AKTUELLES
30.10.2026
Gute Tage in Taizé
Unvergessliche Herbstferien für anhaltische Jugendliche
In den Herbstferien erlebte eine Gruppe Jugendlicher aus Anhalt eine einzigartige Zeit in der Gemeinschaft von Taizé. Diese Reise bot ihnen nicht nur die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen, sondern auch ihre spirituelle Seite zu entdecken und zu vertiefen. Im Mittelpunkt standen die gemeinsamen Gebete und Gesänge, die eine besondere Atmosphäre der Verbundenheit schufen.
Ein fester Bestandteil der Woche war der Küchendienst, bei dem die Jugendlichen tatkräftig mithalfen. Sie füllten Bowls mit Tee und erledigten den Abwasch. Diese Aufgaben förderten nicht nur den Teamgeist, sondern auch die Wertschätzung für gemeinschaftliche Arbeit.

Dreimal täglich nahmen die Jugendlichen an Gebeten in der Kirche teil, was ihnen half, ihre spirituelle Verbindung zu stärken. Insgesamt waren etwa 1000 Jugendliche in Taizé, was die Erfahrung noch bereichernder machte, da sie die Möglichkeit hatten, Menschen aus verschiedenen Kulturen und Ländern kennenzulernen.
Die Unterkünfte in Taizé sind bewusst einfach und spartanisch gehalten, was den Fokus auf das Wesentliche und die Gemeinschaft lenkt. Die Jugendlichen erlebten eine äußerst inspirierende und spirituelle Woche in Taizé, die ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
17.10.2026
Positive Zwischenbilanz
Sie ist ein Experiment, die POP-UP-KIRCHE, die am 18. August in Dessau eröffnet wurde. Mitten in der Stadt, an einer großen Kreuzung in der Nähe des Bauhausmuseums. Die Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss eine Geschäftshauses. Geplant ist, sie bis Februar 2027 zu öffnen. Ein Drittel der Zeit ist also vorbei. Für Hana Denecke und Katja Plogsties eine Gelegenheit für eine erste Zwischenbilanz. Die Gemeindepädagoginnen kümmern sich federführend um die Angebote in der POP-UP-KIRCHE.
Was war das erstaunlichste Erlebnis für Euch bisher in der POP-UP-KIRCHE?
Hana: Die Kinder haben das Beten schon nach kurzer Zeit als geliebtes Ritual eingefordert. Darüber habe ich gestaunt. Schön finde ich auch, dass inzwischen ein Kind des islamischen Glaubens der Gruppe angehört.
Katja: Wir haben bis jetzt wirklich aus allen Gemeinden egal wie weit aus der Innenstadt entfernt Familien erreichen können. Das finde ich ganz wunderbar. Auch zum Seniorenfrühstück kommen Menschen aus Törten, also aus dem Dessauer Süden, was mich sehr glücklich macht.
Welche Angebote werden besonders gut angenommen?
Hana: Besonders gut angenommen werden die Kirchenkids, das Seniorenfrühstück und auch inzwischen die Kirchenteens.
Gibt es auch Angebote, die nicht so funktionieren, wie Ihr dachtet?
Katja: Leider haben wir auf die „Krabbelgruppe“ keinerlei Resonanz.
Lässt sich schätzen, wie viele Menschen die Pop-up-Kirche bisher besucht haben?
Katja: Wir haben eine stabile Gruppengröße von 20 Personen unterschiedlichsten Alters je Gruppe.
Hana: Es kommen auch drei Gruppen der Evangelischen Singschule. Sie nutzen die Räumlichkeiten am Mittwoch.


Ihr seid mit der POP-UP-KIRCHE mitten in Dessau in Räumen an einer vielbefahrenen Kreuzung. Welche Vorteile hat der Standort - und welche Nachteile?
Hana: Die Vorteile sehe ich in der hohen Frequenz und Sichtbarkeit: Hier werden täglich Pendler, Fußgänger, Autofahrer, ÖPNV-Nutzer ganz nebenbei auf die Kirche aufmerksam, die sichtbar in Bewegung ist.
Katja: Die Hemmschwelle hereinzukommen, ist niedrig. Der urbane Raum bricht mit dem traditionellen "Kirchenschiff-Gefühl". Vorbeigehende können spontan und unverbindlich schauen, was hier passiert, ohne den Schritt über eine schwere Kirchentür wagen zu müssen.
Hana: Wir sind hier nah am echten Leben: Die Kirche ist dort, wo das Leben pulsiert – mit all seinen Sorgen, dem Trubel, dem Lärm und der Vielfalt. Das erleichtert es, Themen aufzugreifen, die die Menschen im Alltag wirklich bewegen.
Katja: Ein Nachteil ist sicher, die viele Ablenkung. Die visuelle und akustische Konkurrenz draußen ist enorm. Wer Plakate, Banner oder Aktionen plant, muss gegen die Reizüberflutung des Straßenverkehrs ankämpfen, um wahrgenommen zu werden.
Hana: Ein Problem sind auch die eingeschränkten Parkmöglichkeiten und die Erreichbarkeit. Paradoxerweise ist eine Kreuzung zwar gut sichtbar, aber die angrenzenden Gebäude oft schlecht erreichbar, wenn man kurz anhalten oder parken möchte z. B. für Materialtransporte oder ältere Besucher.
Katja: Außerdem können wir die Räume nicht allein für uns nutzen. Das ist manchmal ein Problem.
Welche Wünsche habt Ihr für die verbleibenden vier Monate?
Katja: Ich möchte einen Handarbeitskreis ins Leben rufen und einen regelmäßigen Treffpunkt für Senioren im 14-tägigen Rhythmus aufbauen.
Hana: Ich wünsche mir für die POP-UP-KIRCHE vor allem, dass sie bis zu den Sommerferien weitergeführt werden kann. Wir haben grad aus ganz Dessau Kinder vereint in einer Gemeinschaft die gegenseitig Trägt und von Gott getragen ist.
(Die Fragen stellte Pressesprecherin Susanne Reh.)
20.10.2026
Die jungen Tischler von Großpaschleben
In der ersten Feienwoche geht es in der Jugendkirche Großpaschleben bei Köthen richtig zur Sache. Unter fachkundiger Anleitung von Uwe Kretschmann und seinen Mitstreitern können sich Jugendliche mit Holz, Hammer und Hobel beschäftigen. Der Gemeindepädagoge erinnert sich, wie ihm die Idee zu dem Workshop kam: „Wir wollten zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, einen einfachen Stuhl zu bauen und ihn kreativ zu gestalten.“ Und all das sollte in der Gemeinschaft auch Spaß machen.
Mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es am Montag los. Die Evangelische Jugend Anhalts stellte das Material - dicke Bretter - und das Werkzeug. Dazu gibt es einen Mittagsimbiss, um sich nach dem Bohren, Sägen und Feilen zu stärken. Wer mitmachen wollte, musste lediglich 15 Euro beisteuern. „Es macht irre Spaß“, freut sich Uwe Kretschmann, „hier werden tolle Stühle gebaut und es freut mich, dass sich die jungen Tischlerinnen und Tischler auch untereinander helfen.“
Der Workshop geht von Montag bis Mittwoch. Dann finden viele neue Stühle ein neues Zuhause. Und Uwe Kretschmann wird mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern Bilanz ziehen. Es spricht eigentlich nichts dagegen, diese erfolgreiche Aktion zu wiederholen.
17.10.2026
Positive Zwischenbilanz
Sie ist ein Experiment, die POP-UP-KIRCHE, die am 18. August in Dessau eröffnet wurde. Mitten in der Stadt, an einer großen Kreuzung in der Nähe des Bauhausmuseums. Die Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss eine Geschäftshauses. Geplant ist, sie bis Februar 2027 zu öffnen. Ein Drittel der Zeit ist also vorbei. Für Hana Denecke und Katja Plogsties eine Gelegenheit für eine erste Zwischenbilanz. Die Gemeindepädagoginnen kümmern sich federführend um die Angebote in der POP-UP-KIRCHE.
Was war das erstaunlichste Erlebnis für Euch bisher in der POP-UP-KIRCHE?
Hana: Die Kinder haben das Beten schon nach kurzer Zeit als geliebtes Ritual eingefordert. Darüber habe ich gestaunt. Schön finde ich auch, dass inzwischen ein Kind des islamischen Glaubens der Gruppe angehört.
Katja: Wir haben bis jetzt wirklich aus allen Gemeinden egal wie weit aus der Innenstadt entfernt Familien erreichen können. Das finde ich ganz wunderbar. Auch zum Seniorenfrühstück kommen Menschen aus Törten, also aus dem Dessauer Süden, was mich sehr glücklich macht.
Welche Angebote werden besonders gut angenommen?
Hana: Besonders gut angenommen werden die Kirchenkids, das Seniorenfrühstück und auch inzwischen die Kirchenteens.
Gibt es auch Angebote, die nicht so funktionieren, wie Ihr dachtet?
Katja: Leider haben wir auf die „Krabbelgruppe“ keinerlei Resonanz.
Lässt sich schätzen, wie viele Menschen die Pop-up-Kirche bisher besucht haben?
Katja: Wir haben eine stabile Gruppengröße von 20 Personen unterschiedlichsten Alters je Gruppe.
Hana: Es kommen auch drei Gruppen der Evangelischen Singschule. Sie nutzen die Räumlichkeiten am Mittwoch.


Ihr seid mit der POP-UP-KIRCHE mitten in Dessau in Räumen an einer vielbefahrenen Kreuzung. Welche Vorteile hat der Standort - und welche Nachteile?
Hana: Die Vorteile sehe ich in der hohen Frequenz und Sichtbarkeit: Hier werden täglich Pendler, Fußgänger, Autofahrer, ÖPNV-Nutzer ganz nebenbei auf die Kirche aufmerksam, die sichtbar in Bewegung ist.
Katja: Die Hemmschwelle hereinzukommen, ist niedrig. Der urbane Raum bricht mit dem traditionellen "Kirchenschiff-Gefühl". Vorbeigehende können spontan und unverbindlich schauen, was hier passiert, ohne den Schritt über eine schwere Kirchentür wagen zu müssen.
Hana: Wir sind hier nah am echten Leben: Die Kirche ist dort, wo das Leben pulsiert – mit all seinen Sorgen, dem Trubel, dem Lärm und der Vielfalt. Das erleichtert es, Themen aufzugreifen, die die Menschen im Alltag wirklich bewegen.
Katja: Ein Nachteil ist sicher, die viele Ablenkung. Die visuelle und akustische Konkurrenz draußen ist enorm. Wer Plakate, Banner oder Aktionen plant, muss gegen die Reizüberflutung des Straßenverkehrs ankämpfen, um wahrgenommen zu werden.
Hana: Ein Problem sind auch die eingeschränkten Parkmöglichkeiten und die Erreichbarkeit. Paradoxerweise ist eine Kreuzung zwar gut sichtbar, aber die angrenzenden Gebäude oft schlecht erreichbar, wenn man kurz anhalten oder parken möchte z. B. für Materialtransporte oder ältere Besucher.
Katja: Außerdem können wir die Räume nicht allein für uns nutzen. Das ist manchmal ein Problem.
Welche Wünsche habt Ihr für die verbleibenden vier Monate?
Katja: Ich möchte einen Handarbeitskreis ins Leben rufen und einen regelmäßigen Treffpunkt für Senioren im 14-tägigen Rhythmus aufbauen.
Hana: Ich wünsche mir für die POP-UP-KIRCHE vor allem, dass sie bis zu den Sommerferien weitergeführt werden kann. Wir haben grad aus ganz Dessau Kinder vereint in einer Gemeinschaft die gegenseitig Trägt und von Gott getragen ist.
(Die Fragen stellte Pressesprecherin Susanne Reh.)
15.10.2026
Übergabe des Staffelstabs
Neue Geschäftsführung beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Dessau e.V.
Mit einem festlichen Gottesdienst in der Dessauer Georgenkirche hat das Diakonische Werk im Kirchenkreis Dessau e.V. zwei prägende Persönlichkeiten seiner Geschichte verabschiedet und zugleich die neue Geschäftsführung begrüßt. Nach Jahrzehnten engagierter Arbeit wurden Evelin Heinrich und Gisela Hoffmann aus ihren verantwortungsvollen Aufgaben entpflichtet. Gleichzeitig wurden Doreen Jahn, Steve Michael Müller und Matthias Pausch als neue Geschäftsleitung des Werkes in ihren Dienst eingeführt.
Mehr als 350 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende engagieren sich heute in den vielfältigen Arbeitsfeldern des Diakonischen Werkes. Die Entwicklung der Einrichtung seit ihrer Gründung 1993 ist eng mit den Namen von Evelin Heinrich und Gisela Hoffmann verbunden. Unter ihrer Mitwirkung entstanden neue Angebote für Menschen mit Behinderungen, Senioren und Familien; bestehende Einrichtungen wurden modernisiert und neue Strukturen aufgebaut. Das Werk entwickelte sich zu einem wichtigen sozialen Träger in der Region.
Evelin Heinrich übernahm bereits 1994 die Geschäftsführung des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Dessau und führte die Einrichtung über mehr als drei Jahrzehnte durch Zeiten des Wachstums, gesellschaftlicher Veränderungen und wirtschaftlicher Herausforderungen. Seit 2023 war sie zudem Vorständin und Verwaltungsdirektorin der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau.
Auch Gisela Hoffmann prägte die Arbeit der Diakonie über viele Jahre entscheidend mit. Die Sozialpädagogin leitete seit den 1990er Jahren Einrichtungen und Angebote der Eingliederungshilfe, setzte sich für selbstbestimmte Lebensperspektiven von Menschen mit Behinderungen ein und begleitete den Wandel von institutioneller Betreuung hin zu mehr Teilhabe und Inklusion. Zuletzt verantwortete sie auch die Seniorendienste des Vereins.
Die Predigt hielt der frühere Kirchenpräsident Anhalts Joachim Liebig. Darin würdigte er den besonderen Auftrag der Diakonie, die christliche Nächstenliebe im Alltag sichtbar werden zu lassen. Diakonie bedeute, „das Gute in Menschen sehen und helfen, wo Hilfe notwendig ist“. Von diakonischen Mitarbeitenden werde mehr erwartet als die Erfüllung eines Berufes: Empathie, Engagement und die Bereitschaft, Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen. Gerade darin liege die besondere Stärke diakonischer Arbeit.



Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer im Gespräch mit Matthias Pausch
Mit Blick auf die scheidenden Führungskräfte dankte Joachim Liebig für die langjährige Zusammenarbeit und für die vielen Herausforderungen, die gemeinsam bewältigt wurden. Er betonte, dass die geleistete Arbeit weit über Verwaltung und Organisation hinausgehe und stets dem Dienst am Menschen verpflichtet gewesen sei. Beide Frauen könnten deshalb mit großer Dankbarkeit auf ihr Berufsleben zurückblicken.
Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen von Dankbarkeit, Abschied und Aufbruch. Zahlreiche Gäste aus Kirche, Diakonie, Politik und Gesellschaft würdigten die Verdienste von Evelin Heinrich und Gisela Hoffmann. Zugleich wurde den neuen Verantwortlichen Vertrauen und Segen für ihre künftigen Aufgaben zugesprochen. Mit Doreen Jahn, Steve Michael Müller und Matthias Pausch beginnt nun ein neues Kapitel in der Geschichte des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Dessau.
11.10.2026
Päckchen für Freude und Hoffnung
In diesem Jahr feiert „Weihnachten im Schuhkarton“ das 30-jährige Jubiläum. In dieser Zeit ist ein weltweites Netzwerk aus Gemeinden gewachsen, in dem Gottes grenzenlose Liebe erfahrbar wird. Unsere Gemeinden sind Teil der Aktion der christlichen Hilfsorganisation „Samaritan’s Purse“. Die Päckchen aus unserer Region gingen 2025 nach Osteuropa und wurden dort durch Kirchengemeinden an Kinder in herausfordernden Lebenssituationen verteilt. Insgesamt wurden 2025 im deutschsprachigen Raum über 275.000 Schuhkartons gepackt. Weltweit erhielten im Rahmen der Aktion über 12,2 Millionen Kinder liebevoll gepackte Geschenkpakete.
Die Gemeinden in Anhalt und die Landeskirche unterstützen die Geschenkaktion auch diesmal. Helfen Sie gern mit. Ein Schuhkarton, voll bepackt mit schönen Dingen, die Kinder eines bestimmten Alters erfreuen, kann von Ihnen aus auf die Reise gehen.

Eine Dessauerin gibt ein Päckchen für "Weihnachten im Schuhkarton" 2025 im Landeskirchenamt ab.
Unter anderem hier können Sie bis 09. November Päckchen abgeben:
- Raguhn, Marita Degen, Mühlstraße 2, 06779 Raguhn
- Staßfurt-Leopoldshall, Gemeindebüro, Kirchplatz 3, 39418 Staßfurt
- Landeskirche, Empfang, Friedrichstraße 22/24, 06844 Dessau-Roßlau
Vielen Dank für Ihre Beteiligung und Unterstützung!
09.10.2026
Jugendliche aus Anhalt für Deutschen Engagementpreis nominiert
„Wenn man sich die Welt gerade anschaut, ist es verständlich dass so viele Menschen keine Hoffnung mehr haben, etwas ändern zu können“, erklärt Emma Arndt. Doch Resignieren ist für die 16-jährige aus Gernrode keine Option: „Unser Projekt gibt mir die Chance die Welt, in der ich aufwachse, ein Stückchen besser zu machen.“
Das Projekt, von dem Emma spricht, ist eine gemeinsame Aktion von im Kern sechs Jugendlichen der Jungen Gemeinde. Seit 2023 engagieren sie sich mit viel Herzblut für eine Schule in Nepal. Sie sammeln Spenden, mit denen sie Schulsachen, Spielgeräte und Bücher für die Schulbibliothek ihrer Partnerschule finanzieren. Dafür verkaufen sie vor allem auf Veranstaltungen wie dem Gernröder Weihnachtsmarkt ihre „Nepal-Eselchen“ – handgenähte Plüschesel – sowie selbst gebastelte Dekorationen und kleine Geschenke. Außerdem organisieren sie ein eigenes Spendensommerfest und sind bei Schul-, Vereinsfesten sowie dem Elbetag in Dessau vertreten.
„Damit helfen wir, Kinder ein Stück näher zu einer besseren Zukunft zu bringen. Es zeigt, dass es nicht hoffnungslos ist sich für etwas einzusetzen“, sagt Emma Arndt. Die Idee hinter dem Projekt: Während in Nepal Kinder oft Kleidung für Europa nähen, nähen hier Jugendliche Plüschtiere, um Kindern in Nepal Bildung zu ermöglichen.


Eine große Anerkennung für die jungen Leute aus dem Kirchenkreis Ballenstedt ist die Nominierung ihres Projekts für den Deutschen Engagementpreis 2026, für den man jetzt abstimmen kann. Und wer weiß: Vielleicht reicht es für den ersten Platz.
05.10.2026
Kirchenbaurätin geht in Ruhestand
Verabschiedung von Konstanze Förster-Wetzel
Nach 32 Jahren im Dienst der Evangelischen Landeskirche Anhalts wurde die Kirchenbaurätin Konstanze Förster-Wetzel in den Ruhestand verabschiedet worden. In ihrer Verantwortung lagen mehr als 210 Kirchen, zahlreiche Gemeindehäuser, das Tagungshaus in Gernrode, Friedhofsanlagen sowie weitere kirchliche Gebäude der Landeskirche. Mit großem Fachwissen, Verlässlichkeit und persönlichem Engagement begleitete sie in dieser Zeit unzählige Sanierungs- und Bauvorhaben und trug dazu bei, dass kirchliche Gebäude als Orte des Glaubens und der Begegnung erhalten bleiben konnten.
In seiner Laudatio würdigte Oberkirchenrat Matthias Kopischke insbesondere ihren langen Atem und ihre Kompetenz für die vielfältigen Bauaufgaben der Landeskirche: „Sie haben mit dafür gesorgt, dass solche Räume mit ihrem Schutz für die Menschen erhalten bleiben.“ Matthias Kopischke dankte ihr für „32 Jahre, in denen Sie dazu beigetragen haben, dass die Häuser unserer Kirche erhalten bleiben konnten“.
Mit guten Wünschen und Gottes Segen wurde Konstanze Förster-Wetzel von mehr als 100 Gästen, Kollegen, Wegbegleitern und Freunden in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.

Als symbolisches Geschenk erhielt die scheidende Kirchenbaurätin einen Dachziegel, der für ihre Arbeit stehen soll: den Schutz und Erhalt kirchlicher Räume für die Menschen in Anhalt.
02.10.2026
Martin Olejnicki spricht "Angedacht"
Das Zwiebelprinzip im Herbst und Gespräche übers Alter im Fitnessstudio: zwei Themen, denen sich Martin Olejnicki in seiner nächsten Staffel "Angedacht" widmet. Sie wird von So., 04. Oktober bis Sa., 10. Oktober bei MDR Sachsen-Anhalt zu hören sein - werktags 5.50 Uhr und 9.50 Uhr am Wochenende 8.50 Uhr.
Außerdem stehen die Beiträge als Podcast zur Verfügung. Dort können Sie auch hören, was Martin Olejnicki über grüne Tomaten denkt und was ihm am Tag der Deutschen Einheit bewegt. In der Folge am 09. Oktober spricht er über eine Urlaubsepisode, als er von einer Frau für den "besten Zahnarzt der Welt" gehalten wird und ein Geschenk bekommt. Warum er deshalb ein schlechtes Gewissen hatte, hören Sie selbst.
Hier finden Sie weitere Informationen über Kirche und Religion im MDR.

28.09.2026
Zerbst: neue Station am Lutherweg für Kinder
Neue Informationstafel an der Evangelischen Grundschule in Zerbst übergeben
Mit der Übergabe einer neuen Informationstafel am Freitag, 25. September 2026 wurde das Projekt „Der Lutherweg für Kinder“ an der Evangelischen Bartholomäi-Grundschule in Zerbst um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt. Die Tafel bildet gemeinsam mit dem von den Kindern gestalteten Stempelkasten einen attraktiven Erlebnisort für junge Pilgerinnen und Pilger sowie für Familien, Schulklassen und Gäste der Stadt.
Die Idee zum „Lutherweg für Kinder“ wurde von der Deutschen Lutherweg-Gesellschaft e.V. entwickelt und gemeinsam mit vier Evangelischen Grundschulen entlang des Lutherweges in Sachsen-Anhalt verwirklicht. "Wir gehen an die Schulen, weil wir festgestellt haben, dass Schulkinder und Schulklassen zunehmend mehr ihre Wandertage so verbringen, dass sie nicht nur ein Ziel ansteuern, sondern dass sie sozusagen auch Erfahrungen mit der Natur, mit Martin Luther, mit Gott und der Welt machen wollen", sagt Dr. Ekkhard Steinhäuser, Präsident der Deutschen Lutherweggesellschaft zur Enthüllung des Stempelkastens in Zerbst. Ziel des Projektes ist es, Kindern die Geschichte Martin Luthers und die Werte der Reformation auf verständliche, altersgerechte und spielerische Weise näherzubringen.
Die neue Informationstafel wurde von der vierten Klasse der Zerbster Grundschule selbst gestaltet. Sie erzählt, warum Martin Luther Bildung für alle Menschen so wichtig war. Bereits vor rund 500 Jahren setzte er sich dafür ein, dass Kinder lesen und schreiben lernen können – unabhängig von ihrer Herkunft – und dass auch Mädchen Zugang zu Bildung erhalten. Seine Überzeugung, dass jeder Mensch selbst die Bibel lesen und sich Wissen aneignen sollte, prägt unser Bildungsverständnis bis heute.


Die Informationstafel ergänzt den Stempelkasten mit dem Lutherweg-Kinderstempel und lädt Kinder dazu ein, den Lutherweg aktiv zu entdecken. Der Stempelkasten in Zerbst ist eigens bemalt worden und zeigt Martin Luther unter einem Apfelbaum sitzend. Zerbst ist nach der Evangelischen Grundschule in Bernburg nun bereits die zweite von vier geplanten Kinderstationen entlang des Lutherweges Sachsen-Anhalt. 80 Kilometer misst der Kinderlutherweg. Er ist eingebettet in den Lutherweg Sachsen-Anhalts, der etwa 610 Kilometer Wegstrecke hat. Stempelpässe und Wanderkarten gibt es in der Geschäftsstelle der Lutherweggesellschaft in Wittenberg.
Die Deutsche Lutherweg-Gesellschaft freut sich über die enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen und allen Projektpartnern. Gemeinsam entsteht ein Angebot, das Kinder neugierig macht, Familien zum Wandern einlädt und den Lutherweg als besonderen Bildungs- und Erlebnisweg in Sachsen-Anhalt weiter stärkt.
25.09.2026
Die Orgel in Kleinpaschleben wird restauriert
Seit 2017 hat die Kirchengemeinde Spenden für das Projekt gesammelt
In dieser Woche hat die Restaurierung der Orgel in der Kirche in Kleinpaschleben hat begonnen. Es handelt sich dabei um eine historische Pfanneberg-Orgel aus dem Jahr 1867. Sie geht auf ein älteres Werk des Orgelbaumeisters Christoph Jessen aus Halberstadt aus dem Jahr 1782 zurück.
Die Restaurierung wird durch die Orgelbaufirma Thorsten Zimmermann aus Halle/Saale durchgeführt. Für das Projekt hat die Kirchengemeinde Kleinpaschleben seit 2017 Spenden gesammelt. Bisher sind durch Spenden und Kollekten 15.726,46 Euro zusammen gekommen. Pfarrer Hans Christian Beutel dankt allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich.
Die Gesamtkosten betragen knapp 84.000 Euro. Davon kommen 37.000 Euro von der Kirchengemeinde. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben von der Evangelischen Landeskirche Anhalts, dem Land Sachsen-Anhalt, der Lotto-Toto-Gesellschaft und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Hintergrund:
Historisch ist diese Orgel wichtig, weil sie einen Einblick in eine in Köthen ansässige Orgelbautradition gibt. Über den Orgelbaumeister Gottlieb Pfanneberg aus Köthen ist nur sehr wenig bekannt - wir wissen nicht einmal, wo sich seine Werkstatt befunden hat. Aber in einer Reihe von Dörfern im Umkreis von Köthen gibt es Orgeln aus dieser Werkstatt. Zuletzt wurde die Pfanneberg-Orgel in der Kirche von Schortewitz durch die Firma Thorsten Zimmermann, Orgelbau, aus Halle umfassend restauriert.
Weitere Orgeln des Orgelbaumeisters Pfanneberg befinden sich in den Kirchen von Weißandt-Gölzau, Prosigk, Großwülknitz, Wedlitz, Prödel, Radegast, Wulfen, Amesdorf, Schackstedt und Güsten. Pfanneberg ist in der Region Köthen - Bernburg recht produktiv gewesen und hat durch Neubauten, Umbauten oder Reparaturen diese Orgellandschaft ein entscheidendes Stück mitgeprägt.

