AKTUELLES
17.06.26
Glaube macht Wir
Das Berliner Missionswerk zu Gast in Dessau-Roßlau
Im Rahmen seiner Sommerakademie war das Berliner Missionswerk heute (17. Juni 2026) mit 35 Interessierten aus aller Welt zu Gast in Dessau-Roßlau. Die Teilnehmer der Tagung diskutierten im Gemeinde,- und Diakoniezentrum St. Georg in Dessau über "Religion in Zeiten von Populismus". In seinem Impulsvortrag skizzierte Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, der Vertreter der evangelischen Kirchen in Anhalt und Mitteldeutschland beim Landtag, die aktuelle gesellschaftliche Situation in Sachsen-Anhalt: den demografischen Wandel, die Auswirklungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine, die daraus resultierenden Zukunfts,- und Existenzängste der Menschen. Populisten würden diese Ängste nutzen und weiter schüren, ohne Antworten zu haben. Die Aufgabe der Kirchen sei es, auf die Nöte der Menschen zu schauen, ein Miteinander, sowie Vertrauen, Mut und Zuversicht zu fördern. "Christlicher Umgang mit Populismus ist geprägt von der Ernsthaftigkeit des Aufeinanderhörens", so Steinhäuser "Er ist gebunden an die Achtung von Würde eines jeden und Respekt gegeneinander. Er ist geleitet von der Suche nach Kompromissen in komplexen Problemlagen."
Auch Oberkirchenrat Matthias Kopischke stellte das Wort "Alle" aus dem Wochenspruch „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) in den Mittelpunkt seiner Andacht. " Dieses Wort ist heute von erstaunlicher Aktualität. Denn wir merken in dieser Zeit, in der wir gerade leben, dass Menschen zunehmend gegeneinander ausgespielt werden. Ein Dualismus macht sich breit, frei nach dem Motto: Du gehörst dazu, Du nicht, Du bist etwas wert, Du nicht...Menschen werden gegeneinander abgegrenzt: Einheimische gegen Zugewanderte. Starke gegen Schwache. Leistungsfähige gegen Bedürftige. „Das Volk“ gegen diejenigen, die angeblich nicht dazugehören". Christinnen und Christen dürften dazu nicht schweigen. "Wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Hautfarbe oder ihrer Lebensgeschichte abgewertet werden, wird die Botschaft Jesu verletzt", so Matthias Kopischke. "Denn Jesus sagt: Alle. Nicht nur die Nützlichen. Nicht nur die Erfolgreichen. Nicht nur die, die einer Mehrheit angehören. Alle."


Das Berliner Missionswerk ist ein ökumenisches Zentrum der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Gegründet im Jahr 1824, initiiert und begleitet das Missionswerk Begegnungenund Partnerschaften weltweit, um Menschen zu unterstützen, sich wahrzunehmen und voneinander zu lernen. Es setzt sich für Frieden und Gerechtigkeit ein und fördert den Dialog zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen. Das Werk engagiert sich in Projekten in Afrika, im Nahen Osten, in Ostasien und in Kuba, um ein lebendiges christliches Zeugnis zu bewahren und Menschenrechte zu fördern.
13.06.26
Hoffest im Wolfgangstift
Musik, Begegnung und ein internationaler Hof mitten in Köthen
Zum vierten Mal lädt die Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob zum Hoffest in den Innenhof des Wolfgangstiftes ein. Von Mittwoch, 17. Juni bis Sonntag, 21. Juni 2026, wird der Hof an der Bärteichpromenade 12b zu einem offenen Ort für Begegnung, Musik, Gespräche und gemeinsames Feiern.
Das Wolfgangstift liegt mitten in der Stadt und bietet mit seinem ruhigen Innenhof zugleich einen geschützten und einladenden Rahmen. In dem Gebäude sind die Gemeinderäume der Kirchengemeinde, die Kita „Guter Hirte“ und die flexible Elternhilfe der Gemeinde untergebracht. „Dieser Hof verbindet vieles, was unsere Gemeinde ausmacht: Kinder, Familien, Beratung, Musik, Ehrenamt und Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Pfarrer Martin Olejnicki.
Den Auftakt bildet am Mittwoch, 17. Juni, ein Kuchenbasar der Kita „Guter Hirte“. Außerdem ist der Kinderchor der Kirchengemeinde zu erleben.
Am Donnerstag, 18. Juni, steht ein besonderer Anlass im Mittelpunkt: Die Migrationsberatung der Kirchengemeinde feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. Ab 15:00 Uhr lädt ein „internationaler Hof“ zum Mitfeiern ein. Geplant sind unter anderem Waffeln, Stockbrot, ein Trommelworkshop und Fassbrause. Am Abend treffen sich um 19:30 Uhr die Gesprächsformate „Bier & Bibel“ und der politische Stammtisch der Kirchengemeinde, um über Kirche und Politik ins Gespräch zu kommen.
Am Samstag, 20. Juni, kooperiert die Kirchengemeinde zum dritten Mal mit Rondo la Culturo. Gemeinsam bringen sie die Folkwerkstatt in den Innenhof des Wolfgangstiftes. Musik und ein vielfältiges Bühnenprogramm prägen diese Veranstaltung, die von der Partnerschaft für Demokratie gefördert wird.


Den Abschluss der Hoffestwoche bildet am Sonntag, 21. Juni, das Gemeindefest. Es beginnt um 14:00 Uhr mit einem Gottesdienst im Grünen. Im Anschluss lädt die Gemeinde zum Kaffeeklatsch im Hof ein.
Während der gesamten Hoffestwoche gibt es Fassbrause, an den Abenden außerdem Jakobusbier vom Brauhaus Köthen. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob lädt alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, mitzufeiern und den Innenhof des Wolfgangstiftes als lebendigen Ort in der Stadt zu erleben.
11.06.26
Mühlsdorf feiert seine neuen Kunstfenster
Goldene Ähren und blauer Himmel in den Fenstern der Mühlsdorfer Kirche - besonders eindrucksvoll und leuchtend, wenn die Sonne scheint. Zwölf neue Fenster gesellen sich im Kirchenschiff zu den bereits bekannten drei blauen Chorfenstern. Sie lassen den Kirchenraum auf besondere Weise erstrahlen. Der Künstler Julian Plodek hat in Zusammenarbeit mit den Derix-Glasstudios auch mit diesen Arbeiten die Erwartungen übertroffen und einen eindrucksvollen Ort der Besinnung und des Staunens geschaffen.
Gemeinsam mit allen Beteiligten haben die Mühlsdorfer dieses besondere Ereignis in einem festlichen Gottesdienst am Donnertag gefeiert. und die neuen Fenster eingeweiht. Dabei geht der Dank an alle Förderer, die dieses Projekt ermöglicht haben. Zu den Geldgebern zählen die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und zahlreiche private Spender. Im Anschluss gab Kaffee, Kuchen, Begegnung und Gespräche.


03.06.26
Besuch vom Berliner Missionswerk
Anhalt ist gar nicht so weit weg. Das ist nur eine Erkenntnis, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Missionswerkes heute mitnehmen. Eine Betriebsrüste hat 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "BMW" am Mittwoch zunächst ins Landeskirchenamt nach Dessau geführt. Aus einem gemeinsamen Frühstück mit Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer und drei Mitgliedern der Kammer für Mission und Ökumene wurde schnell ein intensiver Austausch. Die Berliner waren sehr interessiert am Strategieprozess Anhalt 2035 und an der Situation in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl.
Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Tempo des Reformprozesses und betonten, dass die Evangelische Landeskirche Anhalts als eine der Trägerkirchen des Berliner Missionswerkes ein langjähriger und verlässlicher Partner ist.

Pfarrer i.R. Justus Strümpfel aus Anhalt beeindruckte die Anwesenden mit seinen Erzählungen von den Anfängen der Ökumenearbeit in den 1960er Jahren und während der DDR-Zeit. Ein reger, intensiver Austausch, der fortgesetzt werden soll. Mitarbeiter des Berliner Missionswerkes haben angekündigt beim Sachsen-Anhalt Tag in Bernburg am kommenden Wochenende und beim Kirchentag im August in Dessau dabei zu sein.
31.05.26
Brand im Pfarrhaus Dessau-Ziebigk
In der Nacht zum Freitag hat es im Dachstuhl des Pfarrhauses in Dessau-Ziebigk gebrannt. Das Feuer wurde gegen 22:30 von Zeugen aus der Nachbarschaft gemeldet. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren umgehend vor Ort.
Bei der Brandbekämpfung musste ein Stück des Daches geöffnet und die dortigen Dachziegel entfernt werden. Durch die Löscharbeiten drang Wasser in zwei darunter befindliche Zimmer. Die Polizei beschlagnahmte im Anschluss den Brandort und leitete ein Verfahren zur Brandursachenermittlung ein.
Nach Angaben der Feuerwehr entstand Sachschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro. Konkrete Hinweise, wie es zu dem Brand kam, sind momentan nicht bekannt.
Pfarrer Stephan Grötzsch beendete vorzeitig seinen Urlaub. Nach seinen Worten geht es nun darum, aufzuräumen, das Dach abzudichten und die genauen Schäden zu sichten. Auswirkungen auf Gottesdienste, Trauungen und andere gemeindliche Veranstaltungen werde es nicht geben. Grötzsch danke für die spontane Hilfsbereitschaft der Menschen.

