ÖKUMENE | PARTNERSCHAFTEN

Das Wort „ökumenisch“ geht auf den griechischen Begriff „oikoumene“ zurück und bedeutet „die bewohnte Erde“. Mit Ökumene ist der weltweite Dialog und die Gemeinschaft verschiedener christlicher Kirchen gemeint. Aus der urchristlichen Gemeinde sind im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Kirchen entstanden. Als Grundlage haben sie alle den Glauben an den einen Gott, den die Bibel bezeugt, setzen jedoch unterschiedliche theologische Akzente. Die Ökumene bemüht sich um die sichtbare Einheit in Zeugnis und Dienst, nicht unbedingt um die Aufhebung aller Unterschiede.
Die Evangelische Landeskirche Anhalts unterhält eine Vielzahl von Partnerschaftsbeziehungen zu Kirchen im In- und Ausland. Damit verbindet sich in den Gemeinden die Erfahrung, Teil der weltweiten Christenheit zu sein. Neben Partnerschaften auf landeskirchlicher Ebene gibt es in Anhalt in einer Vielzahl von Gemeinden zusätzliche Beziehungen zu Partnergemeinden.
Partnerschaften im Inland

Evangelische Kirche der Pfalz (protestantische Landeskirche)
- Partnerschaft seit Ende der 1940er Jahre
Lippische Landeskirche (protestantische Landeskirche)
- Partnerschaft seit Ende der 70er Jahre
Die Partnerschaften zur Evangelischen Kirche der Pfalz und zur Lippischen Landeskirche sind geprägt durch:
- gegenseitige Besuche der Kirchenleitungen
- die Pflege der Gemeindepartnerschaften
- Austausch von Anregungen und Informationen in Fragen der strukturellen Erneuerung und des Gemeindeaufbaus
- die Abstimmung in kirchenpolitischen Fragen
- die Vermittlung von finanziellen Hilfen in begrenztem Umfang
Weitere Kooperationen
Partnerschaften im Ausland

Tschechoslowakisch-Hussitische Kirche
- Partnerschaft mit Vertrag vom 28.10.1994, Kontakte seit 1985
- Jährliche Zahlungen aus dem Haushalt der Ev. Landeskirche Anhalts an die THK
- Austausch von Besuchergruppen
- Beratung und finanzielle Hilfe beim Aufbau diakonischer Einrichtungen der THK
- Beratung und Hilfe beim Ausbau der Rechtsordnung der THK
- Begegnungen einschließlich von Gruppen aus der Pfälzischen Ev. Kirche und aus der URC/England (Dreierkooperation)
- gegenseitige Besuche bei Synodaltagungen
- Austausch zwischen Diözesen der THK und den Kirchenkreisen der Ev. Landeskirche Anhalts
- Pflege der Gemeindepartnerschaften
Pennsylvania Southeast Conference (PSEC) der United Church of Christ (UCC)
- Partnerschaft durch Beschluss der anhaltischen Landessynode und der Vollversammlung der PSEC aus dem Jahr 1995)
- gegenseitige Informationen und Fürbitte füreinander
- gemeinsame Liturgien zu besonderen Anlässen
- gegenseitige Besuche von Kirchenleitungen und Synodalen und Gruppen
- Gemeindepartnerschaften stiften, stärken und entwickeln
- gemeinsame Pastoralkollegs in Anhalt oder Pennsylvania alle 2 Jahre
- Austausch von Chören und Musikgruppen
- Jugendaustausch
Church of Ireland (Anglikanische Kirche) – Diözese Limerick, Killaloe & Ardfert
Nach dem Beginn der Partnerschaft Anfang 2009 wurde am 21. Februar 2010 eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen. Die anhaltisch-irische Partnerschaft besteht in verbindlicher Weise in folgenden Teilbereichen:
- Evangelische Kirchengemeinde St. Marien Harzgerode (Kirchenkreis Ballenstedt) und Union der Kirchengemeinden von St. Mary in Shinrone (Diözese Limerick)
- Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Harzgerode (Kirchenkreis Ballenstedt) und Chor der Union der Kirchengemeinden von St. Mary in Nenagh (Diözese Limerick)
- Evangelische Grundschule Bernburg (Evangelische Landeskirche Anhalts) und St. Cronan´s National School Roscrea (Diözese Limerick)
- Evangelische Jugend Anhalt (Evangelische Landeskirche Anhalts) und United Diocesan Youth Council (Diözese Limerick)
Eine weitere Gemeindepartnerschaft zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde St. Martin Güntersberge (Kirchenkreis Ballenstedt) und einer Kirchengemeinde in Irland befindet sich im Aufbau.
Koordinator der gesamten Partnerschaft zwischen beiden Kirchen ist Kreisoberpfarrer .
Western Wollega Bethel Synod der Äthiopischen Ev. Mekane Yesu Kirche
- Partnerschaft durch Kirchenleitungsbeschluss vom 22.06.2005 im Rahmen des Berliner Missionswerkes
- gegenseitige Informationen und Fürbitten
- Betreuung von Besuchergruppen
- finanzielle Hilfen aus Anhalt für Projekte (z.B. Schulen und Kirchengärten in Äthiopien)
- Ziel: Gemeindepartnerschaften stiften, stärken und entwickeln