Diese Orgeln zeigen durchaus eine eigene „Handschrift“. Zu den Besonderheiten gehört, dass Pfanneberg sehr sorgfältig und respektvoll mit bestehenden Teilen aus älteren Orgel umgegangen ist und sie so weit es irgend möglich war, in sein Werk integriert hat. So finden sich auch in der Orgel von Kleinpaschleben viele Teile und Baugruppen, die aus der älteren Jessen-Orgel erhalten geblieben und integriert worden sind.
Dass die Pfanneberg-Orgel dabei eine hohes Klangniveau erreicht hat, zeigen zwei Zitate aus der Zeit der Fertigstellung um 1867. Der Hofkapellmeister Eduard Thiele überprüft die Orgel und schreibt in seinem Abnahmebericht: „Die Teile, die Pfanneberg in die Orgel neu eingebaut (hat), sind vollständig gelungen und ohne Tadel.“ Und zu einem ähnlichen Urteil kommt der Orgelvirtuose Dorsch: „Das Gehäuse mit seinem Schnitzwerk und der Prospekt mit seinen hellpolierten Pfeifen mache in der überaus freundlichen Kirche einen sehr schönen Eindruck. Die Verbindung und die Mischung der zarten Stimmen steht in einem schönen Verhältnis und das ganze Werk ist für die Kirche stark genug ohne das Ohr zu beleidigen.“
Den "Prospekt mit seinen hellpolierten Pfeifen“ gibt es so heute nicht mehr - die Pfeifen sind im ersten Weltkrieg für die Rüstungsindustrie requiriert worden. Sie sollen nun im Zuge der Sanierung und Restaurierung wieder durch dafür neu angefertigt Zinnpfeifen ersetzt werden. Zudem soll ein heute nicht mehr vorhandenes Register (Quinte 2 2/3’) rekonstruiert werden.
24.09.2026
Die Rühlmann-Orgel erklingt
21. Internationales Rühlmannorgel-Festival macht Station in Dessau (27.09.2026. 10.00Uhr, Melanchthonkirche Dessau-Alten)
Im Rahmen des 21. Rühlmannorgel-Festivals findet am Sonntag, 27.09.2026, 10.00 Uhr ein musikalischer Gottesdienst in der Dessauer Melanchthonkirche statt. Zu hören sind eine große Vielfalt und Möglichkeiten von Orgelklängen. Es spielt Kantor Matthias Müller aus Ostfriesland, der zugleich Gründer des Festivals ist. Müller war 15 Jahre als Kantor und Orgelrestaurator in Sachsen-Anhalt tätig und kennt die meisten Orgeln in unserer Region. Er wird in vielfältiger Weise die Orgel der Melanchthonkirche in Dessau zum Erklingen bringen. Der Eintritt ist frei.
Die Philipp-Melanchthon-Kirche Dessau-Alten wurde 1898 anstelle eines zu klein gewordenen Vorgängerbaus vollendet. Sie ist dem Stil der Neoromanik verpflichtet und hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes. Gleichzeitig mit dem Kirchenbau erschuf die Firma Rühlmann in Zörbig die passende Orgel op. 199 mit 14 klingenden Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal.
Weitere Informationen: Pf. Stephan Grötzsch, Christusgemeinde Großkühnau-Ziebigk, Tel.: 0340 617442 oder 0151 61133131 oder stephan.groetzsch@kirchanhalt.de

Die Geschichte der Zörbiger Orgelbauerfamilie Rühlmann begann mit Friedrich Rühlmann (1812–1878). Zwischen 1846 und 1858 baute der Orgelbaumeister sechs Instrumente. Seine mechanischen Orgeln zeigen bereits erste Ansätze des romantischen deutschen Orgelklangs. Die älteste erhaltene Orgel, Opus 3 in Haardorf, erklingt bis heute regelmäßig im Rahmen des Rühlmann-Orgel-Festivals. In den folgenden Jahren wurden viele Orgeln in Anhalt und darüber hinaus durch die Rühlmann-Orgel-Werkstatt gebaut. Der Betrieb wuchs zu einem der bedeutenden Orgelbaubetriebe Mitteldeutschlands heran. Mehr als 300 Instrumente entstanden unter seiner Leitung, darunter die Orgel der Bachkirche St. Agnus in Köthen.
Insgesamt verließen mehr als 460 Orgeln die Werkstatt. Ein bedeutender Teil des Familienerbes befindet sich heute bei Kantor Matthias Müller und seiner Orgel- und Harmoniumwerkstatt Calcant. Dort werden historische Dokumente, Fotografien und das originale Werkzeug der Rühlmanns bewahrt. Aus der Begegnung zwischen Albrecht Rühlmann und Matthias Müller entstand 2006 die Idee zum ersten Rühlmannorgel-Festival. Kirchen mit historischen Rühlmann-Orgeln wurden zu Konzertorten. So wird das Erbe der Zörbiger Orgelbauer nicht nur bewahrt, sondern regelmäßig zum Klingen gebracht.
20.09.2026
25 Jahre Rainbow Singers
Jubiläumskonzert am 26. September in der Stiftskirche Gernrode
Mit einem festlichen Konzert feiern die Rainbow Singers am Samstag, dem 26. September 2026 in der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode ihr 25-jähriges Bestehen. 17 Uhr ist Konzertbeginn. Unter dem Titel "Amazing Grace" erklingen Gospels und Spirituals, begleitet von einer Band. Das Jubiläum sollte ursprünglich bereits im vergangenen Jahr begangen werden, musste jedoch verschoben werden. Nun wird das besondere Ereignis nachgeholt.
Seit einem Vierteljahrhundert gehören die Rainbow Singers zum kulturellen Leben der Region. Unter der musikalischen Leitung von Andrea Rittweger hat sich der Chor über die Jahre zu einer festen Größe entwickelt und zahlreiche Menschen mit seiner Freude am gemeinsamen Singen begeistert.
Das Jubiläumskonzert bietet einen musikalischen Rückblick auf 25 Jahre Chorgeschichte. Die Sängerinnen und Sänger präsentieren eine Auswahl ihrer Lieblingsstücke aus den vergangenen Jahrzehnten und nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch das vielfältige Repertoire des Chores. Gleichzeitig wurden neue Titel einstudiert, sodass auch frische musikalische Akzente zu hören sein werden.
„Musik verbindet Menschen über Generationen hinweg“, sagt Chorleiterin Andrea Rittweger. „Wir freuen uns sehr, dieses Jubiläum nun gemeinsam mit unserem Publikum feiern zu können.“ Die Vorfreude auf das Konzert ist bei den Chormitgliedern groß, die sich seit Monaten auf den besonderen Abend vorbereitet.
Zu dem Konzert sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Ebenso sind neue Sängerinnen und Sänger willkommen, die Freude am gemeinsamen Musizieren haben und den Chor kennenlernen möchten.

Die Rainbow Singers Weihnachten 2000

Ausflug während einer Reise nach Ungarn im Jahr 2010

Probenwochenende in Bad Blankenburg 2024
19.09.2026
Gottesdienst, Obstsortenbestimmung, Musical und mehr
27. Anhaltischer Obst- und Umwelttag an der Auferstehungskirche Dessau (Sonntag, 20. September, 14 Uhr)
Zum 27. Anhaltischen Obst- und Umwelttag rund um die Auferstehungskirche Dessau (Fischereiweg 43) lädt die Auferstehungsgemeinde am Sonntag, 20. September, ein. Beginn ist 14 Uhr mit einer Andacht vor der Kirche an der Weidenkapelle, die vom Posaunenchor Dessau, unter der Leitung von Andreas Köhn musikalisch gestaltet wird. Das traditionsreiche Fest steht in diesem Jahr unter dem Motto: Klimawandel: „Komm, wir gehen in den Garten…“ Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch sagt dazu: „Wir spüren alle sehr deutlich, wie sich das Klima verändert hat, und das nicht nur im Garten! Deshalb laden wir zu einem bunten Miteinander ein.“
Beim Obst- und Umwelttag kann man außerdem Obstsorten bestimmen lassen, es gibt zahlreiche Informations- und Verkaufsstände, darunter eine ortsansässige Imkerin mit frischem Honig und einem Stand mit fair gehandelten Produkten. Das UBA, der Heimatverein Dessau-Siedlung und die Bürgerinitiative "Pro Elbe" sind ebenfalls mit Info-Ständen vor Ort. Bei einer Kaffeerunde mit Kuchenbasar ist Gelegenheit für die ganze Familie zum Treffen und Austauschen. Für Kinder gibt es Spielangebote von "Raxli Faxli", dem Dessauer Kinder- und Jugendzirkus und ca. 16.00 Uhr für alle das Musical: „David und Goliath“ mit der Ev. Grundschule Dessau.


Impressionen vom Obst- und Umwelttag 2025
17.09.2026
Garten der Erinnerung
Begegnung und Gespräche zum "Tag des Friedhofs" auf dem Friedhof in Dessau-Törten
Seit mehr als 20 Jahren gibt es in Deutschland den "Tag des Friedhofs". Der ist aber keinesfalls ein Grund zur Trauer. Mit dem Aktionstag machen Kirchen, Friedhofsgärtner und Bestattungsunternehmen auf die gesellschaftliche Bedeutung des Friedhofs sowie auf die Formen moderner Trauerkultur aufmerksam.
Auch die evangelische Gemeinde in Dessau-Törten lädt am 19. September 2026 ein, den Friedhof in Dessau-Törten (Mösterstraße 53) zu besuchen. Der Tag beginnt 11 Uhr mit einer Andacht in der Kirche. Danach gibt es Zeit für Begegnung und Gespräche, Rundgänge über den Friedhof und auf den Turm und verschiedene Aktionsstände. Mit dabei sind das Anhalt-Hospiz und ein Steinmetz.
Die Besucherinnen und Besucher bekommen unter anderem Informationen über Bestattungen, Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten. 13 Uhr spricht die ehemalige Krankenhausseelsorgerin Rosemarie Bahn zum Thema "Trauer", 14.30 Uhr stellt der Autor Andreas Hillger Persönlichkeiten vor, die auf dem Törtener Friedhof bestattet worden sind, unter anderem Siegfried Bethmann. Melodien des Dessauer Komponisten gibt es ab 16.30 Uhr in einem Konzert zu hören.