Das Pfarrhaus in Dessau-Ziebigk mit den Folgen des Brandes am Dach.
30.05.2026
Engagierte Jugendliche aus Gernrode gewinnen bundesweiten Wettbewerb für gesellschaftliches Engagement
Das Projektteam von "Nepal - Junge Gemeinde hilft!" aus Gernrode hat es geschafft und sich gegen 151 andere Projekte durchgesetzt: Aufgrund ihres herausragenden gesellschaftlichen Engagements in der Unterstützung von Kindern in Nepal durch kreative Spendenaktionen und die Förderung von Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder gewinnt die Projektgruppe den CHILDREN JUGEND HILFT Wettbewerb 2026.
Diese besondere Auszeichnung der Kinderhilfsorganisation CHILDREN FOR A BETTER WORLD führt das Team gemeinsam mit sieben anderen Siegerprojekten zu einem fünftägigen Engagement-Camp nach Berlin (07. bis 11. Oktober 2026). Dort nehmen die jungen Projektmacher*innen an spannenden Workshops teil, vernetzen sich untereinander und entwickeln ihre Projekte weiter. Während der Camptage bekommt jedes Projekt zudem zwei jugendliche Mentor*innen zur Seite gestellt.Den Höhepunkt des Camps bilden eine feierliche Abendgala inklusive Preisüberreichung sowie voraussichtlich ein exklusiver Empfang in Schloss Bellevue durch Elke Büdenbender, der Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.
"Nepal - Junge Gemeinde hilft!" - Eine Gruppe Jugendlicher der Jungen Gemeinde aus dem Kirchenkreis Ballenstedt engagiert sich mit großem Einsatz für die Shree Sita Basic School in Chautara, Nepal. Durch verschiedene Spendenaktionen, insbesondere ihren Stand auf dem Weihnachtsmarkt, sammelt die Gruppe Geld, um die Bildungsbedingungen der Kinder vor Ort zu verbessern. Mit den Einnahmen werden Lernmaterialien, Spielzeug für den Kindergartenbereich sowie gefüllte Schulrucksäcke für die Schüler*innen in Nepal finanziert. Ziel des Projekts ist es, Kindern den Zugang zu Bildung zu erleichtern und sie auf ihrem Schulweg so zu unterstützen, dass sie ihre Grundschulzeit erfolgreich absolvieren können.
Mitte Mai hat in München eine hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus zwölf erwachsenen und jugendlichen Engagementexpert*innen, getagt und über die diesjährigen Siegerprojekte des JUGEND HILFT Wettbewerbs entschieden. Die Jury war vom Einsatz und dem herausragenden Engagement der jungen Projektmacher*innen sehr beeindruckt. Die Projektmitglieder übernehmen bereits in jungem Alter Verantwortung und sind so aktive Gestalter*innen für unsere Gesellschaft.


Die Junge Gemeinde Gernrode engagiert sich für Nepal und ist dafür nun ausgezeichnet worden.
CHILDREN FOR A BETTER WORLD ist eine spendenfinanzierte Kinderhilfsorganisation mit Sitz in München. Der Verein wurde 1994 von 30 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik gegründet. In seinen Programmen setzt sich CHILDREN in den Themenbereichen Kinderarmut, Engagementförderung und Demokratiebildung ein. Der Verein arbeitet transparent, wirkungsorientiert und wurde mit wichtigen Preisen ausgezeichnet.
27.05.2026
Stephan Aniol ist neuer Pfarrer in Bernburg Nordwest
Stephan Aniol hat seine Arbeit als Pfarrer im Verbundf Bernburg Nordwest aufgenommen. Er war bei einem Gottesdienst am Himmelfahrtstag in Hohenerxleben in sein Amt eingeführt worden. Stephan Aniol tritt die Nachfolge von Kornelius Werner an, der im vergangenen Jahr eine Pfarrstelle auf dem Darß angenommen hatte.
Der Bernburger Kreisoberpfarrer Sven Baier dankte Stephan Aniol beim Gottesdienst dafür, dass er diese Aufgabe übernommen hat. Die Gemeinden stünden angesichts des demographischen Wandels vor großen Herausforderungen. Um in diesen Zeiten zu bestehen, brauche es Kraft, Geduld und festen Glauben.
An die Gemeindeglieder gewandt sagte Stephan Aniol, er freue sich auf die die Arbeit und das Miteinander in den Gemeinden.
Stephan Aniol ist 60 Jahre alt. Er ist in Burg bei Magdeburg geboren. Der Theologe ist bislang als Pfarrer in Nienburg tätig und war Kreisjugendpfarrer im Kirchenkreis Bernburg.


Pfarrer Stephan Aniol (links) und Kreisoberpfarrer Sven Baier
23.05.2026
Kirchen neu denken
Ausstellung „Kirchen–Räume–Perspektiven“ in der Auferstehungskirche in Dessau | Eröffnung am Mittwoch, 27. Mai, 11 Uhr
Wie können Kirchenräume in Zukunft genutzt werden? Welche Rolle spielen sie für Gemeinschaft und Teilhabe in unseren Städten und Dörfern? Mit diesen Fragen setzt sich die Modell-Ausstellung „Kirchen–Räume–Perspektiven – Kirchen als Quartiersanker für unsere Zeit“ auseinander, die am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 11.00 Uhr in der Auferstehungskirche Dessau eröffnet wird.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen innovative Ideen zur Weiterentwicklung von Kirchenräumen. Studierende der TU Dresden haben mittelalterliche Dorfkirchen untersucht, deren Bedeutung für Gemeinden und Gesellschaft analysiert und zukunftsweisende Nutzungskonzepte entwickelt. Die Entwürfe und Modelle zeigen, wie Kirchen über den Gottesdienst hinaus als Orte lebendiger Begegnung, gemeinschaftlicher Nutzung und sozialer Teilhabe gestaltet werden können.
Die Ausstellung ist Teil des Thementags „Kirchbau – Seele und Substanz“ und lädt dazu ein, neue Perspektiven für den Umgang mit Kirchenräumen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Vernissage: Mittwoch, 27. Mai 2026, 11.00 Uhr
Ort: Auferstehungskirche Dessau, Fischereiweg 43, 06846 Dessau-Siedlung
Die Ausstellung ist vom 27. Mai bis 17. Juni 2026 zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr sowie freitags von 16 bis 18 Uhr; weitere Besuche sind nach Anmeldung möglich.


21.05.2026
Regenbogenfarben für die Demokratie
Zerbster Grundschüler der Evangelischen Bartholomäischule setzen Zeichen für Zusammenhalt in Vielfalt
Ein starkes Signal für Frieden, Menschenrechte und Demokratie kommt aus Zerbst. Die Evangelische Bartholomäischule und der dazugehörige Schulhort beteiligten sich aktiv am bundesweiten Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“. Alle 83 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 bildeten gemeinsam mit den Mitarbeitenden eine bunte Menschenkette auf dem Schulgelände.
In den vergangenen Wochen haben sich die Kinder im Unterricht und im Hort intensiv mit den Themen Vielfalt und Demokratie auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind sichtbare Botschaften: In Kooperation mit dem Grundschulhort entstanden zahlreiche selbst gestaltete Plakate und Banner in Regenbogenfarben. Diese Banner tragen den zentralen Slogan „Zusammenhalt in Vielfalt“ und werden während der Fotoaktion von den Kindern stolz in die Höhe gehalten.
Teil einer bundesweiten Initiative
Mit dieser Aktion folgt die Zerbster Schule einem gemeinsamen Aufruf der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als langjährige Mitglieder der „Initiative kulturelle Integration“ haben die Kirchen christliche Schulen bundesweit dazu aufgerufen, am 21. Mai ein sichtbares Zeichen zu setzen. Die entstehenden Fotos werden am Aktionstag veröffentlicht, um die Vielfalt an Bildungseinrichtungen zu demonstrieren.


Ein selbstgestaltetes Banner der Schulkinder der Evangelischen Bartholomäischule in Zerbst.
Starkes Bündnis der Träger
Die Aktion zeigt auch die enge Vernetzung der lokalen Institutionen. Die Evangelische Bartholomäischule befindet sich in der Trägerschaft der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Der angeschlossene Grundschulhort wird vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Dessau e.V. getragen. Gemeinsam möchten die Verantwortlichen zeigen, dass demokratische Werte und der Schutz der Menschenrechte bereits im Grundschulalter gelebt und gelernt werden.
12.05.2026
Fleißige Helferinnen und Helfer
Arbeitseinsatz an St. Jakob in Köthen
Zwölf Jungen und Mädchen der Evangelischen Grundschule Köthen haben heute die Beete an der Nordseite der St. Jakobskirche neu bepflanzt und von Müll befreit. Die Aktion fand im Rahmen des Sozialtages der Schule statt.
Begleitet und angeleitet wurden die Kinder von Lehrerin Frau Blume und Horterzieherin Frau Huffzieger. Gemeinsam wurde angepackt, gesammelt, gepflanzt und verschönert. So sind die Beete an der Kirche wieder zu einem freundlichen Blickfang mitten in der Stadt geworden.
Pfarrer Martin Olejnicki zeigt sich froh und dankbar über das Engagement der kleinen Helferinnen und Helfer. „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude und Einsatz die Kinder Verantwortung für ihre Stadt übernehmen“, so Olejnicki. Zugleich verbindet er mit der Aktion die Hoffnung, dass die neu bepflanzten Beete künftig geachtet und nicht wieder als Ablage für Müll genutzt werden.
Die Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob dankt den Kindern, Frau Blume, Frau Huffzieger sowie der Evangelischen Grundschule Köthen herzlich für diesen Einsatz.


