus Apsis, Chor, Schiff und Turm. 

Mehrfach wurde sie durch Krieg, Zerstörungen und Blitzeinschlag beschädigt und wieder aufgebaut. Bedeutende Baumerkmale sind die kleinen romanischen Fenster, der Rundbogenchor und eine Glocke aus dem 13. Jahrhundert mit Ave‑Maria‑Inschrift. 

Der Innenraum wurde nach der Reformation mehrfach umgestaltet, u. a. mit Kanzel (1684), Taufstein (15./16. Jh.) und Gestühl. Nach langem Verfall erfolgte 1992/93 eine umfassende Sanierung. Weitere Renovierungen schlossen sich an, zuletzt 2012. 

Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen.

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Raguhn, St. Georg

Der Backsteinputzbau wurde 1840 in gotisch‑byzantinischen Formen errichtet. Der nach italienischem Muster entworfene Plan wird Carlo Ignazio Pozzi zugeschrieben. An das einschiffige Kirchenschiff schließen ein gleichhoher, eingezogener 5/8‑Chor mit Rippengewölbe sowie ein quadratischer Turm an. Spitzbogenfenster und ein Maßwerkfries prägen das Äußere.

Einst zählte die Kirche zu den schönsten Anhalts, verlor jedoch durch Kriegszerstörungen und den Wiederaufbau viel von ihrer ursprünglichen Schönheit. Erhalten blieben der Alabastertaufstein von 1857 und eine spätgotische Holzskulptur des auferstandenen Christus um 1500. 

Heute dient die Kirche als modernes Gemeindezentrum mit multifunktionalem Kirchenraum. Nach dem Hochwasser von 2002 und der Innensanierung 2003 präsentiert sie sich wieder hell und schlicht.

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Raguhn-Kleckewitz, St. Jakobus

Das heutige Kirchengebäude entstand 1817–1819 als einschiffiger Putzbau mit dreiseitigem Chorschluss, halbrunder Apsis und quadratischem Westturm. 

Der flach gedeckte Innenraum besitzt eine Hufeisenempore; im Westen steht eine Orgel von Wilhelm Rühlmann aus Zörbig (1899), die derzeit nicht spielbar ist. Zu den älteren Ausstattungsstücken zählen ein Grabstein des vorletzten Erbherrn von Kleckewitz sowie das Epitaph des Christian von Schilling aus dem späten 17. Jahrhundert.

Im Turm hängt eine Bronzeglocke von 1722. Nach der Sanierung von Dach, Turm und Innenraum konnte 2010 ein künstlerisches Altarfenster eingeweiht werden, das die schlichte, auf einem Hügel gelegene Kirche besonders aufwertet.

Die Kirche gehört zum Projekt Lichtungen.

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Rathmannsdorf, St. Pauli

Die erste Kirche des Ortes entstand um das Jahr 1000. 1177 wurde eine romanische Kirche erwähnt, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört und ausgebrannt wurde. 1665 erfolgte ein Neubau unter Verwendung älterer Baumaterialien, ebenso beim Bau der heutigen Kirche zwischen 1881 und 1883.

Zu den Besonderheiten zählen der Epitaph zu Ehren der Ahnen der Kirchenstifterfamilie von Krosigk sowie das steinerne Tympanon über dem Eingang. Dieses zählt zu den ältesten Werken mittelalterlicher Bildhauerei in Norddeutschland und stammt aus den Vorgängerkirchen. Es zeigt Christus am Kreuz in flachem Relief, dessen griechisches Kreuz und Gewand auf ein etwa 1000 Jahre altes Bildnis hinweisen. 

Eine Sonnenuhr von 1702 sowie Säulen mit Würfelkapitellen im Turmraum ergänzen die Ausstattung.

Rehsen, Evangelische Kirche

Die Kirche wurde 1707 als Backstein‑ und Klinkerbau errichtet. Ihre Westfront besitzt einen quadratischen Dachturm aus verputztem Fachwerk mit einer „Welschen Haube“ und Laterne. 

An der Nordseite befinden sich drei Rundbogenfenster, während der Chor geschlossen ist. Das achteckige Westportal mit Rundfenster wurde 1868 dem ursprünglichen Südeingang angeglichen. Das Schiff ist mit einem Satteldach versehen. Im Inneren prägen eine Hufeisenempore und ein barocker Kanzelaltar den Raum. 

Der Bau geht auf eine von der Patronatsfamilie von der Lochau initiierte und mitfinanzierte Maßnahme zurück und wurde im 19. Jahrhundert mehrfach umgestaltet.

Die Kirche gehört zu den Gartenreichkirchen.