Der Friedhof in Törten ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Ort für Begegnungen. Auf dem naturnahen Friedhof finden sich auch immer wieder Menschen, die einfach die Natur genießen wollen und Ruhe suchen. Die Gemeinde ist bemüht, den Friedhof als einen Ort der Begegnung für Besuchende noch interessanter zu gestalten. Neben dem Kunstprojekt „Standworte“ gibt es seit einigen Monaten das Projekt „Oase“ - ein Kirchencafe.
Die Kirche St. Peter stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist das älteste Kirchengebäude in Dessau. Seit über 400 Jahren werden auf dem Friedhof in Törten Begräbnisse beurkundet. Der traditionsreiche Gottesacker ist bis heute ein kirchlicher Friedhof und steht weiter für Beisetzungen zur Verfügung – unabhängig von Gemeindezugehörigkeit oder Konfession. Heute bietet der Friedhof etwa 700 Verstorbenen die letzte Ruhe. Darunter finden sich bekannte Namen wie der Maler Carl Marx (1911-1991), der Komponist Siegfried Bethmann (1915-1993) und der Schriftsteller Werner Steinberg (1913-1992).
10.09.2026
Ökumenische Nacht der Kirchen in Dessau
Die Dessauer Kirchengemeinden laden am Sonnabend, 12. September, zu einer ökumenischen Nacht der Kirchen mit Musik, Andachten, Lesungen, Meditationen und Führungen ein. Besucherinnen und Besucher können elf Gemeindehäuser und Kirchen neu für sich entdecken. Beteiligt sind die katholische Propsteikirche St. Peter und Paul sowie die evangelischen Kirchen St. Johannis, Petrus und St. Georg, zudem die Christuskirche Ziebigk und die Auferstehungskirche. Geöffnet sind auch die Freie evangelische Gemeinde, die Korngemeinde, die Landeskirchliche Gemeinschaft und die Laurentiushalle in der Diakonissenanstalt.
Zwischen 19 und 24 Uhr halten die Dessauer Gemeinden für ihre Gäste ein vielfältiges Programm bereit: In der Petruskirche erklingen ab 19 Uhr "Moderne Lieder mit dem Popchor". Landeskirchenmusikdirektor Matthias Pfund führt Neugierige in der St. Johanniskirche durch die große Eule-Orgel. In St. Georg ist eine Ausstellung mit Werken von Fridolin Kraska zu sehen. Die katholische Propsteikirche St. Peter und Paul lädt stündlich zu einer Kirchturmführung mit Orgel, Turmuhr und Glocken. Im Garten der Landeskirchlichen Gemeinschaft gibt es bis 22 Uhr Stockbrot und Musik. Tanzen in der Kirche? Auch das geht. Ab 23 Uhr in der Auferstehungskirche zum Abschluss der "Nacht der Kirchen" ab 23 Uhr.

Die Johanniskirche in Dessau (Foto mit KI bearbeitet).
Bereits am Nachmittag verspricht in der Christuskirche in Dessau-Ziebigk das traditionelle Konzert „In Capella“ eindrückliche musikalische Erlebnisse. Beginn ist 17 Uhr. Die Konzertreihe im Rahmen des Jugendmusikfestes schafft seit vielen Jahren eine besondere Synthese: historische Kirchen im ganzen Land verwandeln sich – im Wortsinn – in einen Resonanzraum, den die Landes- und Bundespreisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert mit musikalisch-künstlerischer Raffinesse und ansteckender Leidenschaft mit Leben füllen. Die jungen Musikerinnen und Musiker präsentieren sich in vielfältigen Besetzungen, darunter Klavier solo, Gesang und Blockflötentrio. Mit einem facettenreichen Programm spannen sie dabei einen musikalischen Bogen über verschiedene Epochen – vom Barock bis hin zur klassischen Moderne.
07.09.2026
Kirchen werden sich weiter mit dem Evangelium zu Wort melden
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt melden sich die leitenden Geistlichen zu Wort. Landesbischof Friedrich Kramer, Evangelische Kirche Mitteldeutschland, Bischof Dr. Gerhard Feige, Bistum Magdeburg (katholisch), Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer, Evangelische Landeskirche Anhalts:
Das Wahlergebnis nehmen wir als Kirchen mit großer Sorge zur Kenntnis. Diese Landtagswahl hat die politischen Verhältnisse in Sachsen-Anhalt tiefgreifend verändert. Das Land ist gespalten. Unsere Sorge gilt dem sozialen Frieden und dem Miteinander der Menschen in unserem Bundesland. Das Wahlergebnis zeigt eine große Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung. Gleichzeitig stehen so viele Menschen einander selbstlos mit Rat und Tat und Zeit zur Verfügung; helfen, spenden, teilen, hören zu und stärken einander.
Unsere Sorge gilt auch den von der AfD angekündigten Folgen, die das Wahlergebnis für Kultur und Bildung, Gemeinwesen und Ehrenamt, Diakonie, Caritas und Kirchen haben wird, für innere und äußere Sicherheit. Als Kirchen bringen wir eine lange Geschichte der Resilienz mit, wir haben Diktaturen und Unterdrückung, Kriege und Krisen überstanden und werden auch weiterhin unsere Türen für alle Menschen öffnen, die Schutz und Ruhe, Heilung und Wegweisung in der Gegenwart Gottes suchen.
Landesbischof Friedrich Kramer:
„Wir Kirchen stehen auch nach der Wahl fest an der Seite jener, die mit wachsamem Blick auf die Politik der AfD schauen. Gemeinsam mit allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern werden wir uns weiterhin für die Menschenwürde jedes einzelnen Menschen einsetzen, für Nächstenliebe und für ein solidarisches Miteinander. Wir vertrauen auf Gottes Geist, dass er uns helfen möge, Brücken zu bauen und Gräben zu überwinden.“

Bischof Dr. Gerhard Feige:
„Wir appellieren an die Wahlsieger, die Verfassung unseres Landes wie das Grundgesetz uneingeschränkt zu achten und die Würde aller Menschen zu wahren. Wer Regierungsverantwortung übernehmen möchte, übernimmt die Verantwortung für alle Menschen in unserem Land.“
Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer:
„Als Kirchen sind und bleiben wir zu allererst der Botschaft des Evangeliums verpflichtet. In die Gestaltung des Gemeinwesens werden wir uns daher wie bislang pointiert, konstruktiv und verbindend einbringen. Die Gesellschaft darf von uns als Kirchen zu Recht prophetische Klarheit und faktenbasierte Diskurse erwarten. Einer Spaltung der Gesellschaft, der Schwächung demokratischer Institutionen und Einschränkung von Freiheitsrechten treten wir mit unserer Arbeit entschieden entgegen. Das Wohl aller Menschen im Land werden wir in unseren Fürbitten vor Gott bringen.“
06.09.2026
Andacht in St. Jakob nach der Wahl in Sachsen-Anhalt
Kirchenpräsident Wolkenhauer gestaltet Andacht in Köthen - mehrere offene Kirchen in Anhalt
Am Sonntag, 6. September 2026, lädt die Evangelische Landeskirche Anhalts um 20 Uhr zu einer musikalischen Andacht anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in die Kirchengemeinde St. Jakob in Köthen ein.
Gemeinsam mit Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer soll am Wahlabend in der Jakobskirche Raum sein für das, was Menschen angesichts der ersten Hochrechnungen und Ergebnisse bewegt. Raum für Gebet, Musik, Stille, Dank, Klage, Gemeinschaft. Freude und Erleichterung ebenso wie Sorgen, Unsicherheit und Ängste. Die Kirchengemeinde bietet am Sonntagabend einen Ort an, an dem all das ausgehalten, ausgesprochen und vor Gott gebracht werden kann.
„Eine Wahl entscheidet über politische Mehrheiten. Aber sie entscheidet nicht darüber, ob wir einander als Menschen aus dem Blick verlieren“, sagt Pfarrer Martin Olejnicki. „Gerade an einem Abend, an dem Zahlen, Balken und Prozente die Nachrichten bestimmen, wollen wir Raum schaffen für Gebet, Besinnung und die Sorge um unser gemeinsames Zusammenleben.“

Die Andacht zur Landtagswahl beginnt am Sonntag, 6. September, um 20 Uhr in der Jakobskirche Köthen. Eingeladen sind alle Menschen unabhängig davon, ob und wie sie gewählt haben, oder wie sie auf das Wahlergebnis blicken. Viele Kirchengemeinden in Anhalt haben ihre Kirchen am Wahlabend für Gebet und Andacht geöffnet. Dazu gehören unter anderem die Kirchen in Kleutsch bei Dessau, Oranienbaum, Dessau-Ziebigk und Preußlitz. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Kirchengemeinden am Ort.
Die TelefonSeelsorgen rufen auf, bewusst zu wählen
04.09.2026
"Aufnahme läuft!" - Ein Workshop, der sich hören und sehen lassen kann
Wie man einen Podcast mit einem spannenden Hörspiel kombiniert, das Ganze dann auch noch mit einem experimentellen Video illustriert und zusammenschneidet, das alles können Jugendliche wieder bei einem Workshop der Evangelischen Jugend Anhalts in den Herbstferien lernen. Gleichzeitig erfahren die jungen Akteure in diesem kreativen Workshop, wie man locker hinter einem Mikro oder vor einer Kamera steht, improvisiert, ein Drehbuch schreibt, am Computer die Aufnahmen und Szenen zusammenschneidet und warum dafür ein Storyboard wichtig sein kann.
Das Angebot vom 19. bis 23. Oktober 2026 richtet sich an kreative junge Menschen mit und ohne Vorerfahrungen, die Lust haben, ein experimentelles „Podcast-Hörspiel-Video-Projekt“ zu realisieren. Eingeladen sind unter dem Motto „Aufnahme läuft“ bis zu 15 Jungen und Mädchen ab 14 Jahren. Kompetent begleitet und fachlich beraten werden die jungen Teilnehmenden von Therese Schreiber aus Leipzig (Theaterpädagogik /Schauspiel-Coaching) und Thomas Kirsche aus Leipzig (Hörspiel- und Podcastleitung). Unterstützt wird das Jugendbildungsseminar seit vielen Jahren vom Offenen Kanal Dessau und finanziell gefördert durch das Sozialministerium des Landes Sachsen-Anhalt und die Evangelische Landeskirche Anhalts.
Die Arbeitsergebnisse der Workshops aus den zurückliegenden Jahren wurden vielfach mit regionalen und überregionalen Preisen ausgezeichnet. „Nach sehr erfolgreichen Jahren mit einer eingespielten Crew sprechen wir in diesem Jahr bewusst wieder Jugendliche an, die von Grund auf lernen möchten, worauf es vor und hinter der Kamera oder einem Mikro ankommt, wie man ein Video dreht und alles sauber zusammenschneidet“, sagt Leiter Carsten Damm vom Kinder- und Jugendpfarramt der Evangelischen Landeskirche Anhalts. „Ich bin gespannt, was die jungen Leute in diesem Workshop wieder Beeindruckendes zustande bringen. Es wird sicher etwas sein, das sich hören und sehen lassen kann.“

Der Workshop findet in der Dessauer Jugendherberge (Ebertallee 151) statt und kostet 165 Euro pro Teilnehmer/in. Darin enthalten sind auch Unterkunft, Übernachtung , Vollverpflegung und alle Materialien für die kreative Arbeit.
Interessenten sollten sich bis spätestens zum 16. September anmelden.
Infos und Anmeldung: Carsten Damm, Tel. 0340 / 2526-108, carsten.damm@kircheanhalt.de
01.09.2026
Los geht's!
Mit einem Gottesdienst in der Schlosskirche Wittenberg sind Elisa Döring, Clara Birth und Frieder Konstabel (v.l.n.r.) in ihren Dienst als Vikare eingeführt worden. Den Segen spendete OKR Matthias Kopischke (links).
Frieder Konstabel schreibt: „Es war ein schöner Gottesdienst mit einer wunderschönen Predigt.“ Er hat uns nicht nur für den Dienst eingestimmt hat, sondern auch gezeigt hat, dass wir in unserer Ausbildung nicht alleine sind, da es immer die andere Vikarinnen und Vikare aus der EKM und EKBO gibt. Es war außerdem eine tolle Erfahrung den Segen durch OKR Kopischke zugesprochen zu bekommen, der uns zum Dienst eingesegnet hat. Der Gottesdienst, sowie die ersten Tage haben Kraft und Vorfreude auf das Vikariat, die Schüler und die Gemeinden gegeben."
Bei dem festlichen Gottesdienst wurde eine neue Studienleitung des Predigerseminars in Wittenberg eingeführt und 31 Vikarinnen und Vikare in den Vorbereitungsdienst übernommen
Die Predigt hielt die neue Studienleiterin Pfarrerin Dr. Miriam Wojakowska.

