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18.04. | Präseswahl und Änderung des Gewaltschutzgesetzes
Viele Themen auf der Frühjahrssynoden der anhaltischen Landeskirche: Präseswahl, Gewaltschutzgesetz, Kirchenimmobilien. Der neue Präses Brademann will "als Landeskirchengemeinde zusammenkommen".
Von Jonas Grimm
Dessau-Roßlau (epd). Die Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts hat sich am Freitag und Samstag intensiv mit mehreren Themen befasst. Mit der Wahl von Jan Brademann zum neuen Präses endete die Synode. Der künftige Leiter des Kirchenparlaments saß der Synode bereits kommissarisch vor und hatte keinen Gegenkandidaten. Die Wahl war nötig geworden, nachdem Synodenpräses Andreas Köhn aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. Brademann erhielt 31 Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und zwei ungültigen Stimmen.
Strategie zu Kirchenimmobilien
Davor berieten die Syndoalen über die „Strategie Anhalt 2035“, der Schwerpunkt lag auf dem Thema Kirchenimmobilien. Die Synode stimmte dabei mit sieben Enthaltungen einem Pilotprojekt im Verbund Bernburg Nordwest zu. Dabei gehe es um eine Bestandsaufnahme und die Entwicklung von Kriterien für die Zukunft der anhaltischen Kirchenimmobilien.
Die Strategie solle auch die Gemeinden von Aufgaben zum Erhalt von Gebäuden entlasten. Brademann hatte bereits am Freitag erklärt, es gebe vor Ort vielfach „Sorgen, auf Entscheidungen keinen Einfluss mehr zu haben.“ Ein bisweilen „überambitionierter Zeitplan“ habe bei manchen das Gefühl geweckt, „an einem ganz zentralen Punkt kirchlichen Lebens überrumpelt zu werden“. Dass Kirchen nicht nur für die Gemeindemitglieder, sondern auch darüber hinaus eine wichtige Identitätsfunktion haben, sollte im weiteren Reformprozess stärker berücksichtigt werden. Mehr lesen.
Mitteldeutsche Zeitung
18.04., | Ängste vor Anhalt 2035
Landeskirche Anhalt wertet Debatte um Zukunftskonzept aus.
DESSAU/MZ. Die Synodalen der Evangelischen Landeskirche Anhalts haben am ersten Tag ihrer Beratungen intensiv das Thema Gewaltschutz diskutiert. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. So wurde die Kirchenleitung von den Synodalen damit beauftragt, ein Rahmenschutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt für die Einrichtungen der Evangelischen Landeskirche Anhalts vorzulegen. Dieses Schutzkonzept soll dann auf der Herbsttagung beraten und beschlossen werden. In diesem Zusammenhang sollen auch die landeskirchlichen Personalakten im Hinblick auf sexualisierte Gewalt überprüft werden.
Zuvor hatten die synodalen Ausschüsse ihren aktuellen Arbeitsstand bei der Umsetzung der Strategie „Anhalt 2035“ vorgestellt. Das Strategiepapier sei in der Landeskirche positiv aufgenommen worden, bilanzierte Dr. Jan Brademann. Er ist Vorsitzender des Sonderausschusses. Klärungen und weitere Diskussionen seien in strittigen Punkten aber noch nötig. So müsse noch geklärt werden, wie die Ehrenamtlichen eingebunden werden. Zu den kontroversen Themen gehöre auch die Zentralisierung und das Gebäudemanagement. Es gäbe Sorgen und Ängste in den Gemeinden, die ernst genommen werden müssten, so Brademann. Man sei aber ins Gespräch gekommen und auf einem guten Weg.
Als Gast der Synode hatte Hermann Lorenz, der Präsident der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz, zu Beginn ein Grußwort gehalten. Auch die Partnerkirche der Landeskirche Anhalts steht vor einem Reformprozess. Wie in Anhalt seien in der Pfalz Verfassungsänderungen und Kirchenreformgesetze auf den Weg gebracht worden, sagte Lorenz. So sollen etwa die bisherigen 15 Kirchenbezirke bis Januar 2029 zu vier großen Kirchenbezirken zusammengeführt werden. Lorenz hat sich angeboten, den Synodalen in Anhalt bei ihrem Reformprozess beratend zur Seite zu stehen. Am Nachmittag standen Führungen und ein öffentlicher Vortrag auf dem Programm. Am Sonntag wird die Synode mit weiteren Beratungen zum Strategiepapier und zu Kirchenimmobilien sowie der Wahl eines neuen Präses fortgesetzt.