10.05.2026
Kirche und Politik im Gespräch
Diskussionsrunde vor der Landtagswahl in der Kirche St. Georg Raguhn - Zu Gast ist Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, Beauftragter bei Landtag und Landesregierung
Wie arbeiten Kirche und Parteien im Magdeburger Landtag zusammen? Welche Rolle spielt Religion im politischen Geschehen Sachsen-Anhalts? Gut vier Monate vor der Landtagswahl laden die Kirchengemeinden an Mulde und Fuhne unter dem Motto "Miteinander reden" am Dienstag, 12. Mai, zu einer Gesprächsrunde ein, bei der über das Verhältnis von Kirche und Politik diskutiert wird. Beginn in der Kirche St. Georg Raguhn ist um 18 Uhr.
Zu Gast ist Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei Landtag und Landesregierung Sachsen-Anhalt, der von seiner Arbeit in Magdeburg in der aktuellen politischen Situation berichten wird. Erwartet werden weitere Gesprächspartner, darunter Uwe Kröber, Präses der Kreissynode des Kirchenkreises Wittenberg. Die Moderation übernehmen Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch und Pfarrerin Ina Killyen. Das Auditorium ist zum Mitdiskutieren eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Kontakt für Rückfragen:
Pfarrerin Ina Killyen
ina.killyen@kircheanhalt.de
Tel. 034906 / 490 86

Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser
10.05.2026
"See you" - Gelungener Konfirmandentag
85 Konfirmandinnen und Konfirmanden mit guter Laune in Großpaschleben
Der Konfirmandentag stand unter dem Motto „See you“. Schon zu Beginn wurden sie neugierig und auch ein wenig irritiert: Mehrere Minions mit ihren typischen großen Brillen schauten ihnen überall entgegen. Irgendwie entstand das Gefühl, ständig beobachtet zu werden. Doch genau darum sollte es an diesem Tag gehen.
„See you“ sagt man schnell einmal im Alltag. Aber was steckt eigentlich dahinter? Geht es nur um ein Wiedersehen? Oder auch darum, wirklich gesehen zu werden? Gemeinsam machten sich die Jugendlichen auf die Suche nach Antworten. Dabei begegneten ihnen biblische Geschichten von unscheinbaren Menschen, die plötzlich Bedeutung gewannen. Fragen standen im Mittelpunkt wie: Wer sieht mich – so, wie ich wirklich bin? Und wen übersehe ich vielleicht selbst im Alltag?
Am Nachmittag wurde das Thema ganz praktisch erfahrbar. In verschiedenen Spielen und Aktionen mussten die Jugendlichen ein Labyrinth blind durchqueren, Begriffe auf einem Flipchart hoch oben im Baum darstellen oder ihr eigenes Ich auf einer Spiegelfliese gestalten.
Dabei waren Teamgeist, Vertrauen und Kreativität gefragt. Leonie (14 Jahre) meinte dazu: „Die Spiele waren richtig cool, aber am meisten bleibt mir hängen, dass jeder gesehen werden möchte – auch die, die sonst eher leise sind.“
Die Begeisterung und das Engagement der Konfirmandinnen und Konfirmanden waren dabei deutlich spürbar – und vielleicht nahmen viele am Ende des Tages die Erfahrung mit, nicht nur gesehen zu werden, sondern auch selbst genauer hinzuschauen. (Text und Fotos: Silvia Schmidt)
07.05. 2026
Thurland feiert
Gottesdienst und Festkonzert in der Dorfkirche Thurland - Christi Himmelfahrt, 14. Mai, 10 Uhr (Gottesdienst) und 13 Uhr (Konzert)
Die Kirchengemeinde Thurland feiert in ihrer Dorfkirche im Gottesdienst am Himmelfahrtstag, 14. Mai, um 10 Uhr, sowie mit einem Festkonzert um 13 Uhr feiert gleich drei Jubiläen: Erinnert wird an die Weihe der Kirche vor 270 Jahren am 25. April 1756, zu der das Anhaltinische Fürstenhaus zwei Abendmahlsgeräte stiftete. Weiterhin wurde 1996, also vor 30 Jahren, die neue Turmspitze in Dienst genommen. Schließlich wurde vor 25 Jahren, im Jahr 2001, die neu gegossene Glocke der Kirche geweiht.
Nach dem Gottesdienst an Christi Himmelfahrt lädt die Kirchengemeinde traditionell zum Beisammensein bei Speisen und Getränken ein. Die Predigt hält Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch, der Gottesdienst wird vom Arbeitskreis Gottesdienst der Kirchengemeinden an Mulde und Fuhne mitgestaltet.
Um 13 Uhr schließt sich ein Festkonzert mit Kirchenmusiker Florian Zschucke an der Orgel und dem Handglockenchor Anhalts unter Leitung von Florian Zeller an, Kirchenmusiker in Köthen. Es erklingt unter anderem das Konzert d-Moll für Orgel und Streicher mit Florian Zschucke als Solist. Der Eintritt ist frei, um Spenden am Ausgang wird gebeten. Der Eintritt ist frei.
06.05. 2026
Abraham - Vater vieler Völker
Die Evangelische Singschule Dessau führt das Musical in Dessau und Roßlau auf
Die Evangelische Singschule Dessau lädt im Mai zu einem besonderen musikalischen Erlebnis ein: Am 9. Mai 2026 um 16.00 Uhr in der Johanniskirche Dessau sowie am 10. Mai 2026 um 16.00 Uhr in St. Marien Roßlau wird das Musical „Abraham – Vater vieler Völker“ aufgeführt.
An den Aufführungen wirken alle Gruppen der Singschule im Alter von 5 bis 18 Jahren mit und bringen die biblische Geschichte von Abraham und Sara auf die Bühne.
Das Musical von Fritz Baltruweit und Lothar Veith erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Glaubensweges: Im Mittelpunkt stehen Abraham und Sara, deren Leben geprägt ist von Aufbruch, Zweifel, Hoffnung und Vertrauen. Die Handlung beleuchtet ihre Beziehung ebenso wie die großen Verheißungen Gottes, die ihr Leben bestimmen.
Dabei schlägt das Stück eine Brücke in die Gegenwart: Die Figur Johanna begleitet das Geschehen aus heutiger Perspektive und eröffnet besonders jungen Zuschauerinnen und Zuschauern einen Zugang zu den biblischen Erzählungen.
Die Geschichte Abrahams ist von besonderer Bedeutung, da sich Judentum, Christentum und Islam gleichermaßen auf ihn beziehen. Das Musical greift diese verbindende Dimension auf und macht zentrale Themen wie Glaube, Zweifel und Segen auf lebendige und auch humorvolle Weise erfahrbar.
Der Eintritt zu beiden Aufführungen ist frei, Spenden sind willkommen.


Impressionen von Aufführungen der Singschule im Jahr 2023
01.05. 2026
Anhaltspunkt: Ständchen zum Jubiläum
von Ina Killyen
Der Countdown läuft: nur noch wenige Tage bis zum Finale des European Song Contest 2026. In diesem Jahr ist Wien der Austragungsort. Sind Sie dabei vor dem Bildschirm? Mit Freunden und Snacks? Das ist fein, aber – ich gebe es offen zu - noch schöner finde ich es, Musik selbst zu machen. Denn wer das tut, wird Teil eines Ganzen, das größer ist als man selbst. Der Philosoph Arthur Schopenhauer hat gesagt: „Musik ist die einzige Kunst, durch die man sein Ego verlieren kann."
Besonders eindrücklich erlebe ich das, wenn ich mit anderen singe. Gemeinsam können wir unsere eigene Stimme vervielfachen, bilden einen Klangkörper, der vermag, was niemand allein schafft. Wenn ich im Chor singe, dann freue ich mich darauf, mal neben dieser, mal neben jener Person zu stehen, mal Hilfe leistend, weil ich den richtigen Ton finde. Mal auch Hilfe suchend. Es gefällt mir aber auch, Quatsch zu machen, jemandem auf der anderen Seite zuzulächeln und manchmal murmelnd meinen Unmut kundzutun.
Singen findet zwar im Hier und Jetzt statt, doch es verbindet zugleich Vergangenheit und Zukunft. In der Musik lösen sich Zeitgrenzen auf, denn kaum ist ein Ton verklungen, wird er schon zur Erinnerung – während wir auf den nächsten warten, der noch nicht angestimmt wurde. Wenn ich selbst musiziere, erfahre ich: Musik ist flüchtig, vergänglich, endlich. Und sie lädt uns ein auf eine höheren Bewusstseinsebene. Vielleicht wird die Fernsehübertragung auch zu diesem 70. Jubiläum des ESC deshalb mit einem „Wort zum Sonntag“ beginnen. Ein geistlicher Moment der Besinnung vor dem musikalischen Fest der Völker.

Ina Killyen, Pfarrerin Ev. Kirchengemeinden an Mulde und Fuhne
Was dann kommt, ist Begegnung und Gemeinschaft. Völkerverständigung ganz praktisch. Der Wettbewerb möchte Menschen - über alle Grenzen hinweg durch Musik – miteinander verbinden. So werden Brücken gebaut zwischen Kulturen und Ländern, auch wenn in diesen turbulenten Zeiten immer wieder die Politik hineinregiert in die Welt der Musik. Das Ziel bleibt seit 70 Jahren gleich: Im friedlichen Wettstreit ein Loblied auf die Musik und die Gemeinschaft zu singen. Wann haben Sie das letzte Mal gesungen? Nicht nur unter der Dusche meine ich, sondern mit anderen zusammen. Friedlich, fröhlich. Proben Sie ruhig schon mal. Noch ist Zeit bis zum großen Finale am 16. Mai.
21.04. 2026
Klimapolitik sozial gerecht gestalten – aber wie?
Vortrag und Diskussion mit der Klimaforscherin Dr. Brigitte Knopf im Umweltbundesamt Dessau am 23. April, 19:00
Wie kann Klimaschutz gelingen, ohne soziale Ungleichheiten weiter zu verschärfen? Dieser Frage geht die Klimaforscherin Dr. Brigitte Knopf am Donnerstag, 23. April 2026, beim Dessauer Abend im Umweltbundesamt in Dessau nach. Beginn der kostenfreien Veranstaltung ist um 19.00 Uhr.
Klima- und Umweltpolitik sind eng mit sozialen Fragen verknüpft. Hitze, Extremwetter, Lärm oder Luftverschmutzung treffen vor allem Menschen mit geringeren Einkommen. Gleichzeitig belasten steigende Energiepreise und Kosten für Umweltauflagen viele Haushalte überproportional. Laut Dr. Knopf hat die Klimapolitik der vergangenen Jahrzehnte deshalb soziale Schieflagen teilweise verschärft – und müsse künftig deutlich gerechter ausgestaltet werden.
In ihrem Vortrag skizziert die Direktorin des Berliner Forschungsinstituts Zukunft KlimaSozial zentrale Eckpfeiler einer sozial gerechteren Klima- und Umweltpolitik. Dazu zählen etwa eine zielgenauere Ausgestaltung von Förderprogrammen sowie die Rückerstattung von CO₂-Einnahmen an die Bevölkerung, zum Beispiel in Form eines sogenannten Klimagelds. Nur wenn Klimapolitik als fair wahrgenommen werde, könne sie langfristig gesellschaftliche Akzeptanz finden.
Ein Grußwort spricht Dr. Jeremias Herberg, Leiter des Präsidialbereichs des Umweltbundesamtes. Die anschließende Diskussion moderiert Jörg Göpfert von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Evangelischen Akademie Sachsen‑Anhalt, der Evangelischen Erwachsenenbildung Anhalt und des Umweltbundesamtes.
Termin: Donnerstag, 23. April 2026, 19.00 Uhr
Ort: Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau‑Roßlau
Eintritt: frei