31.08.2026
2.500 Menschen feiern in Dessau Zusammenhalt und Hoffnung
Die Evangelische Landeskirche Anhalts bringt Gemeinden, Stadtgesellschaft und Gäste aus ganz Deutschland zusammen
Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat am Sonntag mit rund 2.500 Menschen auf dem Dessauer Marktplatz ein Hoffnungskulturfest gefeiert. Gemeinden aus ganz Anhalt, Menschen aus der Dessauer Stadtgesellschaft sowie Gäste aus anderen Landeskirchen kamen zu Musik, Gesprächen und gemeinsamem Essen zusammen.
Auf der Bühne standen unter anderem Sebastian Krumbiegel, Sänger der Prinzen, und Annie Heger. Rund 80 Bläserinnen und Bläser gestalteten das musikalische Programm mit. An 125 Gemeinschaftstischen wurde kostenlos Essen ausgegeben, zahlreiche kirchliche Einrichtungen und Initiativen stellten ihre Arbeit vor.
„Heute ist sichtbar geworden, was jeden Tag in unseren Dörfern und Gemeinden geschieht: Menschen schließen Türen auf, bringen andere zusammen, singen, beten, essen miteinander – sie leben Gemeinschaft, Verbundenheit und Nachbarschaftlichkeit mit allen Menschen – gleich wie sie leben oder woher sie kommen - ganz selbstverständlich. Wir sind viele und genau deshalb sind wir voller Hoffnung. Diese Erfahrung und diese Stärke nehmen wir aus diesem Tag mit“, sagte Karsten Georg Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
Das Hoffnungskulturfest war die größte gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Landeskirche Anhalts seit dem anhaltischen Kirchentag vor zehn Jahren. Neben Gemeinden der Landeskirche nahmen zahlreiche Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet teil, darunter leitende Geistliche anderer evangelischer Landeskirchen, Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, Präses der EKD-Synode und Bischof Gerhard Feige, des katholischen Bistums Magdeburg.



27.08.2026
Gemeinsame Erklärung der TelefonSeelsorge in Sachsen-Anhalt und Thüringen zur bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen- Anhalt
Fast 45.000 Anrufe – 340 Ehrenamtliche – 5 Leitungen – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr…
Das ist die TelefonSeelsorge in Sachsen-Anhalt!
Einsame und Verzweifelte; Menschen in akuten Krisen; Menschen, die einfach ein offenes Ohr brauchen. Sie alle finden bei uns hoch qualifizierte, gut ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Menschen, die einfach da sind, ihre ganze Aufmerksamkeit schenken, zuhören, mitfühlen und Wege eröffnen. Rund um die Uhr, anonym, kostenfrei und vertraulich.
Wir sind da für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, persönlichen Lebensentwürfen. Weil jeder Mensch ein Geschöpf Gottes ist, wertvoll und wichtig. Ausnahmslos! Dieses christliche Menschenbild ist Grundlage unserer Arbeit.
Diesen so wichtigen Dienst innerhalb unserer Kirchen sehen wir in akuter Gefahr, wenn Menschenwürde, Toleranz, Vielfalt, Solidarität und Nächstenliebe nicht mehr selbstverständliche Werte in unserem Bundesland sind. Finanzielle Zuwendungen aus Landes- und Kommunalmitteln, aber auch der Kirchen sind für unsere Arbeit existentiell. Wenn diese an ideologische und patriotische Erklärungen gebunden sind und damit unseren geltenden Werten und Grundsätzen in der TelefonSeelsorge entgegenstehen, können wir unseren Dienst nicht in der gewohnten Qualität aufrecht erhalten.

Sie haben die Wahl, am 6. September bewusst zu wählen, mit Herz und Verstand, für Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe, die allen gilt.
Unterzeichnet von:
- Andreas Krov-Rack – TelefonSeelsorge Dessau
- Gundula Eichert – TelefonSeelsorge Halle,
- Ute Mertens – Ökumenische TelefonSeelsorge Magdeburg und nördl. Sachsen-Anhalt,
- Sandra Fricke – Ökumenische TelefonSeelsorge Erfurt
- Christiane Sachse – TelefonSeelsorge Ostthüringen
26.08.2026
700 Jahre St. Nicolai in Ballenstedt - Festvortrag von Dr. Brademann
Von den letzten und vorletzten Dingen. 700 Jahre St. Nicolai in Ballenstedt zwischen Glaube und Herrschaft
Vortrag von Dr. Jan Brademann am Mittwoch, 26. August 2026, um 19 Uhr in der Nicolai-Kirche Ballenstedt
Ausgangspunkt des Vortrags ist die Ambivalenz kirchlicher Existenz: Sie verkündet die letzten Dinge und verweist damit über die bestehende Welt hinaus – und wird zugleich selbst zu einer Institution dieser Welt, mit Besitz, wirtschaftlichen Interessen und Herrschaftsfunktionen. Diese Spannung lässt sich auch an der Kirche St. Nicolai beobachten, die zunächst in Abhängigkeit vom Kloster Ballenstedt, dem im 11. Jahrhundert gegründeten Zentrum der Memoria der frühen Askanier, stand.
Besonders deutlich zeigt sie sich im 16. Jahrhundert, in der eine enge Verbindung von Kirche und fürstlicher Herrschaft entstand. Die Fürsten von Anhalt übernahmen die Aufsicht über die Kirche, setzten Pfarrer ein und verbanden ihre weltliche Herrschaft mit dem Anspruch auf religiöse Autorität. Damit wurden die „letzten Dinge“ – jüngstes Gericht und Seligkeit – zum Fundament des sich entwickelnden Kleinstaats. Auch die konfessionellen Spannungen des späten 16. Jahrhunderts zwischen Lutheranern und Reformierten zeigen, wie unmittelbar religiöse Überzeugungen mit Herrschaft verbunden waren.
Schließlich führt der Vortrag in die Neuzeit: Wie veränderte sich die Bedeutung der „letzten Dinge“ für Kirche und Gemeinwesen? Und was geschah mit der engen Verbindung von Kirche und Herrschaft, als sich seit der Aufklärung Theologie und die gesellschaftliche Ordnung grundlegend wandelten? Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.


24.08.2026
"Bedeutende Frauen der Kirchengeschichte"
Ausstellung in der Marienkirche in Bernburg
In der Marienkirche in Bernburg ist die Ausstellung „Bedeutende Frauen der Kirchengeschichte“ zu sehen. Die vom Verband Evangelischer Frauen in Deutschland herausgegebene Schau beleuchte die Rolle von Frauen in 2.000 Jahren Christentum und erinnere an deren oft übersehenen Beitrag zur Geschichte der Kirche.
Die Ausstellung stellt Frauen aus unterschiedlichen Epochen vor. Sie zeigt, dass sie bereits in den ersten christlichen Gemeinden Aufgaben als Apostelinnen, Prophetinnen, Diakoninnen oder Bischöfinnen übernahmen. Später sind Frauen jedoch zunehmend aus kirchlichen Leitungsämtern verdrängt worden, heißt es in den Begleittexten. Erst die gesellschaftlichen Veränderungen im 19. und 20. Jahrhundert hätten Frauen neue Möglichkeiten eröffnet, ihre Rolle in Kirche und Gesellschaft einzufordern.

20.08.2026
Hochwasser-Gedenken in Dessau-Waldersee
In Dessau-Waldersee sind am Dienstag rund dreißig Einwohner zusammengekommen, um an das Hochwasser von 2002 zu erinnern. Es gab eine bewegender Andacht der damals Betroffenen und eine schöne Tafel vor der Kirche. Die Gäste saßen bis in den Abend fröhlich beisammen, erzählten, erinnerten sich, aßen und tranken. Auch der jetzige und ein ehemalige Ortsbürgermeister mit Familien waren gekommen.
Pfarrerin Geertje Perlberg sagt: "Es war eine schöne Gemeinschaft aus ökumenischen Kirchengliedern, Heimatverein, Ortszugehörigen." In der Kirche hatte der Heimatverein auch die Schautafeln mit den Flutbildern aufgestellt, die viele Erinnerungen und Gespräche auslösten.


19.08.2026
Pop-up-Kirche eröffnet
Der Kirchenkreis Dessau startet eine sechsmonatige Pilotphase für Kinder, Jugendliche und Familien
Mit der Eröffnung einer Pop-up-Kirche im Zentrum von Dessau hat am Dienstag ein innovatives Pilotprojekt begonnen, das kirchliche Arbeit mitten in den Alltag der Stadtgesellschaft bringt. Für zunächst sechs Monate wird ein zentral gelegenes „Mitmachlokal“ in der Kavalierstraße 37-39 zu einem offenen Ort der Begegnung, christlichen Bildung, Kreativität und Musik. Das Projekt richtet sich insbesondere an Kinder, Jugendliche und Familien und soll kirchliches Leben sichtbar und niedrigschwellig erlebbar machen. Die Pop-up-Kirche versteht sich als öffentlicher Begegnungsraum und Erprobungsort für neue Formen kirchlicher Präsenz. Gruppenangebote, gemeindepädagogische Aktivitäten und Teile der Arbeit der Singschule werden zeitweise in die Innenstadt verlagert. Durch die große Schaufensterfront werden kreative, musikalische und gemeinschaftliche Aktivitäten auch für Passantinnen und Passanten sichtbar.
„Wir möchten Kirche dort sichtbar machen, wo Menschen unterwegs sind. Die Pop-up-Kirche bringt Kinder, Jugendliche und Familien mitten ins Herz unserer Stadt. Sie schafft Begegnungen, baut Berührungsängste ab und zeigt, dass Kirche offen, nahbar und ein aktiver Teil des gesellschaftlichen Lebens ist“, sagt Peggy Rotter, Landespfarrerin für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Ziel des Projekts ist es, kirchliche Bildungs- und Begegnungsarbeit aus ihrer bisherigen räumlichen Randlage stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Pop-up-Kirche soll ein gemeinsamer Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Kirchenkreis werden und zugleich ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung setzen.
Zum regelmäßigen Programm gehören bereits verschiedene generationsübergreifende Angebote. Am Dienstagvormittag trifft sich die Krabbelgruppe für Eltern mit ihren Kleinsten. Ebenfalls dienstags kommen die Kirchenteens im Alter von 10 bis 12 Jahren zu gemeinsamen Aktivitäten ab 15 Uhr zusammen. Donnerstags sind Seniorinnen und Senioren zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen. Darüber hinaus finden die Treffen der Kirchenkids im Nachmittagsbereich statt; bei Bedarf können Kinder auch zuhause oder von der Schule abgeholt werden.


Informationen und Anmeldungen zu den Angeboten sind bei Katja Plogsties unter 0176 20319888 möglich.
Die Pilotphase läuft von August 2026 bis Februar 2027. Während dieser Zeit sollen Erfahrungen gesammelt werden, die als Grundlage für eine mögliche dauerhafte Fortführung des Konzeptes dienen.
18.08.2026
Taufgottesdienst an der Elbe
Zu einem Gottesdienst mit zwei Taufen in der Elbe bei Dessau lädt der Evangelische Gemeindeverbund ACT (Auferstehung-Christus-Trinitatis) am Sonntag, 23. August, um 14 Uhr ein.Der Taufritus in der Elbe greift die urchristliche Praxis auf, Menschen an Flüssen, Seen und Brunnen zu taufen und so in die Gemeinschaft der Christen aufzunehmen. Die Leitung hat Pfarrer Stephan Grötzsch. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Posaunenchor Dessau.
Pfarrer Stephan Grötzsch sagt zu dem Taufgottesdienst: „Mit der Taufe werden Menschen in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Das ist ein ganz besonderes Ereignis, welches in Gottes freier Natur noch eindrücklicher erfahrbar wird. Taufen im Fluss haben eine lange Tradition und wurden bereits in der frühen Christenheit vollzogen.“
Herzlich willkommen. Das gilt auch für Neugierige.
Weitere Informationen gibt es bei Pfarrer Stephan Grötzsch, Christusgemeinde Großkühnau-Ziebigk, Tel.: 0340 617442 oder 0151 61133131 oder stephan.groetzsch@kirchanhalt.de

Der Gottesdienst findet gegenüber den Brambacher Elbterassen unterhalb der Schutzhütte statt. Der Ort ist über den Sieben-Eichen-Weg oder von der anderen Elbseite mit der Fahrradfähre in Brambach zu erreichen. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, möglichst mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu kommen.
07.08.2026
Lutherweg für Kinder
Neue Informationstafel an der Evangelischen Grundschule im Martinszentrum Bernburg
Mit der Übergabe einer neuen Informationstafel wurde das Projekt „Der Lutherweg für Kinder“ an der Evangelischen Grundschule im Martinszentrum Bernburg um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt. Die Tafel bildet gemeinsam mit dem bereits vorhandenen Stempelkasten einen attraktiven Erlebnisort für junge Pilgerinnen und Pilger sowie für Familien, Schulklassen und Gäste der Stadt.
Die Idee zum „Lutherweg für Kinder“ wurde von der Deutschen Lutherweg-Gesellschaft e.V. entwickelt und gemeinsam mit vier Evangelischen Grundschulen entlang des Lutherweges in Sachsen-Anhalt verwirklicht. Ziel des Projektes ist es, Kindern die Geschichte Martin Luthers und die Werte der Reformation auf verständliche, altersgerechte und spielerische Weise näherzubringen.
Die neue Informationstafel erzählt, warum Martin Luther Bildung für alle Menschen so wichtig war. Bereits vor rund 500 Jahren setzte er sich dafür ein, dass Kinder lesen und schreiben lernen können – unabhängig von ihrer Herkunft – und dass auch Mädchen Zugang zu Bildung erhalten. Seine Überzeugung, dass jeder Mensch selbst die Bibel lesen und sich Wissen aneignen sollte, prägt unser Bildungsverständnis bis heute.
Ein besonderer Bezug ergibt sich durch den Standort selbst: Nach Martin Luther ist die Kirche des Martinszentrums benannt. Die größte ihrer Glocken trägt die eindrucksvolle Inschrift: „Martin Luther bin ich genannt und rufe in das Bernburger Land: Zur guten Wehr in Sturm und Not. Ein feste Burg ist unser Gott.“ Damit verbindet sich auf besondere Weise die Geschichte des Ortes mit dem Anliegen des Lutherweges.

