KLIMASCHUTZ
Gemeinsam die Zukunft gestalten:
Unser Klimaschutzkonzept für eine zukunftsfähige Kirche
Als Christen und Chriszinnen verstehen wir Klimaschutz als einen zentralen Auftrag aus unserem Glauben heraus. Die Bewahrung der Schöpfung ist kein optionales Thema, sondern gelebte Nächsten- und Zukunftsliebe – für die Menschen heute und für die kommenden Generationen.
Auch wir als Evangelische Landeskirche Anhalts stehen vor tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Strategieprozess Anhalt 2035 haben wir uns bereits auf den Weg gemacht, unsere Strukturen und unser Handeln neu auszurichten.
Seit Mai 2026 arbeiten wir an unserem Klimaschutzkonzept – einem weiteren wichtigen Schritt, um diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Dieses Konzept wird aufzeigen, wie wir - die Landeskirche, ihre Gemeinden und Einrichtungen - unsere Treibhausgasausstöße schrittweise reduzieren und langfristig Netto-Null erreichen können, im Einklang mit den Zielen der Strategie Anhalt 2035. Dabei geht es uns um eine gerechte Gestaltung des Zusammenlebens. Und das sind die einzelnen Schritte:
- Bestandsaufnahme: Wir erfassen unsere aktuellen Treibhausgasemissionen – von Kirchengebäuden über Mobilität bis hin zur Beschaffung – und fragen: Wo können wir nachhaltiger handeln?
- Ziele setzen: Klare Reduktionsziele werden uns Orientierung geben, z. B. eine deutliche Senkung der Emissionen bis 2030 und Klimaneutralität bis 2045.
- Maßnahmen entwickeln: Von energetischen Sanierungen über den Ausbau erneuerbarer Energien bis hin zu sozialverträglicher Mobilität – wir erarbeiten konkrete Schritte, die niemanden zurücklassen.
- Gemeinsam handeln: Jede Gemeinde ist eingeladen, sich mit eigenen Ideen und nach ihren Möglichkeiten einzubringen. Denn dieser Wandel gelingt nur im Miteinander.
- Transparenz schaffen: Regelmäßige Berichte werden zeigen, wo wir stehen und wie wir als Kirche unseren Beitrag zu einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft leisten.
Warum tun wir das? Weil wir als Kirche Teil der Lösung sein wollen – nicht aus sozial-ökologischer Notwendigkeit allein, sondern weil wir Verantwortung für unser Handeln in Gottes Schöpfung tragen. Klimaschutz ist für uns eine Frage der Gerechtigkeit: zwischen den Generationen, zwischen Arm und Reich, zwischen Globalem Norden und Globalem Süden. Mit der Strategie Anhalt 2035 und unserem Klimaschutzkonzept sichern wir unsere Handlungsfähigkeit in einer sich wandelnden Welt und zeigen: Unsere Kirche gestaltet ihre Zukunft in Verantwortung füreinander.


Das Integrierte Klimaschutzkonzept wird zu 100% durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMUKN) gefördert.
Titel des Vorhabens: „KSI: Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes mit Klimaschutzmanagement der Evangelischen Landeskirche Anhalts - Erstvorhaben“
Laufzeit: 01.05.2026 – 30.04.2028
Förderkennzeichen: 67K24426
Projektträgerin: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Mehr Informationen.
Unsere Klimaschutzmanagerin
Ronja Kopp stammt aus Reutlingen und ist seit 1. Mai als unsere Klimaschutzmanagerin tätig. Bei ihr laufen die Fäden zusammen: Sie koordiniert die Erstellung des "Integrierten Klimaschutzkonzepts", mit dessen Hilfe die Landeskirche Anhalts bis 2045 klimaneutral werden will. "Das geht nur gemeinsam", sagt die 35-Jährige und möchte damit zur Zusammenarbeit ermutigen und einladen.
Mit gemeinschaftlichen Gestaltungsprozessen kennt sich Ronja Kopp aus: Sie bringt dazu neben ihrer wissenschaftlichen Expertise auch Praxiserfahrung aus unterschiedlichsten Bereichen mit, vom kommunalen Klimaschutzmanagement über Bildungsarbeit zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit bis hin zur Organisation von Veranstaltungen zu diesen Themen.
Auf die Stelle der Klimaschutzmanagerin hat sie sich beworben, weil sie hier ihren christlichen Glauben einfach mit ihren beruflichen Anliegen verbinden kann.
Auch darüber hinaus engagiert sich Ronja Kopp für ein gutes Leben für alle. In Dessau, ihrem neuen Zuhause, begeistert sie die Vielfalt an tollen Angeboten wie das Werkstattcafé oder die Urbane Farm - und dass der Weg ins Grüne nie weit ist: "Die Umgebung Dessaus mit dem Fahrrad zu erkunden, und überhaupt: die Landeskirche Anhalts vor Ort kennenzulernen, darauf freue ich mich besonders, gerade jetzt im Frühsommer!"


Tipps zum Energiesparen
Die stark steigenden Preise für Heizenergie und Strom haben auch Folgen für Gemeinden und kirchliche Einrichtungen. Der sorgsame und klimaschonende Umgang mit den Ressourcen liegt im ureigenstenm Interesse der Kirchen.
Im Rundschreiben 27/2022 der Landeskirche wurde auf die neuen gesetzlichen Energiesparregelungen hingewiesen. Zusätzlich dazu werden hier Anregungen gegeben, die auf den Erfahrungen des Kirchlichen Energie- und Umweltmanagements beruhen.
Wir empfehlen, den Umgang mit Gas, Heizöl und Strom in den gemeindlichen Gremien zu beraten und die allgemeinen Einsparempfehlungen mit Augenmaß an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.
Die Umweltbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Siegrun Höhne, hat Hinweise zusammengestellt, wie Energie gespart und was bei energetische Sanierungen beachtet werden muss.
Weiterführende Informationen
Kontakte für Beratung zum Thema Energiesparen