Reinstedt, St. Laurentii

Reppichau, Evangelische Kirche

Das Dorf Reppichau ist bekannt als Geburtsort von Eike von Repgow, dem Verfasser des wegweisenden mittelalterlichen Rechtswerkes „Sachsenspiegel“. Dieses Erbe wird in Reppichau gepflegt und ist in der Kirche in einer Skulptur von 1890 und Darstellungen auf den Emporen präsent. Sie wurde 1823 nach Plänen von Baumeister Friedrich Corte erbaut.

Der Westturm stammt noch aus dem 12./13. Jahrhundert, das Sandstein-Taufbecken aus dem Jahr 1885. Altar und Kanzel sind Dauerleihgaben aus der Thurauer Kirche, die baufällig ist und nicht mehr genutzt wird. Der Altar aus Sandstein ist von gotisierendem Dekor geprägt. An der Stirnseite befindet sich ein profiliertes vergoldetes Lilienkreuz im Frontmedaillon. 

In den letzten Jahren ist die Reppichauer Kirche umfassend nach Plänen des Architekturbüros Sauer umgebaut worden.

Reuden, Dorfkirche

Die Kirche wurde 1866 errichtet und ist vermutlich bereits der dritte Kirchenbau an dieser Stelle. Zuvor stand hier eine Fachwerkkirche, die dem Neubau weichen musste. In den Jahren 1874/76 wurde dem Westteil des Kirchenschiffs ein rund 34 Meter hoher Turm mit Faltdach vorgelagert; allein das Turmkreuz misst 3,40 Meter.

Die schlichte Innenausstattung stammt aus der Bauzeit. Neben dem Triumphbogen befinden sich Gemälde der Evangelisten sowie eine Darstellung des Gekreuzigten. 

Die Orgel wurde 1866 vom Dessauer Orgelbauer Giese geschaffen, die Bronzeglocke 1865 in Apolda gegossen. Im Altarraum sind kunstvolle Buntglasfenster zu sehen. 

Die Kirche gehört zu den Entschlossenen Kirchen.

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Reupzig, Evangelische Kirche

Die Pfarrkirche zu Reupzig ist ein kulturhistorisches Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert und befindet sich auf dem Kirchhof, inmitten des heute noch benutzten Friedhofes. 

Der Turm ist als Wehrturm erbaut und durch einen Bogen mit dem Schiff verbunden. 1871 wurde der Turm mit Walmdach um ein Geschoss erhöht, um die Uhr und das Uhrwerk darin unterzubringen. Das historische Uhrwerk konnte 2008 wieder restauriert werden und erhielt neue Ziffernblätter. 

Dank der finanziellen Unterstützung der Lotto-Toto-GmbH Sachsen-Anhalt erfolgte 2009 eine Schwammbekämpfung. Dabei erhielt die Decke, bestehend aus einer Holztonne mit freier Wölbung einen neuen Anstrich.

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Rieder, Beatae Mariae Virginis

Vermutlich wurde die Kirche auf einem Vorgängerbau aus der Spätromanik errichtet. Bauteile des heutigen Turmes lassen sich aufgrund der rundbogigen Schallöffnungen und des spätromanischen Mittelhäuschens in das 13. Jahrhundert datieren. Der Turm der Dorfkirche dürfte demnach erst zu dieser Zeit erbaut worden sein. 

Besonders bemerkenswert ist die Kirchenglocke, die als älteste noch funktionstüchtige „bienenkorbartige“ Glocke gilt. 

Zudem ist eine Altarplatte, die wahrscheinlich aus der Klus - dem ältesten Ortsteil von Rieder - stammt, in die Kirche eingemauert worden. Auch die zweitälteste Bienenkorbglocke Deutschlands könnte ihren Ursprung dort haben.

Riesdorf, Evangelische Kirche

Der Überlieferung nach wurde die Kirche in Riesdorf im Dreißigjährigen Krieg zerstört, Belege dafür fehlen jedoch. Kirchenbücher nennen erste Einträge zur Gemeinde aus dem Jahr 1668. 

Riesdorf war nach Gnetsch eingepfarrt, sodass die Gemeindeglieder den Gottesdienst dort besuchen mussten. 1789 ließ Fürst Karl Georg Lebrecht von Anhalt‑Köthen eine neue Kirche errichten, einen schlichten Rechteckbau mit Turm und einer von Fürstin Luise gestifteten Glocke. 

Aufgrund fehlender Fundamente wurde der Bau instabil und schließlich abgerissen. 1894/95 entstand nach Entwürfen von Baurat Bürkner ein Neubau aus rotem Backstein. Die Kirche wurde mehrfach saniert, zuletzt ab 2012. 2018 wurde sie nach umfassender Sanierung wieder eingeweiht.