Die Informationstafel ergänzt den bereits vorhandenen Stempelkasten mit dem Lutherweg-Kinderstempel und lädt Kinder dazu ein, den Lutherweg aktiv zu entdecken. Mit Bernburg ist nach der Evangelischen Bartholomäischule Zerbst nun bereits die zweite von vier geplanten Kinderstationen entlang des Lutherweges Sachsen-Anhalt eröffnet. Schritt für Schritt entsteht so ein familienfreundliches Netzwerk, das Bildung, Bewegung und regionale Geschichte miteinander verbindet.
Die Deutsche Lutherweg-Gesellschaft freut sich über die enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen und allen Projektpartnern. Gemeinsam entsteht ein Angebot, das Kinder neugierig macht, Familien zum Wandern einlädt und den Lutherweg als besonderen Bildungs- und Erlebnisweg in Sachsen-Anhalt weiter stärkt.
04.08.2026
Weltfrieden durch Weltreligionen?
Ausstellung in der Martinskirche in Köthen
Unter der Leitfrage „Weltfrieden durch Weltreligionen?“ ist in der Martinskirche in Köthen eine besondere Ausstellung zu sehen. Inspiriert von einem Gedanken des Theologen Hans Küng – „Es wird keinen Weltfrieden geben ohne den Frieden zwischen den Religionen“ – setzt sich die Ausstellung mit Gemeinsamkeiten und verbindenden Elementen der großen Religionen auseinander.
Von Juni bis Dezember wird die Empore der Kirche zum Ausstellungsraum. Thematisiert werden unter anderem Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Daoismus sowie Naturreligionen. Informationen finden sich auch über die Bahai-Religion und den Sikhismus. Ziel ist es, Unterschiede sichtbar zu machen und zugleich gemeinsame Werte zu entdecken.
Besonderen Wert legt die Ausstellung auf interaktive Elemente: Besucherinnen und Besucher können die Religionen nicht nur sehen, sondern auch aktiv erleben. Dazu gehören unter anderem eine hörbare Koranausgabe, ein gestaltbarer Zen-Garten oder eine Kugelbahn nach dem Vorbild des Bodenlabyrinthes aus der Kathedrale von Chartres.
Ein Teil der Ausstellungsstücke wurde von Gruppen der Freien Schule Anhalt gestaltet. Ergänzend werden Filme aus der Reihe „Spurensuche – Weltreligionen auf dem Weg“ gezeigt, die jeweils etwa eine Stunde dauern.

Die Ausstellung richtet sich insbesondere an Schulklassen ab der Sekundarstufe I, ist aber ebenso für Grundschulgruppen und andere Interessierte geeignet. Zu der überkonfessionellen Vorbereitungsgruppe, die die Schau liniiert hat, gehören die evangelische und die katholische Gemeinde in Köthen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt, dem Museum Synagoge Gröbzig und der Stadt Köthen. Die Ausstellung wird vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert.
Anmeldungen und weitere Informationen sind per E-Mail an Ausstellung.Weltreligionen@kircheanhalt.de möglich.
01.08.2026
Radiogottesdienst aus Dessau-Törten (nochmal) hören
Vor einer Woche kam der Radiogottesdienst von MDR Kultur aus Dessau-Törten. Die Sendung wurde vom WDR, NDR und RBB übernommen. Das Feedback der Hörerinnen und Hörer war äußerst positiv.
So kam eine Zuschrift aus dem Vogtland mit folgenden Worten: "...Und in diesem Zusammenhang wollten wir - meine Frau und ich - Ihnen allen hiermit bestätigen, dass bei allem, was wir in Ihrem erbaulichen Gottesdienst u. a. herausgehört haben, die These durchaus stimmig sein kann: ein Friedhof kann tatsächlich ein Spiegelbild der Gemeinde sein! Machen Sie gemeinsam so weiter! Ihre Verkündigung sowie Ihr offenbar gutes Miteinander in der Gemeinde hat sicher nicht nur Insider, sondern auch kirchenferne Zuhörer angesprochen. Danke und gern bald einmal wieder!"
Hier können Sie den Gottesdienst noch einmal hören. Er steht auf den Internetseiten von MDR Kultur zur Verfügung.
31.07.2026
Orgelklänge zur Mittagszeit
Vom 3. bis 9. August lädt die Marienkirche Bernburg erneut zu musikalischen Highlights ein.
Der Bernburger Orgelsommer geht in die zweite Runde. Nach der positiven Resonanz im Vorjahr werden auch 2026 wieder Gast-Organistinnen und Organisten Konzerte in der Marienkirche in Bernburg spielen. Besucherinnen und Besucher sind werktags 12:00 und am Wochenende 17:00 eingeladen. Der Eintritt ist frei – Spenden für die kirchenmusikalische Arbeit im Gemeindeverbund Bernburg sind willkommen.
Der Orgelsommer begann 2025 erstmals als Pilotprojekt und wird aufgrund der großen Nachfrage fortgesetzt. „Die überwältigende Resonanz der Besucher und die positive Rückmeldung der Organisten haben uns darin bestärkt, das Format 2026 erneut anzubieten“, erklärt Kantor Benjamin Leins. „Die Marienkirche ist nicht nur ein Raum für Stille und Andacht, sondern auch der Ort in Bernburg für abwechslungsreiche und anspruchsvolle Orgelmusik.“
Ein musikalischer Streifzug durch Epochen und Stile:
Das Programm des Orgelsommers spannt einen Bogen von barocker Klangpracht über romantische Werke bis hin zu moderner Orgelmusik. Jedes Konzert wird von einem anderen Künstler oder einer Künstlerin gestaltet.
- Mo., 3. August, 12:00: KMD Prof. Wolfgang Kupke, Halle
- Di., 4. August, 12:00: Emma Schuffenhauer, EHK Halle
- Mi., 5. August, 12:00 Uta Gräber, EHK Halle
- Do., 6. August, 12:00: KMD Christian Stötzner, Eisenach
- Fr., 7. August, 12:00: Thorsten Andreas Pech, Weimar
- Sa., 8. August, 17:00: Abendkonzert – Tobias Fraß, Halle
- So., 9. August, 17:00: Abschlusskonzert – Lisa Hummel, Rottweil

Die Marienkirche Bernburg ist nicht nur ein stadtprägendes Gebäude, sondern auch ein lebendiger Ort der Musik. Sie verfügt über eine mechanische Chor-Orgel vom Bernburger Orgelbauer Kapischke sowie eine große, pneumatische Orgel von Ernst Röver aus dem Jahr 1902. Diese wurde ab 2017 von der Firma Hüfken saniert und durch eine baugleiche Röverorgel aus der Stadtkirche in Alsleben ergänzt. Die Indienstnahme der neuen, restaurierten Orgel erfolgte am 11. Oktober 2021.
Barrierefreiheit: Die Kirche ist rollstuhlgerecht zugänglich.
28.07.2026
Gute Laune bei den Galliern
Schon Halbzeit bei den Sommerferien in Sachsen-Anhalt. Doch im Sola in Zieko ist der Spaß erst richtig losgegangen. Seit dem Wochenende läuft der erste von zwei Durchgängen des Sommerlagers. Unter dem Motto „Mit den Galliern nach Helvetica“ sind zahlreiche Jugendliche aus dem Bereich der Landeskirche zusammengekommen. Nächste Woche gibt es einen Durchgang für Kinder. Allen zur Seite stehen erfahrene und engagierte Betreuerinnen und Betreuer.
Einen Wunsch haben die Organisatorinnen und Organisatoren: Wer Zeit und Lust hat, kann gern am 08. August ab 12 Uhr beim Abbauen des Camps helfen. Bitte vorher bei helmamuehlmann@solazieko.de Bescheid geben.

Gute Stimmung im Sola in Zieko. Die Termine für 2027 stehen auch schon fest: Für Teens vom 31.07. bis 07.08. und für Kids vom 08.08. bis 14.08. Anmeldungen sind ab November möglich.
26.07.2026
"Das war etwas für's Herz"
Gut besuchter Radiogottesdienst in Dessau-Törten wurde vom MDR, WDR, NDR und RBB gesendet. Sehr positive Reaktionen von Hörerinnen und Hörern.
Der Gottesdienst in Dessau-Törten hat heute Zuhörerinnen und Zuhörer von Aachen bis Anklam und von Brandenburg bis Bautzen gehabt. Seit 10 Uhr übertrug MDR‐Kultur die Open-Air-Veranstaltung. Im Rahmen der ARD war der von Pfarrer Andreas Janßen geleitete Gottesdienst auch bei WDR5, beim RBB und NDR zu hören.
Aus aktuellem Anlass gab es eine Fürbitte für die Opfer des gestrigen Anschlags auf den CSD in Berlin. "Wir bitten dich für alle Menschen, die wegen ihrer Identität oder ihrer Liebe ausgegrenzt, verachtet oder verletzt werden. Heute morgen blicken wir sehr erschrocken nach Berlin. Auf die Gewalt und die Opfer beim gestrigen CSD. Wir bitten dich für alle Opfer an Leib und Seele. Für die, die helfen und beistehen. Sei ihnen nahe mit deinem Trost. Schenke Heilung, Trost und die Erfahrung, von dir bedingungslos angenommen zu sein. Lass uns gemeinsam einstehen für eine Zusammenleben Respekt, Würde und Liebe."
Das Motto des Gottesdienstes lautete "Garten der Lebendigkeit". Der Radiogottesdienst wurde im Freien auf der Wiese vor der Kirche gefeiert. Denn eine wichtige Besonderheit in der Gemeinde in Törten ist der Friedhof. Er ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Ort für Begegnungen. Auf dem naturnahen Friedhof finden sich immer wieder Menschen zusammen, die einfach die Natur genießen wollen und Ruhe suchen. Neben dem Kunstprojekt „Standworte“ öffnet auch regelmäßig die "Turmoase", ein kleines Café, das mit viel Liebe Menschen zum Verweilen einlädt. Mehr darüber lesen.
Die Reaktionen der Hörerinnen und Hörer war sehr positiv. Es meldeten sich Anruferinnen und Anrufer unter anderem aus Hamburg, Düsseldorf, Dresden, Radeberg, Radebeul, Göttingen, Köln, Leipzig, Essen, Jena, Speyer und Berlin. Hier einige Meinungen:
"Es war eine hörbar große Gemeinschaft und schöne Musik. Man merkt, es war eine funktionierende große Gemeinde."
"Ich bin vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten. Solche Sendungen bringen mich Kirche wieder näher."
"Es war eine sehr schöne Stimmung. Man hat es an der Akustik gehört, dass es ein Gottesdienst im Freien war: Schön, dass das Thema "Friedhof" so fröhlich rübergebracht wurde."
"Das Friedhofs-Thema hat mich zuerst abgeschreckt. Ddas hat sich im Laufe der Sendung geändert. Toll, was Friedhof alles bedeuten kann. Ich gehe ab sofort mit einem ganz neuen Gefühl auf den Friedhof."
"Das war ein großartiger Gottesdienst. Ich wollte eigentlich auf den Balkon gehen, Kaffee trinken, aber ich bin am Radio sitzen geblieben. Der Gottesdienst war liebevoll, mit authentischen Menschen. Ich habe noch nie nach einem Radiogottesdienst angerufen, aber diesmal wollte ich sagen: das war toll."
"Das war ein wundervoller ergreifender Gottesdienst, da passte alles zusammen. Ich habe mir den Friedhof in Törten richtig bildlich vorstellen können. Das war etwas fürs Herz"
"Dank für diesen schönen Gottesdienst. Er war wunderbar, ich habe mitgesungen. Schön, dass es Friedhöfe gibt, auf denen man sich begegnen kann. Solche Orte sind wichtig."
"Ich habe mich hingesetzt und den ganzen Gottesdienst von Anfang bis Ende gehört. Das ist selten. Es hat mit sehr sehr gut gefallen, Danke an alle Beteiligten. Es war wunderbar. Macht weiter so!"
24.07.2026
Martin Olejnicki spricht "Angedacht"
Der Geruch von Walderdbeeren und die Freuden eines Mittagskindes, das sind nur zwei Themen, denen sich Martin Olejnicki in seiner nächsten Staffel "Angedacht" widmet. Sie wird vom Sonntag, 26. Juli bis Samstag, 01. August bei MDR Sachsen-Anhalt zu hören sein. Die Gedanken zum Tage werden werktags 5.50 Uhr und 9.50 Uhr gesendet, am Wochenende 8.50 Uhr. Außerdem stehen die Beiträge in der App des Senders und als Podcast zur Verfügung.
Dort kann man dann auch hören, was Martin Olejnicki beim Renovieren seiner Küche entdeckt hat und warum die Nase des Köthener Stadtmaskottchens Halli so glänzt. In der Folge vom Mittwoch, den 29. Juli spricht er über den Besuch einer Messe für Digitales in Berlin. Dort hat er eine Pinnwand mit Antworten auf die Frage "Was künstliche Intelligenz niemals ersetzen kann?" entdeckt. Ein Zettel hat den Köthener Pfarrer besonders berührt, aber hören Sie selbst.
Hier finden Sie weitere Informationen über Kirche und Religion im MDR.