Dr. Brigitte Knopf
Dr. Brigitte Knopf war bis September 2025 Mitglied des Expertenrats für Klimafragen der Bundesregierung und zählt zu den profiliertesten Stimmen für eine sozial gerechte Ausgestaltung der Klimatransformation in Deutschland.
17.04. 2026
„Angedacht“ von Martin Olejnicki
19. bis 25. April bei MDR Sachsen-Anhalt
Frösche beim Karneval und Orte, an denen man sich heimisch fühlt, das sind nur zwei Themen, denen sich Martin Olejnicki in seiner nächsten Staffel "Angedacht" widmet. Sie wird vom Sonntag, 19. April bis Samstag, 25. April bei MDR Sachsen-Anhalt zu hören sein. Die Gedanken zum Tage werden werktags 5.50 Uhr und 9.50 Uhr gesendet, am Wochenende 8.50 Uhr. Außerdem stehen die Beiträge in der App des Senders und als Podcast zur Verfügung. Dort kann man dann auch hören, warum sich Martin Olejnicki Gedanken über kleine Eselchen und Kirschbäume macht und welche Erkenntnisse er über einen Haufen Stöcke vor seiner Haustür sammelt. In der Folge vom Dienstag, den 21. April spricht er über einen Kerzenleuchter, der mal eine Patronenhülse war. Abgefeuert im Krieg in der Ukraine, bemalt von einer Künstlerin mit Mohnblumen. Der Kerzenleuchter soll zeigen, dass man mit Pinsel und Farbe, mit Fantasie und Geduld, mit Hoffnung und Händen aus etwas Furchtbarem etwas Neues machen kann.
Hier finden Sie die Texte der "Angedacht"-Beiträge.
Hier finden Sie weitere Informationen über Kirche und Religion im MDR.

Der Köthener Pfarrer Martin Olejnicki im MDR Studio Dessau
18.04. 2026
Dr. Jan Brademann ist neuer Präses
Die Synodalen der Evangelischen Landeskirche Anhalts haben die Frühjahrssynode beendet
Mit der Wahl von Dr. Jan Brademann ist die Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts zu Ende gegangen. Der Archivar der Landeskirche und bisherige Beisitzer des Präsidiums erhielt 31 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen, zwei Stimmen waren ungültig. Brademann hatte die Synode bereits kommissarisch geleitet. Der frühere Präses, Andreas Köhn, hatte wenige Wochen zuvor das Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt. Im Gottesdienst am Morgen war er offiziell verabschiedet worden.
Brademann war einziger Kandidat. Nach seiner Wahl sagte er: “Die Strategie Anhalt 2035 braucht nun ein Prozessdesign, klare Zuständigkeiten und Fristen sowie eine Analyse der bestehenden und künftigen Aufgaben von Kirche.“ Die jetzt anstehenden Prozesse und Veranstaltungen zielen immer auch darauf, dass "wir als Landeskirchengemeinde zusammenkommen, dass wir uns fröhlich unseres Glaubens versichern und unseren Zusammenhalt stärken." Es gehe außerdem darum, "dass wir gemeinsam mit vielen anderen Menschen Ja sagen zu diesem wundervollen Land, seiner Geschichte und Kultur und vor allem auch der Freiheit und der Solidarität, auf denen es steht und auf denen es weiter gedeihen wird.“
Zuvor hatten die Synodalen einmütig Änderungen am Gewaltschutzgesetz beschlossen. So ist unter anderem die Einrichtung einer unabhängigen Anerkennungskommission gemeinsam mit der EKM und der Diakonie vorgesehen. Sie soll Betroffenen, die sexualisierte Gewalt durch Mitarbeitende erfahren haben, Unterstützung anbieten.
Wie am Vortag war die Strategie Anhalt 2035 ein Thema. Heute standen die Kirchenimmobilien im Mittelpunkt. Pfarrerin Bärbel Spieker vom Strategieausschuss stellte einen Überblick und erste strategische Überlegungen vor. Die Synode stimmte einem Pilotprojekt zu, das, vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeinden, im Verbund Bernburg Nordwest realisiert werden soll. Dabei geht es um eine fundierte Bestandsaufnahme und um die Entwicklung von Kriterien für die Zukunft von anhaltischen Kirchenimmobilien.
Die Synode beauftragte den Verfassungs- und Rechtausschuss, einen Vorschlag für die Änderung der Verfassung vorzulegen. Dabei geht es um die Einführung eines "Erprobungsartikels", der im Transformationsprozess befristete Abweichungen von verfassungs- und einfachgesetzlichen Regelungen ermöglicht. Bei der Herbstsynode sollen entsprechende Vorschläge dargelegt und diskutiert werden. Der Beschluss wurde mit zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen angenommen.
Zum Abschluss der Synode lud der neue Präses zum Kirchentag in Dessau ein, den die Landeskirche kurz vor der Landtagswahl für den 30. August plant.

Beifall für den neuen Präses: Dr. Jan Brademann
Der Historiker und Archivar Dr. Jan Brademann ist verheirateter Familienvater. Er wurde 1977 in Wolfen geboren. Brademann studierte Geschichte in Halle/Saale und Caen. Er promovierte in Münster. Seit 2019 ist er Leiter des Archivs der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Brademann ist Autor, Herausgeber und Rezensent zahlreicher geschichtswissenschaftlicher Fachveröffentlichungen mit dem Schwerpunkt der Kirchengeschichte Anhalts. Seit 2015 ist er ordentliches Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt.

Der frühere Präses Andreas Köhn wurde am Morgen im Rahmen eines Gottesdienstes verabschiedet. Er hatte das Amt aus pruvaten Gründen niedergelegt.
17.04. 2026
Die Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts tagt in Dessau
Intensive Beratungen und Diskussionen über das Gewaltschutzgesetz und die Zukunftsstrategie
Die Synodalen der Evangelischen Landeskirche Anhalts haben am ersten Tag ihrer Beratungen intensiv das Thema Gewaltschutz diskutiert. So wurde die Kirchenleitung damit beauftragt, ein Rahmenschutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt für die Rechtsträger und Einrichtungen der Evangelischen Landeskirche Anhalts vorzulegen. Dieses Schutzkonzept soll dann auf der Herbsttagung beraten und beschlossen werden. In diesem Zusammenhang sollen auch die landeskirchlichen Personalakten im Hinblick auf sexualisierte Gewalt analysiert werden.
Zuvor hatten die synodalen Ausschüsse ihren aktuellen Arbeitsstand bei der Umsetzung der Strategie "Anhalt 2035" vorgestellt. Das Strategiepapier sei in der Landeskirche positiv aufgenommen worden, bilanzierte Dr. Jan Brademann, als Vorsitzender des Sonderausschusses. Klärungen und weitere Diskussionen seien in strittigen Punkten aber noch nötig. So müsse noch geklärt werden, wie Ehrenamtlichen eingebunden werden. Zu den kontroversen Fragen gehöre auch die Zentralisierung und das Gebäudemanagement. Es gäbe Sorgen und Ängste in den Gemeinden, die ernst genommen werden müssten, so Brademann. Man sei ins Gespräch gekommen. So sein erstes Fazit.
Als Gast der Synode hatte Hermann Lorenz, der Präsident der Landesynode der Evangelischen Kirche der Pfalz zu Beginn ein Grußwort gehalten. Auch die Partnerkirche der Landeskirche Anhalts steht vor einem Reformprozess. Auch in der Pfalz sind Verfassungsänderungen und Kirchenreformgesetze auf den Weg gebracht worden, so Lorenz. So sollen etwa die 15 Kirchenbezirke bis Januar 2029 zu vier großen Kirchenbezirken zusammengefügt werden. Hermann Lorenz hat sich angeboten, den Synodalen in Anhalt bei ihrem Reformprozess beratend zur Seite zu stehen.
Am Nachmittag standen Führungen und ein öffentlicher Vortrag auf dem Programm. Am Sonnabend geht die Synode weiteren Beratungen zum Strategiepapier und zu Kirchenimmobilien, sowie der Wahl eines neuen Präses weiter.
Hier finden Sie die vorläufige Tagesordnung und den vorläufigen Zeitplan.

Dr. Jan Brademann stellte einen Zwischenbericht zum Strategieprozess "Anhalt 2035" vor

Dr. Marlene Kowalski von der Landeskirche Hannover stellt verschiedene Studien zum Thema sexuslisierte Gewalt vor.
17.04. 2026
Die Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts hat begonnen
Die Synodalen beraten zwei Tage lang in der Auferstehungskirche Dessau
In der Dessauer Auferstehungskirche hat heute die Frühjahrssynode der Evangelischen Landeskirche Anhalts begonnen. Die Beratungen werden bis Samstagnachmittag dauern. In seiner Eröffnungsrede erklärte der kommissarische Präses, Dr. Jan Brademann, es sei wichtig aus den Erfahrungen der Geschichte zu lernen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Brademann sagte: "Vergangenheit, Zukunft, Ewigkeit – in der Gegenwart dieser Synode fließen diese Dimensionen in allen Themen zusammen, denen wir uns widmen.“ Die Synode werde zurückschauen auf sexualisierte Gewalt in der Kirche, die verschwiegen worden ist und künftig EKD-weit besser verhindert werden soll.
Darüber hinaus hob der kommissarische Präses einen Besuch des Bauhauses am Freitagnachmittag hervor: „Wir werden uns das Bauhaus ansehen und auch in diesem Zusammenhang etwas über die Verstrickungen unserer Kirche in Schuld erfahren.“ Der dritte Schwerpunkt ist der Strategieprozess Anhalt 2035. Dr. Brademann erläuterte, dass bei diesem Thema die Zukunftsdimension am stärksten ausgeprägt sei, aber eben auch viele verschiedene Vergangenheiten zu bewältigen seien. „Entscheidend ist dabei, dass wir eines Geistes werden," sagte Dr. Brademann zur Eröffnung der Synode.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die Wahl eines neuen Präses. Der frühere Amtsinhaber Andreas Köhn war vor einigen Wochen aus privaten Gründen zurückgetreten. Im Rahmen der Synode wird es am Freitag, 17. April um 17 Uhr einen öffentlichen Vortrag im Bauhausgebäude geben. Darin geht es um die anhaltische Landeskirche in den Jahren zwischen 1918 und 1933.
Hier finden Sie die vorläufige Tagesordnung und den vorläufigen Zeitplan.
Die Landessynode
Die Synode besteht aus 32 von den Ältesten der Kirchenkreise gewählten sowie sechs von der Kirchenleitung berufenen Synodalen, zwei davon sind Jugendsynodale. Sie treffen sich in der Regel zwei Mal im Jahr zu Tagungen, dazwischen arbeiten die Synodalen in Ausschüssen. Eine Legislaturperiode dauert sechs Jahre.