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Riesigk, Evangelische Kirche

Die Kirche wurde von 1797 bis 1800 anstelle eines baufälligen Vorgängerbaus errichtet und gilt als erster neugotischer Sakralbau im Gartenreich und in Deutschland. Der Backsteinbau ist bewusst auf Wörlitz ausgerichtet; der Turm zeigt nach Nordosten und ist mit englisch‑gotischem Maßwerk geschmückt.

Der große Innenraum wird von einer hölzernen Bohlendecke mit Kreuzgratimitationen sowie weitläufigen Emporen geprägt. Mittelpunkt ist ein Altar‑Podest, das zugleich die Grabstätte der 1799 verstorbenen Prinzessin Agnes, Schwester des Fürsten Franz, bildet. 

Unter dem Altartisch befindet sich ihre lebensgroße Liegefigur. Die Kanzel schwebt über dem Altarraum und betont im reformierten Sinn das Wort Gottes. Bibelzitate schmücken die Wände.

Die Kirchen gehört zu den Gartenreichkirchen.

Rietzmeck, Dorfkirche

1895 wurde die Kirche von Rietzmeck errichtet. Der kleine Bau besteht aus dem Schiff, einem Chor mit eher selten vorkommendem geraden Abschluss und einem westlich vorgesetztem Turm. 

Die neogotische Architektur ist gegliedert durch Strebepfeiler. Ungewöhnlich ist die Form der seitlichen Fenster: ein großer Spitzbogen rahmt jeweils ein hohes Segmentbogenfenster und eine Rosette. 

In der Kirche steht eine Orgel von Wilhelm Rühlmann aus Zörbig. Der Taufstein wurde 1861 gestiftet von Herzog Leopold Friedrich von Anhalt. Noch aus der mittelalterlichen Kirche von Rietzmeck stammt die Glocke aus dem 14. Jahrhundert.

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Rodleben, Dorfkirche

Die Kirche ist ein spätromanischer Feldsteinbau mit Schiff, eingezogenem Rechteckchor und Apsis. Ursprünglich befanden sich auf der Nordseite ein Portal und die Priesterpforte. In der Apsis ist eine romanische Fensteröffnung, die 2010 neu gestaltet wurde. 

1626 wurde die Kirche in einer Schlacht um die Elbbrücken stark beschädigt und bis 1700 wiederaufgebaut. Aus dieser Zeit stammen der Fachwerkdachreiter, die massive Westwand und die segmentbogigen Fenster. 

Der Innenraum ist ein flachgedeckter Saal mit Hufeisenempore. Im Turm hängen zwei Glocken, eine von 1516 und eine von 1999. Die Orgel wurde 1994 restauriert. 

Die Kirche gehört zum Projekt Lichtungen.

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Rosefeld, Evangelische Kirche

1630 brannten Montecuculi’s Reiter Dorf und Kirche nieder, welche bereits 1632 wieder standen. Eine Feuersbrunst verzehrte die Kirche 1783 erneut. Zwei Jahre darauf war sie wieder aufgebaut. 

Während der schlanke romanische Backsteinturm stehen blieb, erneuerte man Anfang des 20. Jh. das Kirchenschiff grundlegend und ließ sich dabei deutlich vom Bauhausstil beeinflussen. 

Inventar und Ausmalung sind an der Bauhauskunst angelehnt. Am 30. Oktober 1932 wurde die Kirche in Rosefeld eingeweiht.

 Im Jahre 2006 konnte das Geläut wieder in Dienst genommen werden. 2012 erfolgte eine umfassende Sanierung im Innenbereich.

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Roßlau, St. Marien

Die St.-Niclas-Kapelle, vermutlich älter als die heutige Kirche, ist erstmals 1534 erwähnt und war damals bereits stark verfallen. Aus ihr stammt wahrscheinlich die rund 1000 Jahre alte Taufglocke der St.-Marienkirche. Diese brannte 1626 fast vollständig nieder und wurde ab 1655 neu aufgebaut. 

Wegen des starken Bevölkerungswachstums im 19. Jahrhundert entschied man sich für einen Neubau, der 1854 im neogotischen Stil eingeweiht wurde. 

Die Ausstattung stammt überwiegend aus dieser Zeit, ergänzt durch ältere Kunstwerke wie Gemälde von Martin Luther und Paul Gerhardt. Die Orgel wurde mehrfach erneuert, zuletzt 1994. 

Das Geläut besteht aus zwei Glocken. In den letzten Jahrzehnten erfolgten umfangreiche Modernisierungen, darunter Barrierefreiheit, Turmsanierung und technische Verbesserungen.

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