Der Köthener Pfarrer Martin Olejnicki bei Aufnahmen von "Angedacht" im MDR-Studio in Dessau.
23.07.2026
Radiogottesdienst aus Dessau-Törten
Der Radiosender MDR‐Kultur überträgt am Sonntag, den 26. Juli 2026, ab 10 Uhr live einen Open-Air-Gottesdienst der Evangelischen Kirche St. Peter im Dessauer Ortsteil Törten. Das Motto des Gottesdienstes lautet "Garten der Lebendigkeit". Der Radiogottesdienst wird im Freien auf der Wiese vor der Kirche gefeiert. Denn eine wichtige Besonderheit in der Gemeinde in Törten ist der Friedhof. Er ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Ort für Begegnungen. Auf dem naturnahen Friedhof finden sich immer wieder Menschen zusammen, die einfach die Natur genießen wollen und Ruhe suchen. Neben dem Kunstprojekt „Standworte“ öffnet auch regelmäßig die "Turmoase", ein kleines Café, das mit viel Liebe Menschen zum Verweilen einlädt.
Die Leitung des Gottesdienstes hat Pfarrer Andreas Janßen, der auch die Predigt hält. Beteiligt sind auch Gemeindemitglieder der Kirche in Törten. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Gemeindegesang, Kirchenmusikerin Elke Kaduk am Klavier und dem Posaunenchor unter der Leitung von Dana Moriben gestaltet.
Die Koordination von kirchlicher Seite liegt bei Juliane Baumann, Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Anhalts und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Wichtiger Hinweis: Gottesdienstbesucher bitten wir bis 9.30 Uhr ihre Plätze einzunehmen, da die live-Übertragung nicht gestört werden darf.
Die evangelische Kirchengemeinde St. Peter und Kreuz
Die Gemeinde gehört mit ihren 800 Gemeindegliedern zum Gemeindeverbund Dessau Innenstadt-Süd. Daher werden die meisten Gemeindeveranstaltungen im Verbund geplant. In Törten finden regelmäßige Gottesdienste statt und einige Gesprächskreise treffen sich noch vor Ort. Die Kirchengemeinde ist im äußersten Süden der Stadt zu Hause, hier findet sich auch die berühmte Bauhaussiedlung „Törten“. Der Ortsteil Dessau-Törten ist bis heute eher dörflich geprägt. Zur Kirchengemeinde gehört die Kreuzkirche, die Kirche St. Peter, ein Kindergarten (betrieben durch die Diakonie), eine Friedhofskapelle und zwei Pfarrhäuser. Der Gemeindekirchenrat ist sehr aktiv, hat viele Ideen und Mut, Dinge auszuprobieren. In Törten gibt es zudem eine enge Zusammenarbeit mit den ansässigen Vereinen, besonders dem Heimatverein.

Die Kirche St. Peter Dessau-Törten
Die Kirche St. Peter, in dem auf einem Hügel erbauten ehemaligen Dorf Törten, das heute einen Stadtteil von Dessau-Roßlau bildet, gilt als älteste Kirche Dessaus. Die Kirche wurde 1228 erstmals erwähnt, ist aber in ihrer Bausubstanz älter. In der damaligen Zeit war Törten ein Fischerdorf an der Mulde. Daher wurde der heilige Petrus zum Schutzpatron der Kirche. Mönche aus Nienburg an der Saale erbauten hier eine kleine romanische Kirche, deren Glocke aus dem 12. Jahrhundert stammt. Am 7. März 1945 wurde die Kirche von einer Luftmine fast vollständig zerstört. Die Friedhofskapelle und das Pfarrhaus wurden stark beschädigt. Nach dem Krieg baute die Gemeinde die Kirche wieder auf; 1953 wurde die Kirche wieder eingeweiht.
22.07.2026
Mauereinsturz in Zerbst
In Zerbst ist ein Teil der Einfriedungsmauer des Frauentorfriedhofes eingestürzt. Dabei wurde niemand verletzt. Es entstand Sachschaden. Zwei PKW wurden beschädigt. Die Landeskirche und das Regionalpfarramt Zerbst kümmern sich um möglichst schnelle Schadensregulierung durch die Versicherung. Darüber hinaus wird die Einsturzstelle gesichert und der Schutt durch die Stadt Zerbst beseitigt.
Eingestürzt ist die Mauer im Bereich Worthen auf einer Länge von 30 bis 40 Metern. Die auf der Innenseite im Bereich der Gräber stehenden Epitaphe und Grabplatten sind teilweise zerstört bzw. umgestürzt. Eine Steinmetzfirma ist beauftragt, Platten und kleiner Einzelteile zu bergen und zu sichern. Sie werden geschützt auf dem Frauentorfriedhof gelagert.
Möglicherweise war das Alter der Mauer eine Ursache für den Einsturz. Die Gemeinde arbeitete bereits an einem Sanierungskonzept.

09.07.2026
Diakonie: Reform darf pflegerische Versorgung nicht gefährden
(epd) Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch hat verschiedene Einrichtungen der Diakonie in Dessau-Roßlau besucht. Dabei ging er auf aktuelle Herausforderungen für Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste ein.
Wenn im Pflegeneuordnungsgesetz Tarifsteigerungen nicht mehr refinanziert werden, brächte das nach Einschätzung der Diakonie Deutschland gemeinnützige Träger in Existenznot. Die Reformpläne der Bundesregierung würden "damit die pflegerische Versorgung der Menschen" gefährden, sagte Diakonie-Präsident Schuch am Mittwoch in Dessau-Roßlau dem Evangelischen Pressedienst (epd). Schuch hatte auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Anhalts diakonische Einrichtungen besucht, um sich über die aktuellen Herausforderungen auszutauschen.
Für Schuch liegt eine dieser Herausforderungen darin, "eine würdevolle Versorgung der Menschen auch in ländlichen Regionen sicherzustellen", obwohl die Zahl der Älteren steigt, während die Zahl von Pflegekräften sinkt. Dieser Fachkräftemangel sei nicht zu lösen, "indem wir Mitarbeitende in der Pflege weniger gut bezahlen", sagte der Diakonie-Präsident. Er forderte stattdessen eine Pflegereform, die diese wichtige Arbeit vor Ort stärkt.
Schuch sagte weiter: "Wenn Menschen abgewertet und bedroht werden, müssen wir als Diakonie unsere Stimme für diese Menschen erheben." Die Diakonie sei "überparteilich, aber nicht wertneutral". Deshalb werde Partei für jene ergriffen, die ausgegrenzt und benachteiligt sind. "Dies ist der Kern unserer Arbeit als Diakonie, die allen Menschen hilft, die Hilfe brauchen. Unabhängig davon, wo sie herkommen", sagte Schuch.
Vor diesem Hintergrund bereite ihm das AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt Sorge, weil dessen Umsetzung "für viele Menschen im Land gravierende negative Folgen" hätte. So könnte eine AfD-Landesregierung diakonischen Einrichtungen ebenso wie anderen sozialen Einrichtungen vor Ort Steine in den Weg legen
In vielen Bereichen übernehme die Diakonie Aufgaben, die der Staat in dieser Breite, Nähe und Verlässlichkeit nicht leisten könnte. "Deshalb wünsche ich mir für die Menschen in Sachsen-Anhalt eine Landesregierung, die diese bewährten gemeinnützigen Strukturen stärkt und sicherstellt, dass es weiterhin vor Ort einen Pflegedienst, eine Kita und eine Beratungsstelle nahe bei den Menschen gibt", ergänzte der Diakonie-Präsident.
Auch wenn die Pläne der AfD kritisiert würden, werde die Diakonie keine Wahlempfehlungen aussprechen. Stattdessen formulierte Schuch an die Menschen in Sachsen-Anhalt gerichtet die Frage: "Wollen Sie miteinander die Gesellschaft vor Ort gestalten oder wollen sie in Hass und Ausgrenzung gegeneinander leben?"
06.07.26
Wer pflegt künftig noch?
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch besucht Dessau-Roßlau - Pressegespräch am 8. Juli, 16:30 in der Anhaltischen Diakonissenanstalt
Der Präsident der Diakonie Deutschland, Rüdiger Schuch, besucht am Dienstag, 8. Juli 2026, die Evangelische Landeskirche Anhalts und das Diakonische Werk im Kirchenkreis Dessau. Auf dem Programm stehen Gespräche und Besuche in verschiedenen Einrichtungen der Diakonie in Dessau-Roßlau.
Am Vormittag nimmt Schuch sich Zeit, um sich über die Arbeit der Bahnhofsmission Dessau zu informieren. Danach besucht er die Anhaltische Diakonissenanstalt und verschiedene Einrichtungen auf dem dortigen Campus. Anschließend trifft er im Mutterhaus Diakonissen zum persönlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven diakonischer Arbeit.
Vertreter der Presse laden wir herzlich zu einem Fototermin und Pressegespräch ein. Am Dienstag, 8. Juli 2026, 16.30 Uhr in der Laurentiushalle der ADA. In dem Gespräch soll es vor allem um die Auswirkungen der Sozialstaatsreformen auf die Arbeit der Diakonie und der Kirchen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste gehen. Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
- Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland
- Karsten Georg Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts
- Christoph Stolte, Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland
Die Gesprächspartner erläutern, welche Folgen aktuelle Sozialstaatsreformen für Pflegeeinrichtungen, soziale Dienste und die Unterstützung hilfebedürftiger Menschen haben. Dabei geht es insbesondere um die Finanzierung sozialer Angebote, den Fachkräftemangel und die Zukunft einer verlässlichen sozialen Infrastruktur.
Hintergrund: Sozialstaatsreformen
Die Reform des Sozialstaates steht derzeit bundesweit im Zentrum der politischen Diskussion. Angesichts steigender Ausgaben in der Pflege, einer älter werdenden Gesellschaft und knapper öffentlicher Haushalte wird über eine Neuordnung sozialer Leistungen beraten. Wohlfahrtsverbände wie die Diakonie warnen davor, notwendige Einsparungen einseitig zu Lasten von Pflegebedürftigen, Familien und sozialen Einrichtungen vorzunehmen. Gleichzeitig fordern sie nachhaltige Finanzierungsmodelle sowie verlässliche Rahmenbedingungen für soziale Dienste und Pflegeeinrichtungen, um die Versorgung der Menschen langfristig zu sichern.


Rüdiger Schuch ist seit Januar 2024 Präsident der Diakonie Deutschland und damit einer der wichtigsten Vertreter der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Der evangelische Theologe engagiert sich seit vielen Jahren in leitenden Funktionen in Kirche und Diakonie und setzt sich insbesondere für soziale Gerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Unterstützung benachteiligter Menschen ein. Als Präsident vertritt er die Interessen von rund 687.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden und 700.000 Ehrenamtlichen in den Einrichtungen der Diakonie.
03.07.26
Verabschiedung der 4. Klasse
Mit einem bewegenden Schuljahresabschlussgottesdienst endete am Freitag, den 3. Juli, das Schuljahr an unserer Evangelischen Grundschule in Bernburg. Traditionell verabschiedeten wir dabei unsere Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse.
Nach vier Jahren voller Lernen, Entdecken, Freude und gemeinsamer Erlebnisse heißt es nun Abschied nehmen. In dieser Zeit haben die Kinder nicht nur viel Wissen erworben, sondern auch Freundschaften geschlossen, Herausforderungen gemeistert und sich persönlich weiterentwickelt. So blieb an diesem besonderen Tag manche kleine Träne nicht aus.
Nach den Sommerferien beginnt für unsere Viertklässlerinnen und Viertklässler ein neuer Lebensabschnitt an den weiterführenden Schulen. Wir sind dankbar, sie ein Stück ihres Weges begleitet zu haben, und hoffen, ihnen eine gute Grundlage für ihre Zukunft mitgegeben zu haben.

Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir ihnen von Herzen alles Gute, viel Freude, Mut für die kommenden Herausforderungen und vor allem Gottes reichen Segen.
(Text und Foto: Claudia Schöne)
03.07.2026
Zeugnisse und Sommerferien
Schuljahresabschluss an Evangelischen Grundschulen - 115 Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Zeugnisse und gehen in die Ferien
Am Freitag war es so weit: Wie an den anderen Schulen in Sachsen-Anhalt gibt es auch an den Evangelischen Grundschulen in Anhalt die Zeugnisse. Danach begannen für die Schülerinnen und Schüler die verdienten Sommerferien. An den vier Standorten - Bernburg, Dessau-Roßlau, Köthen und Zerbst - fanden zuvor noch Gottesdienste zum Schuljahresabschluss statt.
„Wir wünschen allen Kindern eine schöne, erlebnisreiche, aber auch erholsame Zeit“, sagt die kaufmännische Geschäftsführerin, Katja Dietze und ergänzt, „allen, die künftig auf andere Schulen gehen, wünschen wir, dass sie sich schnell in der neuen Umgebung einleben. Wir hoffen, sie haben auch weiterhin viel Spaß beim Lernen und Erfolg.“
Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen verlassen die Evangelischen Grundschulen. Sie werden im kommenden Schuljahr auf Sekundarschulen oder auf Gymnasien gehen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler wird sich dennoch nicht verringern. Im Gegenteil. Die Evangelischen Grundschulen in Anhalt erwarten im August 128 Kinder in den neuen ersten Klassen. „Das Interesse an evangelischen Bildungsangeboten ist gleichbleibend hoch“, sagt Katja Dietze. Es gebe mehr Anfragen als zur Verfügung stehende Plätze.
In Anhalt gibt es evangelische Grundschulen in Bernburg (gegründet 2003), Köthen (gegründet 1998), Zerbst (gegründet 2010) und Dessau (gegründet 1999). Sie befinden sich in Trägerschaft der Landeskirche.
Evangelische Grundschulen in Anhalt sind staatlich anerkannte und konfessionelle, für alle Kinder offene Ersatzschulen, die nach ihrem eigenen reformpädagogischen Konzept und nach Lehrplänen des Landes Sachsen-Anhalt arbeiten. Als Ganztagsschulen ist ihnen ein Hort angeschlossen. Sie werden von insgesamt 520 Schülerinnen und Schülern besucht.
Die evangelischen Schulen sind sinn- und werteorientiert und wollen helfen, Überzeugungen zu bilden. Die Schulgemeinschaft orientiert sich am christlichen Menschenbild. Dass dabei der Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst.
Eltern zahlen ein moderates monatliches Schulgeld, das in begründeten Fällen auf Antrag teilweise erlassen werden kann.
Mehr über das Lernen in evangelischen Bildungseinrichtungen in Anhalt erfahren.
29.06.26
Eine Zeitung zur Wahl
Rund zehn Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), die Evangelische Landeskirche Anhalts und die Diakonie Mitteldeutschland eine Zeitung zur Wahl herausgegeben.
(epd) „Gegen den Eindruck, es ließe sich nichts bewegen, setzen wir Herzgeschichten, Dinge, die gelingen, wenn Menschen sich einbringen, sich für andere einsetzen, und auf diese Weise christliche Werte vermitteln", sagte der Leiter der EKM-Öffentlichkeitsarbeit, Ralf-Uwe Beck, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Magdeburg.
Mit diesem „Herzblatt" wolle man Mut machen und Werte wie Nächstenliebe, Einsatz für die Schwachen, Toleranz und Respekt wieder ins Zentrum der Diskussionen rücken. Die Zeitung habe zehn Seiten Umfang und erscheine in einer Auflage von 120.000 Exemplaren, hieß es. Im August sei eine zweite Auflage geplant.
Viele Menschen seien aktuell wegen der hohen Umfragewerte für die AfD in Sorge, hieß es. Andere Menschen seien „besorgt, weil demokratische Prozesse und Institutionen angezweifelt, verächtlich gemacht und unterhöhlt" würden, sagte Beck. So könnten Misstrauen, Hass und Hetze unsere Gesellschaft auseinandertreiben. Doch mit dem „Herzblatt" wollen Kirchen und Diakonie Mut machen.

„Es gibt keinen Grund zu verzweifeln", meint etwa der Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Krankenhausserie „In aller Freundschaft", auf der Titelseite. Und er ruft auf, zur Wahl zu geben, „mit Klugheit, ohne Wut". Denn es gehe letztlich um Weltoffenheit und Vernunft - nicht um blinden Protest.
26.06.26
Zehbitz feiert Orgelweihe
Das Instrument war aufwändig restauriert worden
Zwei Jahre lang hat sie nicht voll funktioniert, nun ist die Orgel in der Kirche Zehbitz (bei Radegast) umfassend repariert worden. Sie wird am 1. Juli 2026 um 19 Uhr feierlich wieder in den Dienst genommen.
Möglich wurde das durch den Einsatz von Kirchenmusiker Sebastian Elfers, der in wochenlanger Arbeit die stark beschädigte Orgel restauriert hat. Zuvor war das Instrument über längere Zeit nicht mehr spielbar gewesen, da die erzeugten Töne keinen angenehmen Klang mehr hatten. Heiligabend 2025 hat sie dann den Dienst gänzlich versagt. Dank der Bemühungen der Organistin konnte die Gemeinde trotzdem singen.
Die Zehbitzer Orgel hat eine bewegte Geschichte: Erst neun Jahre nach Einweihung der Kirche wurde sie im Jahr 1842 angeschafft. Allerdings erwies sich ihr Standort auf der Empore unter dem Turm als problematisch. Immer wieder kam es durch eindringende Feuchtigkeit zu Schäden, die zahlreiche Reparaturen notwendig machten.
Auch bei der jüngsten Sanierung stellte sich ein schwerwiegendes Problem heraus: ein Befall durch Holzwurm. Um die Orgel zu retten, wurde sie vollständig zerlegt und aufwendig gereinigt. Rund 500 Pfeifen mussten sorgfältig bearbeitet werden, zudem erhielten die Registerzüge neue, künstlerisch gestaltete Beschriftungen.

Die Orgelweihe wird nun zum festlichen Höhepunkt dieser Arbeiten. Die neu instandgesetzte Orgel erklingt erstmals unter den Händen von Martina Apitz, Kirchenmusikdirektorin aus Köthen. Ergänzend gibt Sebastian Elfers Einblicke in die Restaurierung und stellt seine Arbeit in einer Präsentation vor.
Pfarrerin Anke Zimmermann zeigt sich erleichtert über den Abschluss der Arbeiten: „Für unsere Gemeinde bedeutet die Orgel weit mehr als nur ein Instrument. Sie begleitet uns durch Gottesdienste, Feste und persönliche Momente. Dass sie nun wieder in vollem Klang erklingen kann, ist ein großes Geschenk für Zehbitz.“
Mit der Wiederherstellung der Orgel kehrt nicht nur ein zentrales Instrument des Gemeindelebens zurück, sondern auch ein Stück lebendiger Kirchengeschichte, das Generationen begleitet hat und künftig wieder im Gottesdienst und bei Konzerten seinen Platz findet.
25.06.26
Köthen liegt nun an der mitteldeutschen "Straße der Musik"
St. Jakob bekommt Logo-Tafel und dazu einen Festakt mit Musik
An der der St. Jakobskirche in Köthen wird am Sonnabend, den 27. Juni, 17.45 Uhr feierlich eine Tafel enthüllt. Die mittlerweile 54. Logotafel der "Straße der Musik". Köthen reiht sich damit ein in die mitteldeutsche Musik-Tourismusroute ein. Bereits vertreten sind unter anderem das Mendelssohn-Haus in Leipzig, das Carl-Maria von-Weber Museum in Dresden und das Carillon in Erfurt.
Kirchenmusikerin Martina Apitz und Daniel Schad, Vorstandsvorsitzender der Straße der Musik e.V. geben einen Einblick in die bedeutende Musikgeschichte der Stadt Köthen, mit der 45 historische Komponisten verbunden sind.
Im Anschluss, ab 18 Uhr beginnt das Konzert „Unerhörte Köthener Klänge- Bekanntes und Unerhörtes“. Mit dabei der Bach-Chor Köthen, der Kirchenchor Görzig, der Evangelische Kinderchor und das Köthener Schlossconsortium. Es erklingen selten aufgeführte Lieder, Chor-, Orchester- und Orgelwerke. Ernst Schmidt-Cöthen (1825-1896), der den Stadtnamen im eigenen Nachnamen trägt, ist mit „Süßes aus Korinth" vertreten. Der jüdische Komponist Alfred Tokayer (1900-1943), der in Köthen seinen ersten Musikunterricht hatte und vermutlich im KZ Sobibor starb, steuert „Return to Bled - Das ist der Wein, der uns so jung erhält" bei.
Friedrich Ernst Arnold Werner Nolopp (1835-1903) setzt mit „Akener Klumbatsch" seinem damaligen Karnevalsverein und Heimatort ein Denkmal. Auch die Bach-Dynastie ist vertreten, die die Kirchenmusik in Anhalt geprägt hat: Johann Sebastian Bach hat an St. Jacob und St. Agnus gewirkt. So eröffnet und schließt das Konzert am 27. Juni mit einer Orgelfuge und dem Schlusschoral „Herr Jesu, Gnadensonne, wahrhaftes Lebenslicht“.


Das Konzert ist Teil der Initiative „Straße der Musik“. Es dauert 90 Minuten. Erklingen wird auch die historische Ladegastorgel.
Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt 12 Euro, für Kinder 7,50 Euro.
17.06.26
Glaube macht Wir
Das Berliner Missionswerk zu Gast in Dessau-Roßlau
Im Rahmen seiner Sommerakademie war das Berliner Missionswerk heute (17. Juni 2026) mit 35 Interessierten aus aller Welt zu Gast in Dessau-Roßlau. Die Teilnehmer der Tagung diskutierten im Gemeinde,- und Diakoniezentrum St. Georg in Dessau über "Religion in Zeiten von Populismus". In seinem Impulsvortrag skizzierte Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, der Vertreter der evangelischen Kirchen in Anhalt und Mitteldeutschland beim Landtag, die aktuelle gesellschaftliche Situation in Sachsen-Anhalt: den demografischen Wandel, die Auswirklungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine, die daraus resultierenden Zukunfts,- und Existenzängste der Menschen. Populisten würden diese Ängste nutzen und weiter schüren, ohne Antworten zu haben. Die Aufgabe der Kirchen sei es, auf die Nöte der Menschen zu schauen, ein Miteinander, sowie Vertrauen, Mut und Zuversicht zu fördern. "Christlicher Umgang mit Populismus ist geprägt von der Ernsthaftigkeit des Aufeinanderhörens", so Steinhäuser "Er ist gebunden an die Achtung von Würde eines jeden und Respekt gegeneinander. Er ist geleitet von der Suche nach Kompromissen in komplexen Problemlagen."
Auch Oberkirchenrat Matthias Kopischke stellte das Wort "Alle" aus dem Wochenspruch „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) in den Mittelpunkt seiner Andacht. " Dieses Wort ist heute von erstaunlicher Aktualität. Denn wir merken in dieser Zeit, in der wir gerade leben, dass Menschen zunehmend gegeneinander ausgespielt werden. Ein Dualismus macht sich breit, frei nach dem Motto: Du gehörst dazu, Du nicht, Du bist etwas wert, Du nicht...Menschen werden gegeneinander abgegrenzt: Einheimische gegen Zugewanderte. Starke gegen Schwache. Leistungsfähige gegen Bedürftige. „Das Volk“ gegen diejenigen, die angeblich nicht dazugehören". Christinnen und Christen dürften dazu nicht schweigen. "Wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Hautfarbe oder ihrer Lebensgeschichte abgewertet werden, wird die Botschaft Jesu verletzt", so Matthias Kopischke. "Denn Jesus sagt: Alle. Nicht nur die Nützlichen. Nicht nur die Erfolgreichen. Nicht nur die, die einer Mehrheit angehören. Alle."


Das Berliner Missionswerk ist ein ökumenisches Zentrum der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Gegründet im Jahr 1824, initiiert und begleitet das Missionswerk Begegnungenund Partnerschaften weltweit, um Menschen zu unterstützen, sich wahrzunehmen und voneinander zu lernen. Es setzt sich für Frieden und Gerechtigkeit ein und fördert den Dialog zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen. Das Werk engagiert sich in Projekten in Afrika, im Nahen Osten, in Ostasien und in Kuba, um ein lebendiges christliches Zeugnis zu bewahren und Menschenrechte zu fördern.

Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Bei Pressesprecherin Susanne Reh laufen die Fäden der externen und internen Kommunikation zusammen. Sie ist telefonisch unter 0340 / 2526-101 erreichbar oder per Mail.
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit finden Sie auch aktuelle Publikationen, Amtsblätter und vertiefende Informationen über Kirche in den Medien.



