16.04. 2026
Im Sog des Kulturkampfs. Die anhaltische Kirche zwischen 1918 und 1933
Öffentlicher Vortrag im Bauhaus Dessau (17.04.2026, 17 Uhr)
Im Rahmen der Frühjahrsynode lädt die Landeskirche zu einem öffentlichen Vortrag ein. Er findet Freitag, 17. April, 17 Uhr in der Aula des Bauhauses Dessau statt. Dr. Jan Brademann, Landeskirchenarchivar und Historiker, beleuchtet darin die Rolle der Landeskirche in der politisch und gesellschaftlich hochgradig polarisierten Zeit der Weimarer Republik.
Im Mittelpunkt stehen die Spannungen zwischen demokratischer Neuordnung nach 1918 und den tief verwurzelten nationalprotestantischen Traditionen der Kirche. Der Vortrag zeigt, wie sich Teile der Kirche zunehmend in einem „Kulturkampf“ gegen Säkularisierung, Sozialismus und gesellschaftliche Modernisierung positionierten – und welche Folgen dies für ihr Verhältnis zur Republik und schließlich zum Nationalsozialismus hatte.

Zeitung aus dem Jahr 1925 aus dem Archivbestand der Landeskirche.
So wird deutlich, dass die Entwicklungen von 1933 nicht plötzlich „von außen“ über die Kirche kamen, sondern in längeren ideologischen und politischen Prozessen vorbereitet wurden. Der Vortrag bietet damit eine differenzierte Perspektive auf die Wechselwirkungen von Religion, Politik und Gesellschaft in einer entscheidenden Phase deutscher Geschichte.
Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.
14.04.2026
Hella De Santarossa in Wertlau
Zuwachs bei der Engelschar
Die Engelschar in der Kirche in Wertlau hat Zuwachs bekommen: Zwei neue Kunstwerke der Berliner Künstlerin Hella De Santarossa erweitern das bereits bekannte Engelensemble, das bundesweit Aufmerksamkeit erregt hat. Mit der feierlichen Fensterpräsentation im Gottesdienst am 12. April um 17 Uhr stellte die Kirchengemeinde die jüngsten Ergänzungen der Öffentlichkeit vor.
Bereits 2014 sorgte der erste „Wertlauer Engel“ bei der Landesausstellung Glanzlichter im Naumburger Dom für großes mediales Echo. 2023 folgte ein zweiter Engel mit Posaune. Nun vervollständigen zwei weitere gläserne Engel das Engelquartett im Chorraum der Kirche. Die neuen Fenster wurden in den DERIX Glasstudios Taunusstein gefertigt und ersetzen marode Vorgängerfenster.
Die Künstlerin Hella Santarossa war zur Präsentation persönlich anwesend, ebenso Rainer Schmitt, Geschäftsführer der Derix Glasstudios. Auch der Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann erfreute sich an den neuen Wertlauer Fenstern.
Die Wertlauer Kirche gehört zum Projekt "Lichtungen".
12.04. 2026
"Sportie" und Post von der Algarve
Pfarrer Lutz-Michael Sylvester hat einer dritten Klasse einer deutschen Schule in Portugal geholfen
Die Lehrerin einer 3. Klasse der Deutschen Schule an der Algarve meldete sich, um sich nach einem Storch zu erkundigen, der kürzlich in Luso eingeflogen ist. Die Kinder haben seine Reise von Afrika bis nach Luso mit Hilfe eines vom NABU angebrachten Senders mitverfolgt. Pfarrer Lutz Michael Sylvester hat nun den Kindern eine Antwort geschickt und Fotos vom Storch "Sportie" mitgeliefert. Grüße aus Anhalt und von der Lusoer Gesangbuchkirche kamen sehr gut an.
Liebe Schülerinnen und Schüler der Klasse 3 an der Algarve, liebe Linda Krüger,
„Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja.“ Mit diesem altkirchlichen Ostergruß grüße ich euch recht herzlich aus Zerbst/Anhalt in Deutschland. Ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Lutz-Michael Sylvester. Ich bin evangelischer Pfarrer oder Pastor in Zerbst und betreue 14 protestantische Kirchen rund um die Stadt. Auch die Kirche in dem kleinen Dorf Luso gehört dazu. Luso hat rund 80 Einwohner und seit Kurzem einen Zuzug durch den Storch „Sportie“.
Eure Lehrerin hat mir berichtet, dass ihr die Reise von „Sportie“ aufmerksam verfolgt und begleitet habt. Was die Störche jedes Jahr leisten, ist wirklich erstaunlich. Ich finde das wirklich faszinierend. Schön, dass ihr diesem beeindruckenden Naturschauspiel eure Aufmerksamkeit schenkt. Bleibt weiter neugierig! In Gottes Schöpfung gibt es so viel Spannendes zu entdecken.
Ich habe für euch ein paar Fotos vom Storch und von der Kirche Luso gemacht. Die schicke ich euch, damit ihr sehen könnt, wie es ihm geht und wo „Sportie“ jetzt Quartier bezogen hat. Er hat sich ein ruhiges Dörfchen mit viel Natur drum herum ausgesucht. Vielleicht ist er ja ein Freund der Kirchenmusik, denn die Lusoer Kirche ist eine Themenkirche, die sich dem Thema „Gesangbuch“ widmet. In der Gesangbuchkirche Luso werden zahlreiche Gesangbücher gesammelt und aufbewahrt. Auch hiervon schicke ich euch ein Foto, damit ihr einen Eindruck davon bekommt.
Ich grüße euch herzlich,
Euer Lutz-Michael Sylvester - Pfarrer

Storch "Sportie" auf seinem Horst in Luso
Das Schreiben der Lehrerin der 3. Klasse:
Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Linda Krüger, und ich bin Grundschullehrerin an der Deutschen Schule Algarve in Portugal. Derzeit unterrichte ich eine dritte Klasse, mit der wir uns im Sachunterricht intensiv mit dem Thema Störche beschäftigen.
Im Rahmen unseres Unterrichts verfolgen wir über die NABU-Seite „Die Reise der Störche“ verschiedene besenderte Tiere auf ihrem Zugweg. Aktuell beobachten wir unter anderem den Storch „Sportie“, den wir von Afrika aus begleitet haben und der nun offenbar wieder in seinem Nest in Luso angekommen ist.
Bei unseren Recherchen haben wir gesehen, dass sich sein Nest vermutlich in der Nähe der Ringstraße / Ecke Erlenweg befindet, möglicherweise auf einem Strommast. Da Luso ein kleiner Ort ist, sind wir bei der Suche nach einem Ansprechpartner auf Ihre Kirchengemeinde gestoßen.
Daher möchten wir höflich anfragen, ob Ihnen dieses Storchennest bekannt ist und ob es eventuell möglich wäre, ein aktuelles Foto davon zu erhalten. Für die Kinder wäre das eine große Freude und eine wunderbare Ergänzung zu unserem Unterricht.
Die Klasse 3 sendet Ihnen ganz herzliche Grüße aus Portugal und würde sich sehr über eine Rückmeldung freuen!
Vielen Dank für Ihre Mühe und Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Linda Krüger
im Namen der Klasse 3 der Deutschen Schule Algarve
12.04. 2026
Strategieprozess, Kirche und sexualisierte Gewalt sowie Präseswahl
Die Anhaltische Landessynode trifft sich am 17. und 18. April in der Auferstehungskirche Dessau
Die Synodalen der Evangelischen Landeskirche Anhalts kommen am Freitag, 17. April zu ihrer Frühjahrssynode zusammen. Die zweitägigen Beratungen finden in der Auferstehungskirche in Dessau statt. Themen der Synode sind unter anderem der Strategieprozess 2035, Kirche und sexualisierte Gewalt sowie die Wahl des Präses.
Im Rahmen der Synode wird es am Freitag, 17. April um 17 Uhr einen öffentlichen Vortrag im Bauhausgebäude geben. Darin geht es um die anhaltische Landeskirche in den Jahren zwischen 1918 und 1933.
Die Leitung übernimmt der kommissarische Präses Dr. Jan Brademann. Er verbindet drei Botschaften mit der Synode:
„Erstens: Anhalt ist zukunftsorientiert. Der auf der Herbstsynode 2025 begonnene Strategieprozess hat eine erste, entscheidende Etappe hinter sich und wird nun beherzt weitergetrieben.
Zweitens: Anhalt ist selbstkritisch. Wir beschäftigen uns mit der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche, um erlittenes Leid anzuerkennen und künftig Schutz zu gewährleisten.
Drittens: Anhalt ist geschichtsbewusst: Wir blicken in die Zeit vor 100 Jahren. Damals wurde nicht nur das Bauhaus eingeweiht, vielmehr stand unsere Landeskirche in einem Kulturkampf auf der falschen Seite. Sie gehörte zu denjenigen Kräften, die die liberale, demokratische durch eine autoritäre, homogene Ordnung ablösen wollten."
Medienvertreter, die an der Synode teilnehmen möchten, melden sich bitte bis 16.04.2026 per Mail an: susanne.reh-krause@kircheanhalt.de

