Aktuelles

AKTUELLES

01.08.2026

Radiogottesdienst aus Dessau-Törten (nochmal) hören

Vor einer Woche kam der Radiogottesdienst von MDR Kultur aus Dessau-Törten. Die Sendung wurde vom WDR, NDR und RBB übernommen. Das Feedback der Hörerinnen und Hörer war äußerst positiv. 

So kam eine Zuschrift aus dem Vogtland mit folgenden Worten: "...Und in diesem Zusammenhang wollten wir - meine Frau und ich - Ihnen allen hiermit bestätigen, dass bei allem, was wir in Ihrem erbaulichen Gottesdienst u. a. herausgehört haben, die These durchaus stimmig sein kann: ein Friedhof kann tatsächlich ein Spiegelbild der Gemeinde sein!  Machen Sie gemeinsam so weiter! Ihre Verkündigung sowie Ihr offenbar gutes Miteinander in der Gemeinde hat sicher nicht nur Insider, sondern auch kirchenferne Zuhörer angesprochen. Danke und gern bald einmal wieder!"

Hier können Sie den Gottesdienst noch einmal hören. Er steht auf den Internetseiten von MDR Kultur zur Verfügung. 

31.07.2026

Orgelklänge zur Mittagszeit

Vom 3. bis 9. August lädt die Marienkirche Bernburg erneut zu musikalischen Highlights ein. 

Der Bernburger Orgelsommer geht in die zweite Runde. Nach der positiven Resonanz im Vorjahr werden auch 2026 wieder Gast-Organistinnen und Organisten Konzerte in der Marienkirche in Bernburg spielen. Besucherinnen und Besucher sind werktags 12:00 und am Wochenende 17:00 eingeladen. Der Eintritt ist frei – Spenden für die kirchenmusikalische Arbeit im Gemeindeverbund Bernburg sind willkommen. 

Der Orgelsommer begann 2025 erstmals als Pilotprojekt und wird aufgrund der großen Nachfrage fortgesetzt. „Die überwältigende Resonanz der Besucher und die positive Rückmeldung der Organisten haben uns darin bestärkt, das Format 2026 erneut anzubieten“, erklärt Kantor Benjamin Leins. „Die Marienkirche ist nicht nur ein Raum für Stille und Andacht, sondern auch der Ort in Bernburg für abwechslungsreiche und anspruchsvolle Orgelmusik.“

Ein musikalischer Streifzug durch Epochen und Stile:

Das Programm des Orgelsommers spannt einen Bogen von barocker Klangpracht über romantische Werke bis hin zu moderner Orgelmusik. Jedes Konzert wird von einem anderen Künstler oder einer Künstlerin gestaltet.

  • Mo., 3. August, 12:00: KMD Prof. Wolfgang Kupke, Halle
  • Di., 4. August, 12:00: Emma Schuffenhauer, EHK Halle
  • Mi., 5. August, 12:00 Uta Gräber, EHK Halle
  • Do., 6. August, 12:00: KMD Christian Stötzner, Eisenach
  • Fr., 7. August, 12:00: Thorsten Andreas Pech, Weimar
  • Sa., 8. August, 17:00: Abendkonzert – Tobias Fraß, Halle
  • So., 9. August, 17:00: Abschlusskonzert – Lisa Hummel, Rottweil

Die Marienkirche Bernburg ist nicht nur ein stadtprägendes Gebäude, sondern auch ein lebendiger Ort der Musik. Sie verfügt über eine mechanische Chor-Orgel vom Bernburger Orgelbauer Kapischke sowie eine große, pneumatische Orgel von Ernst Röver aus dem Jahr 1902. Diese wurde ab 2017 von der Firma Hüfken saniert und durch eine baugleiche Röverorgel aus der Stadtkirche in Alsleben ergänzt. Die Indienstnahme der neuen, restaurierten Orgel erfolgte am 11. Oktober 2021.

Barrierefreiheit: Die Kirche ist rollstuhlgerecht zugänglich.

28.07.2026

Gute Laune bei den Galliern

Schon Halbzeit bei den Sommerferien in Sachsen-Anhalt. Doch im Sola in Zieko ist der Spaß erst richtig losgegangen. Seit dem Wochenende läuft der erste von zwei Durchgängen des Sommerlagers. Unter dem Motto „Mit den Galliern nach Helvetica“ sind zahlreiche Jugendliche aus dem Bereich der Landeskirche zusammengekommen. Nächste Woche gibt es einen Durchgang für Kinder. Allen zur Seite stehen erfahrene und engagierte Betreuerinnen und Betreuer. 

Einen Wunsch haben die Organisatorinnen und Organisatoren: Wer Zeit und Lust hat, kann gern am 08. August ab 12 Uhr beim Abbauen des Camps helfen. Bitte vorher bei helmamuehlmann@solazieko.de Bescheid geben. 

Gute Stimmung im Sola in Zieko. Die Termine für 2027 stehen auch schon fest: Für Teens vom 31.07. bis 07.08. und für Kids vom 08.08. bis 14.08. Anmeldungen sind ab November möglich.

26.07.2026

"Das war etwas für's Herz"

Gut besuchter Radiogottesdienst in Dessau-Törten wurde vom MDR, WDR, NDR und RBB gesendet. Sehr positive Reaktionen von Hörerinnen und Hörern. 