Der kommissarische Päses der Synode, Dr. Jan Brademann

Der Tagungsort: Die Auferstehungskirche in Dessau.
07.04. 2026
„Eichmann in Jerusalem“ – Denken über Verantwortung und das Böse
Vortrag von Prof. Hans Martin Dober zum 120. Geburtstag der Philosophin Hannah Arendt
Anlässlich des 120. Geburtstags der Philosophin Hannah Arendt laden die Evangelische Erwachsenenbildung Anhalt und die Cohen-Gesellschaft Coswig (Anhalt) e. V. zu einem öffentlichen Vortrag ins Georgenzentrum in Dessau ein. Am Donnerstag, 9. April 2026, um 17:00 Uhr spricht Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen) über Hannah Arendts viel diskutiertes Werk „Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen“.
Hannah Arendt verstand sich selbst als politische Theoretikerin. Ihr Leitsatz „Ich will verstehen“ steht für ein ideologiefreies „Denken ohne Geländer“, das ihr gesamtes Werk prägt. Besonders ihr Buch über den Jerusalemer Eichmann-Prozess löste nach seinem Erscheinen 1963 heftige Kontroversen aus. Zustimmung wie Ablehnung machen bis heute deutlich, dass dieses Werk zur eigenen Auseinandersetzung herausfordert.
Der Vortrag von Hans Martin Dober nimmt diese Impulse auf und geht der ethischen Frage nach dem Bösen und der menschlichen Verantwortung im Denken Hannah Arendts nach.
Eine Einführung in die Biografie Hannah Arendts gibt Dr. Hans-Jörg Willer, Vorsitzender der Cohen-Gesellschaft Coswig (Anhalt) e. V. Die Moderation übernimmt Dr. Bernd Ulbrich.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.
Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0340 25261107 oder per E-Mail an erwachsenenbildung@kircheanhalt.de

Prof. Hans Martin Dober Dober studierte Evangelische Theologie und Philosophie in Göttingen, Tübingen, Jerusalem und Heidelberg. Er promovierte zu Franz Rosenzweig, habilitierte sich mit einer Arbeit über Walter Benjamin und lehrt als außerplanmäßiger Professor für Praktische Theologie an der Universität Tübingen.
03.04. 2026
Oster-Freiheit
Andacht zum Osterfest von Oberkirchenrat Matthias Kopischke
Da sind sie wieder, die bunten Eier an den Bäumen und Büschen, die Osterhasen vor den Haustüren und in den Fenstern. Diese und manch andere Ostersymbole kann man finden, wenn man dieser Tage mit offenen Augen durch Siedlungen und Gärten geht. Und in der Natur ist es auch ein bisschen so.
Es wird bunter nach der langen Zeit in eintönigem Graubraun – und zwischendurch auch in Weiß. Frühblüher in Rosa, Blau und Gelb sind zu sehen. Die ersten Obstbäume blühen und zartes Grün ist an Bäumen und Sträuchern zu entdecken. An warmen und sonnigen Tagen ist die Luft erfüllt vom Summen der Bienen. Und die Vögel natürlich, sie stimmen dieser Tage lautstarke Konzerte an.
All das sind Zeichen des Neuanfangs und des Aufbruchs. Aus trüben, stillen Tagen werden Zeiten voller fröhlicher Gesänge und bunter Farben. Es bleibt nicht beim Sterben und Vergehen, bei Grau und Tristesse.
Diesen Neubeginn feiern wir zu Ostern: Den Aufbruch, das Leben und die Freude darüber. Denn das ist es, was Gott uns gezeigt hat: Auch nach dem größten Kummer, der schwersten Zeit, unseren trübsten Tagen gibt es einen Neuanfang. Die Kreuzigung und der Tod Jesu sind nicht das Ende. Seine Auferstehung, die wir in jedem Osterfest feiern, zeigt es: Vergebung und Neuanfang sind bei Gott jederzeit möglich.

So können wir in der Hoffnung leben, dass wir begleitet sind, auch über den Tod hinaus, hinein ins Leben. Lassen wir uns also anstecken von den Aufbrüchen in der Natur, zu Neuem, zu Fröhlichem, weg vom Grau, von Ängsten, von Missmut, von Spaltung und von der ewigen Nörgelei, die doch so oft unseren Alltag bestimmen. Lassen wir es wachsen, das Vertrauen in die Welt, in die Menschen, in uns selbst.
Was für eine Freiheit, die das Osterfest uns schenkt und die uns die Natur in jedem Frühjahr so eindrücklich vor Augen führt!
Der Herr ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!
In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein frohes und gesegnetes Osterfest.
01.04. 2026
Ostern in Anhalt
Gottesdienste, Andachten und Konzerte – Heiliges Osterspiel in Gernrode
Mit zahlreichen Gottesdiensten und Konzerten erinnern die Gemeinden der anhaltischen Landeskirche in der Karwoche an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Traditionell finden am Gründonnerstagabend (02.04.) zahlreiche Abendmahlsgottesdienste statt, viele davon an Tischen, zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu und seiner Jünger. Am Karfreitag (03.04.) sind um 15.00 Uhr, zur biblisch überlieferten Sterbestunde Jesu am Kreuz, viele Passionskonzerte geplant. In der Nacht zum Ostersonntag (04.04.), am Ostersonntag selbst (05.04.) und am Ostermontag (06.04.) wird dann in allen Kirchen die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert.
Termine finden: Gottesdienste | Veranstaltungen
Osterspiel Gernrode
In der Stiftskirche St. Cyriakus Gernrode findet am Ostersonntagmorgen das berühmte Osterspiel statt. Die Vorbereitungen darauf beginnen mit einer Musik zur Sterbestunde am Karfreitag, 3. April, um 15.00 Uhr. Danach wird die Osterkerze ins Grab geschlossen, das bis zum Morgen des Ostersonntags verschlossen bleibt. Im Gottesdienst am Ostermorgen (05. April, 6.00 Uhr) stellen Gemeindemitglieder in einem Osterspiel, der einem Ablauf aus dem 13. Jahrhundert folgt (wiederentdeckt im Jahr 1979), die Geschichte der Auferstehung Christi nach.
Zum Höhepunkt der Andacht wird eine brennende Kerze aus dem „Heiligen Grab“ getragen, das aus dem Jahr 1080 stammt und als ältestes seiner Art nördlich der Alpen gilt. Bis zur Reformation und regelmäßig wieder seit 1989 wurde und wird es als Grabkammer beim liturgischen Osterspiel genutzt. Im Dezember 2012 war es nach langer Sanierung wiedereröffnet worden. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Kirchengemeinde zum Osterfrühstück, an dem für gewöhnlich zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland teilnehmen.

Das Heilige Osterspiel in der Stiftskirche St. Cyrikus in Gernrode.

Darstellung des Abendmahls in der Osterkirche Trüben mit der Einladung, sich hinzu zu setzen.
Gottesdienst in der Osterkirche Trüben
In der „Osterkirche“ in Trüben bei Zerbst findet am Ostermontag, 06. April, um 8 Uhr ein Ostergottesdienst mit dem Posaunenchor Zerbst statt. Der Gottesdienst wird an mehreren Stationen der Osterkirche gefeiert. Die Osterkirche gehört zu den Themenkirchen der Weinberggemeinde Garitz und widmet sich mit mehreren Stationen dem Passions- und Ostergeschehen.
Der MDR hat mit Konfirmanden in der Osterkirche Trüben im Vorfeld einen Fernsehbeitrag gedreht. Dieser wird am Sonnabend, den 4. April ab 19 Uhr in der Sendung "Sachsen-Anhalt heute" zu sehen sein.
01.04. 2026
Milliardenspende? Ja, aber nur am 1. April 😉
Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat völlig unerwartet eine Milliardenspende erhalten, heißt es heute in einer Pressemitteilung. Die aus einem Nachlass stammende Zuwendung sei beim Archiv der Landeskirche eingegangen. Archivar Dr. Jan Brademann habe sich sehr erfreut gezeigt. Dies sei vermutlich die höchste Summe, die die Landeskirche bislang von einer Einzelperson erhalten habe.
Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer sei ebenso überrascht wie erfreut gewesen: Die anhaltische Philantropie zeige sich wieder einmal im Verborgenen und von ihrer allerbesten Seite! Das seltene Dokument werde derzeit gut geschützt an einem sicheren Ort aufbewahrt.

Tatsächlich hat das Archiv jüngst einen anhaltischen Milliarden-Geldschein erhalten. Und Dr. Brademann hat sich darüber auch sehr gefreut. Auch die vom Kirchenpräsidenten angesprochene anhaltische Philantropie gibt es zweifellos. Doch der Rest der Meldung ist natürlich ein Aprilscherz, denn der Schein ist heute zweifellos keine Milliarden mehr wert.
Alles Gute für diesen Tag.
27.03.2026
"United in Diversity"
Dessauer Schüler erkunden die Vielfalt von Glaube und Vergänglichkeit
Unter dem Leitmotiv „United in Diversity“ erlebten 65 Schüler:innen der Sekundarschule "Kreuzberge" in dieser Woche außergewöhnliche Projektage. Vom 23. bis 27. März widmeten sie sich den großen Fragen der Religionsphilosophie und setzten sich intensiv mit den drei großen Weltreligionen und den Themen Sterben und Tod in verschiedenen Weltreligionen auseinander.
In sechs Arbeitsgruppen näherten sich die Jugendlichen dem oft tabuisierten Thema Sterben aus unterschiedlichen Perspektiven. Das Programm führte sie an zentrale Orte des Glaubens und des Abschieds in Dessau. So besuchten die Gruppen die örtliche Synagoge und die Moschee, um Einblicke in jüdische und muslimische Leben und Bestattungsrituale zu gewinnen. Besuche im Hospiz, im Krankenhaus sowie auf dem Friedhof ermöglichten zudem einen direkten Austausch mit Menschen, die täglich mit dem Lebensende konfrontiert sind.
Besonders kreativ wurde es bei der medialen und künstlerischen Aufarbeitung: Neben der Gestaltung eines Sarges und einer Urne, produzierten die Schüler:innen ein eigenes Hörspiel sowie ein Video. Inhaltlich befassten sie sich sehr einfühlsam mit den vielfältigen Themen.
Als bleibendes Zeichen der Gemeinschaft wurde zudem eine große Schulkerze gestiftet. Diese wird künftig in der Sekundarschule ihren Platz finden und kann in Trauerfällen für alle Schüler:innen als Symbol des Gedenkens und des Trostes angezündet werden.
„Das Ziel der Woche war es u.a., durch Begegnung Vorurteile abzubauen und zu zeigen, dass uns die Fragen nach dem Woher und Wohin über alle Religionsgrenzen hinweg vereinen“, resümierte die Landesjugendpfarrerin Peggy Rotter, "Eine einzigartig bereichernde Woche für alle Teilnehmenden!"
23.03. 2026
Bibelturm startet in die Saison
Gottesdienst am Palmsonntag, 29. März, 14 Uhr
Es ist Tradition, dass am Palmsonntag mit dem Gottesdienst um 14 Uhr die jährliche Bibelturm-Saison in der Kirche St. Petri in Wörlitz eröffnet wird. Bis Mitte Oktober sind die Kirche und der Turm dann wieder regelmäßig geöffnet.
Der Bibelturm ist ein ökumenisches Projekt, auch der Gottesdienst wird ökumenisch gefeiert. An der Liturgie sind Pfarrer Friedrich und Pfarrerin Reizig beteiligt. Prediger ist Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Jugendchor „Gospel Teens“ und den Oranienbaumer Bläsern begleitet.
Die Ehrenamtlichen, die auf dem Turm tätig sind, werden für die neue Saison gesegnet, begrüßt oder nach langjährigem Dienst bedankt und verabschiedet. Nach dem Gottesdienst wird zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
Der Bibelturm ist gut besucht. Im Jahr 2025 kamen 7571 Menschen in die Ausstellung und auf die Aussichtsplattform. Mit ihnen kommen die zum Teil ehrenamtlichen Ausstellungsbetreuerinnen und -betreuer ins Gespräch.
Die Themen, welche die Gäste begleiten, kann man in der meditativ gestalteten „Himmelsebene“ wiederfinden. An einer kreuzförmigen Installation, die Gebetsanliegen, Wünsche und Befindlichkeiten aufnimmt, wird zunehmend der Wunsch nach Frieden formuliert.
Das Team des Bibelturms ist immer auf der Suche nach neuen Mitstreiterinnen oder Mitstreitern. Wer sich vorstellen kann, hin und wieder einen Tag den Turm zu betreuen, Gäste zu begrüßen und dieses besondere Projekt zu begleiten, ist eingeladen, sich zu melden oder sich erst einmal zu informieren.

Seit 1994 befinden sich im Turm der Petrikirche im Wörlitzer Park auf drei Etagen wechselnde Bibelausstellungen. Die aktuelle Schau widmet sich unter dem Titel „feste feiern“ den kirchlichen Festen und dem Kirchenjahr. Die Aussichtsplattform des 66 Meter hohen Turms ist begehbar und bietet einen einzigartigen Blick über das Gartenreich. Seit der Eröffnung haben mehr als 350.000 Menschen den Bibelturm besucht.
Der Bibelturm ist von Palmsonntag bis Mitte Oktober dienstags bis sonntags für die Besucherinnen und Besucher des Wörlitzer Parks von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
20.03. 2026
Frühjahrssynode in Anhalt muss Präses neu wählen
Andreas Köhn hat sein Amt niedergelegt
Der Präses der Synode der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Andreas Köhn, hat am heutigen Freitag sein Amt niedergelegt. Ein anstehender Wechsel des Arbeitsplatzes lasse nicht mehr viel Spielraum für das Ehrenamt, begründete Andreas Köhn diesen Schritt. Er könne den Aufgaben für den anstehenden Strategieprozess der Evangelischen Landeskirche Anhalts und den damit einhergehenden gesellschaftlichen Entwicklungen nicht mehr mit voller Kraft und ausreichender Zeit gerecht werden.
Der Ältestenrat dankte Andreas Köhn für seine Zeit als Präses und äußerte Anerkennung und Verständnis für die schwere Entscheidung.
Kirchenpräsident : "von großer Umsicht geprägtes Handeln"
Auch Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer dankte Andreas Köhn für den Dienst in der Landeskirche. In seiner Zeit als Präses seien enorm wichtige Weichenstellungen für die Landeskirche gefallen, die er mit großer Aufmerksamkeit und sachlicher Nüchternheit begleitet habe.
Durch sein Wirken habe der überfällige Strategieprozess an Akzeptanz und Achtsamkeit gewonnen. "In den zwei Jahren seines Dienstes sind wichtige Entscheidungen von großer Tragweite gefallen, die ohne seine besondere Verwurzelung bei den Menschen in unserer Landeskirche und sein von großer Umsicht geprägtes Handeln nicht hätten gelingen können", sagte der Kirchenpräsident.

Hat sein Amt niedergelegt: der bisherige Präses der anhaltischen Landessynode, Andreas Köhn. Er bleibt gewählter Synodaler für den Kirchenkreis Dessau.

Die Leitung der Frühjahrssynode im April übernimmt Beisitzer Dr. Jan Brademann als Stellvertreter des Präses. Im Rahmen der Frühjahrssynode wird aus den Reihen der Synodalen ein neuer Präses gewählt.
15.03. 2026
Hoym: Überraschende Ehrung
Sophie Hühnerbein wird als "Salzlandfrau" geehrt
Es ist gar nicht so leicht "dicht zu halten". Das hat eine Gruppe Eltern aus Hoym in den vergangenen Wochen feststellen müssen. Sie hatten Sophie Hühnerbein für eine Ehrung beim Salzlandkreis vorgeschlagen und wollten die junge Frau damit überraschen. Es gelang. Nicht nur die Nominierung blieb geheim. Die 25jährige aus Hoym wurde schließlich sogar am 11. März unter Vortäuschung falscher Tatsachen nach Bernburg zur Preisverleihung ins Carl-Maria-von-Weber-Theater gefahren - ohne irgendwas zu ahnen.
Verdient hat sie es, denn Sophie Hühnerbein ist eine ehrenamtlich Engagierte. Seit drei Jahren leitet sie den Kindertreff in der Kirche in Hoym. Wöchentlich treffen sich dort bis zu zehn Kinder, die wenigsten sind getauft. Spielerisch versucht die 25jährige den Kindern Geschichten aus der Bibel nahe zu bringen, mal mit einer Schatzsuche, mal mit einem Vertrauensspiel. Sie erklärt ihnen die christlichen Feiertage, singt, zeichnet und bastelt mit den Kindern.
Ein Herzensprojekt ist ihr das alljährige Krippenspiel, das mit viel Liebe zum Detail bereits ab Oktober einstudiert wird. Kleine Meisterwerke, fast Musicals entstehen dabei, mit Tanzchoreografien. "Das erzählen die Kinder auch ihren Freunden, in der Schule. Sie merken, dass sie im Kindertreff einen Ort haben, wo sie reden können, wo ihnen jemand zuhört, wo sie Gemeinschaft und Halt finden", sagt Sophie Hühnerbein. Das helfe auch in der vorwiegend nicht-christlichen Elternschaft und ganz allgemein in der Gesellschaft das Bild von Kirche zu verbessern. "Oft hat man den Eindruck, dass kleinere Dörfer oder Orte hinten runterfallen, weil Hauptamtliche in der Kirche immer mehr Aufgaben übernehmen und in kleinen Orten nicht mehr so präsent sein können", so die 25jährige. Das sei ein Beweggrund für sie gewesen, sich in diesem Bereich und in ihrer Heimat ehrenamtlich zu engagieren.
Ein anderer Grund ist ihr eigener Glaube. Sophie Hühnerbein ist in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, wurde als Baby getauft und später konfirmiert. Als Kind ging sie selbst zur Christenlehre. Auf dem Gymnasium in Aschersleben unterstützte sie dort die Kinder- und Jugendarbeit für einige Jahre. Mit Beendigung ihres Verwaltungsstudiums wollte sie sich wieder aktiv in die Gemeindearbeit einbringen und startete mit dem wöchentlichen Kindertreff in Hoym.


In der Laudatio, die von Robert Käsebier, dem Bürgermeister der Stadt Seeland gehalten worden ist, heißt es: "Durch ihren Einsatz trägt sie entscheidend dazu bei, dass den Bürgerinnen und Bürgern von Hoym an Heiligabend ein modernes, stimmungsvolles Krippenspiel geschenkt wird, das vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Sophie zeichnet sich in besonderer Weise durch ihren liebevollen und wertschätzenden Umgang mit Kindern aus. Ihr Engagement zeigt, wie viel Wirkung eine junge Frau durch Herz, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein erzielen kann."
Erhalten hat sie die Ehrung "Salzlandfrau 2026" in der Kategorie "Junges Engagement". Völlig überrascht und überwältigt sei sie gewesen, berichtet Sophie Hühnerbein von der Preisverleihung. Zumal sie selbst gar nicht so gern im Rampenlicht stehe, sondern die Kinder eigentlich in den Mittelpunkt gehören. Danken möchte sie den Eltern für diese Ehrung und wünscht sich, dass ihr Engagement auch Schule in anderen kleinen Gemeinden der Landeskirche Anhalts macht.
06.03.2026
"Familien in der Bibel" auf Hiddensee
Zu einer Familienauszeit hatte das Jugendpfarramt Ende Februar auf die Insel Hiddensee eingeladen. 17 Frauen und Männer (Mütter und Väter) unterschiedlichen Alters aus Anhalt waren dabei. Thematisch ging es um "Familien in der Bibel". Mit geistigen Impulsen hat Landespfarrerin für Kinder, Jugendlichen und Familie, Peggy Rotter, jeden Morgen eine andere Familiengeschichten aus der Bibel vorgestellt, denn dort kommen viele ganz verschiedene Familienkonstellationen vor. Manche sind groß, manche klein. Manche haben Streit, andere halten ganz fest zusammen. Und das Wichtigste: Gott ist bei allen Familien dabei, egal wie sie aussehen. Familie ist da, wo Menschen einander helfen. Keine Familie ist perfekt – und das ist okay. Wir alle gehören zu Gottes großer Familie, so das Fazit am Ende der Woche.
In den fünf Tagen auf Hiddensee sind auch die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer Familie zusammengewachsen. Gemeinsam wurde Yoga geübt, viel gesungen, gekocht, geredet und herzhaft gelacht. Es gab gemeinsame Spaziergänge am Strand (auch Bernstein wurde gefunden), Kinobesuche und Besuche von Einrichtungen auf der Insel, wie dem Gerhardt-Hauptmann-Haus. Der französische Film, der im Inselkino geschaut wurde: "Zeit der Farben" ist eine echte Empfehlung. Auch dort geht es um eine Familie und deren Geschichte, die bis zum französischen Maler Monet führt.
Aber auch beim Friedensgebet in der Kirche in Kloster war die Gruppe dabei.
Und nicht nur nebenbei, sondern ganz bewusst, sind Bücher entstanden. Selbst gebunden, mit viel Mühe beim Schneiden, Nähen und Kleben und mit viel Liebe zum individuellen Detail. Silvia Schmidt aus dem Jugendpfarramt - selbst gelernte Buchbinderin - leitete den mehrtätigen Buchbindeworkshop.
Eine schöne Erinnerung an eine bewusste Auszeit auf der Insel Hiddensee mal bei dichtem Nebel, mal bei strahlendem Sonnenschein.
13.02. 2026
Zivilschutz – Für den Ernstfall gerüstet?
Vortrag im Gemeinde- und Diakoniezentrum St. Georg in Dessau (12.03.2026, 19:00)
Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine schrillen auch in Deutschland die Alarmglocken – zumindest hinter den Kulissen. Mit einem „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ will die neue schwarz-rote Bundesregierung den Zivil- und Katastrophenschutz stärken. Bis 2029 sollen zehn Milliarden Euro investiert werden in neue Sirenen, digitale Warnsysteme, neue Fahrzeuge für Brandschutz und Krankentransporte, mobile Kommandozentralen und schweres Gerät. Zudem soll es mehr gemeinsame Übungen von Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Bundeswehr geben.
Désirée Bychara-Hahn ist Expertin für dieses Thema und im Bundesministerium des Innern für Krisenmanagement und die Koordination der zivilen Verteidigung sowie der zivil-militärischen Zusammenarbeit zuständig. In ihrem Vortrag am 12. März, um 19 Uhr im Dessauer Gemeindezentrum St. Georg erläutert sie, wie Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland organisiert sind, worauf es in den nächsten Jahren besonders ankommt und was jeder Einzelne zum Schutz der Bevölkerung beitragen kann. Die Veranstaltung wird von Jörg Göpfert von der Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e. V. moderiert.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Evangelischen Erwachsenenbildung Anhalt und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Mit der Referentin Désirée Bychara-Hahn, Bundesministerium des Innern, Abteilung Krisenmanagement, Berlin am Donnerstag, 12. März 2026, um 19.00 im Gemeinde- und Diakoniezentrum St. Georg, Georgenstr. 15, 06842 Dessau-Roßlau.
Teilnahmebeitrag: 5,00 Euro
Bitte melden Sie sich bis 11.03.2026 an.

Désirée Bychara-Hahn studierte Rechtswissenschaften an der University of Waikato, Hamilton (Neuseeland) und an der Universität Bayreuth. Sie war zunächst als Referentin für internationales Recht beim Deutschen Roten Kreuz in Berlin und dessen Generalsekretariat tätig. 2022 wechselte sie zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Berlin.
Seit Juli 2024 leitet sie das Referat "Koordinierung Zivile Verteidigung/Zivilmilitärische Zusammenarbeit" des BBK und ist seit Oktober 2024 Referentin in der Abteilung "Operatives Führungskommando der Bundeswehr, Schwielowsee/Berlin". Im Rahmen dieser Tätigkeiten unterstützt sie die Umsetzung des Operationsplans Deutschland (OPLAN DEU) zur Verteidigung von systemrelevanter Infrastruktur im Spannungs- und Verteidigungsfall insbesondere im zivilen, aber auch zivil-militärischen Bereich. Seit Februar 2026 arbeitet sie in der Abteilung Krisenmanagement des Bundesministeriums des Innern.
23.02. 2026
Kunst zwischen Licht, Raum und Spiritualität
Ausstellung in der Kirche Eichholz
In diesen Tagen ist die erste Kunstausstellung im Turm der Kirche Eichholz zu sehen. ein. Dort werden Werke des Künstlers Johannes Traub präsentiert. Er zählt zu den regional wie überregional prägenden Künstlern der Gegenwartskunst im mitteldeutschen Raum. Bekannt ist er für seine Arbeiten, die mit Licht, Transparenz und räumlicher Wahrnehmung spielen. Seine Installationen und grafischen Werkserien verbinden intuitiv-poetische Zugänge mit präziser handwerklicher Umsetzung.
Für die Kirche Eichholz hat Traub eine Auswahl von Werken zusammengestellt, die sich mit dem Thema Licht befassen – passend zum besonderen Raum des Kirchturms, der selbst ein Ort der Sammlung, des Ausblicks und der spirituellen Weite ist. Für das runde Nordfenster auf der obersten Ausstellungsebene hat Traub einen Entwurf gestaltet.
Traub selbst sagt zu seinem Werk: „Der Entwurf zu dem Glasfenster „Resonanz“ ist ein technisch überformtes Ölgemälde, bei dem ich versuchte, ein distanziertes, resonanzstarkes Wesen einzufangen, das kühl anmutend aus einer Welt der Liebe aufscheint.“ Die Umsetzung erfolgte durch Glasmalerei Peters aus Paderborn in beeindruckender Weise, die dem Kunstwerk räumliche Tiefe verleiht.
Die Kirche Eichholz – Ein besonderer Ausstellungsraum
Die Kirche Eichholz gehört zu den markanten Kirchenbauten der Region Zerbst und ist ein architektonisches Kleinod. Der Kirchturm, sonst ein eher verborgener Raum, öffnet sich für die Ausstellung erstmals als ungewöhnlicher, atmosphärischer Kunstort. Ein schmaler, in die Höhe strebender Raum, durchzogen vom natürlichen Licht, das durch die kleinen Turmöffnungen fällt – ein Umfeld, das die Kunstwerke Traubs auf besondere Weise zur Geltung bringt und Besucherinnen und Besucher zum Staunen einlädt. Die Ausstellung präsentiert zugleich das Ergebnis der aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und des Landes Sachsen-Anhalt unterstützten Sanierung des Turminnenraums. In einem weiteren Schritt sollen dort die Voraussetzungen für eine dauerhafte Ausstellung zur Glasmalerei geschaffen werden.


Die Ausstellung ist Teil des Projekts LICHTUNGEN, mit dem die Evangelische Landeskirche Anhalts seit mehreren Jahren Kunst und Kirche miteinander in Dialog bringt. LICHTUNGEN verbindet zeitgenössische Kunst mit der geistlichen Tradition der Landeskirche und schafft so Erfahrungsräume, in denen sich Fragen nach Orientierung, Sinn, Glaube und gesellschaftlichem Miteinander entfalten können.
Für den Besuch der Ausstellung in Eichholz ist eine Anmeldung erforderlich: eichholz-kermen@kircheanhalt.de bzw. +493923.785964.
13.02. 2026
Kooperation mit Gemeinde in Kyjw
Finanzielle Unterstützung bei Deckung der Heizkosten
Die anhaltische Landeskirche und die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw werden zusammenarbeiten. Im Rahmen einer Partnerschaft erhält die Gemeinde in der ukrainischen Hauptstadt für zunächst fünf Jahre finanzielle Unterstützung aus Anhalt. Das Geld fließt in die Deckung der Heizkosten. Mit dieser Zusammenarbeit soll ein nachhaltiges Zeichen kirchlicher Solidarität und Verbundenheit gesetzt werden.
Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer erklärt: „Ich bin sehr dankbar für den Dienst, den die Evangelische Gemeinde in Kyjiw unter den Bedingungen des Krieges leistet. Die Partnerschaft soll Ausdruck gelebter christlicher Gemeinschaft sein – über nationale Grenzen hinweg und gerade in Zeiten größter Herausforderungen.“
Die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw leistet unter den Bedingungen des Krieges einen wichtigen seelsorgerlichen und diakonischen Dienst. Sie begleitet Menschen in existenziellen Nöten, bietet geistlichen Halt und ist ein Ort gelebter Gemeinschaft in einer Situation anhaltender Unsicherheit und Zukunftssorgen.
Darüber hinaus ist vorgesehen, die Partnerschaft schrittweise weiterzuentwickeln, insbesondere mit Blick auf die Unterstützung der Pfarrstelle. Gegenseitige Besuche und persönliche Begegnungen sollen die Zusammenarbeit vertiefen.
Auch die Gemeinde in Kyjiw nimmt die Partnerschaft als wichtiges Zeichen der Verbundenheit wahr. Lidiia Tselsdorf, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Kirchengemeinde St. Katharina Kyjiw, betont: „Inmitten von Krieg, Unsicherheit und täglicher Sorge ist diese Partnerschaft für unsere Gemeinde ein starkes Zeichen der Hoffnung. Sie zeigt uns, dass wir nicht vergessen sind und dass die Gemeinschaft der evangelischen Christinnen und Christen Grenzen überwindet. Die Unterstützung aus Deutschland stärkt unseren Dienst an den Menschen hier in Kyjiw – geistlich, seelsorgerlich und ganz konkret im Alltag.“


Gemeinde in Kyjiw ist bereits seit über drei Jahrzehnten in einer offiziellen Partnerschaft mit dem Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München. Er unterstützt die ukrainische Gemeinde gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) finanziell. Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat sich dieser Partnerschaft angeschlossen.
Die beteiligten Kirchen verstehen die Partnerschaft als Beitrag zur Stärkung kirchlicher Verantwortung und Solidarität innerhalb der weltweiten evangelischen Gemeinschaft. Sie verbindet geistliche Verbundenheit mit konkreter Unterstützung und dem gemeinsamen Vertrauen darauf, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe auch unter schwierigen Bedingungen tragen.

Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Bei Pressesprecherin Susanne Reh laufen die Fäden der externen und internen Kommunikation zusammen. Sie ist telefonisch unter 0340 / 2526-101 erreichbar oder per Mail.
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit finden Sie auch aktuelle Publikationen, Amtsblätter und vertiefende Informationen über Kirche in den Medien.






