Der Gottesdienst in Dessau-Törten hat heute Zuhörerinnen und Zuhörer von Aachen bis Anklam und von Brandenburg bis Bautzen gehabt. Seit 10 Uhr übertrug  MDR‐Kultur die Open-Air-Veranstaltung. Im Rahmen der ARD war der von Pfarrer Andreas Janßen geleitete Gottesdienst auch bei WDR5, beim RBB und NDR zu hören. 

Aus aktuellem Anlass gab es eine Fürbitte für die Opfer des gestrigen Anschlags auf den CSD in Berlin. "Wir bitten dich für alle Menschen, die wegen ihrer Identität oder ihrer Liebe ausgegrenzt, verachtet oder verletzt werden. Heute morgen blicken wir sehr erschrocken nach Berlin. Auf die Gewalt und die Opfer beim gestrigen CSD. Wir bitten dich für alle Opfer an Leib und Seele. Für die, die helfen und beistehen. Sei ihnen nahe mit deinem Trost. Schenke Heilung, Trost und die Erfahrung, von dir bedingungslos angenommen zu sein. Lass uns gemeinsam einstehen für eine Zusammenleben Respekt, Würde und Liebe."

Das Motto des Gottesdienstes lautete "Garten der Lebendigkeit". Der Radiogottesdienst wurde im Freien auf der Wiese vor der Kirche gefeiert. Denn eine wichtige Besonderheit in der Gemeinde in Törten ist der Friedhof. Er ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Ort für Begegnungen. Auf dem naturnahen Friedhof finden sich immer wieder Menschen zusammen, die einfach die Natur genießen wollen und Ruhe suchen. Neben dem Kunstprojekt „Standworte“ öffnet auch regelmäßig die "Turmoase", ein kleines Café, das mit viel Liebe Menschen zum Verweilen einlädt. Mehr darüber lesen.

Die Reaktionen der Hörerinnen und Hörer war sehr positiv. Es meldeten sich Anruferinnen und Anrufer unter anderem aus Hamburg, Düsseldorf, Dresden, Radeberg, Radebeul, Göttingen, Köln, Leipzig, Essen, Jena, Speyer und Berlin. Hier einige Meinungen:

"Es war eine hörbar große Gemeinschaft und schöne Musik. Man merkt, es war eine funktionierende große Gemeinde."

"Ich bin  vor ein paar Jahren aus der Kirche ausgetreten. Solche Sendungen bringen mich Kirche wieder näher."

"Es war eine sehr schöne Stimmung. Man hat es an der Akustik gehört, dass es ein Gottesdienst im Freien war: Schön, dass das Thema "Friedhof" so fröhlich rübergebracht wurde."

"Das Friedhofs-Thema hat mich zuerst abgeschreckt. Ddas hat sich im Laufe der Sendung geändert. Toll, was Friedhof alles bedeuten kann. Ich gehe ab sofort mit einem ganz neuen Gefühl auf den Friedhof."

"Das war ein großartiger Gottesdienst. Ich wollte eigentlich auf den Balkon gehen, Kaffee trinken, aber ich bin am Radio sitzen geblieben. Der Gottesdienst war liebevoll, mit authentischen Menschen. Ich habe noch nie nach einem Radiogottesdienst angerufen, aber diesmal wollte ich sagen: das war toll." 

"Das war ein wundervoller ergreifender Gottesdienst, da passte alles zusammen. Ich habe mir den Friedhof in Törten richtig bildlich vorstellen können. Das war etwas fürs Herz"

"Dank für diesen schönen Gottesdienst. Er war wunderbar, ich habe mitgesungen. Schön, dass es Friedhöfe gibt, auf denen man sich begegnen kann. Solche Orte sind wichtig."

"Ich habe mich hingesetzt und den ganzen Gottesdienst von Anfang bis Ende gehört. Das ist selten. Es hat mit sehr sehr gut gefallen, Danke an alle Beteiligten. Es war wunderbar. Macht weiter so!"

24.07.2026

Martin Olejnicki spricht "Angedacht"

Der Geruch von Walderdbeeren und die Freuden eines Mittagskindes, das sind nur zwei Themen, denen sich Martin Olejnicki in seiner nächsten Staffel "Angedacht" widmet. Sie wird vom Sonntag, 26. Juli bis Samstag, 01. August bei MDR Sachsen-Anhalt zu hören sein. Die Gedanken zum Tage werden werktags 5.50 Uhr und 9.50 Uhr gesendet, am Wochenende 8.50 Uhr. Außerdem stehen die Beiträge in der App des Senders und als Podcast zur Verfügung

Dort kann man dann auch hören, was Martin Olejnicki beim Renovieren seiner Küche entdeckt hat und warum die Nase des Köthener Stadtmaskottchens Halli so glänzt. In der Folge vom Mittwoch, den 29. Juli spricht er über den Besuch einer Messe für Digitales in Berlin. Dort hat er eine Pinnwand mit Antworten auf die Frage "Was künstliche Intelligenz niemals ersetzen kann?" entdeckt. Ein Zettel hat den Köthener Pfarrer besonders berührt, aber hören Sie selbst. 

Hier finden Sie weitere Informationen über Kirche und Religion im MDR

Der Köthener Pfarrer Martin Olejnicki bei Aufnahmen von "Angedacht" im MDR-Studio in Dessau.

23.07.2026

Radiogottesdienst aus Dessau-Törten

Der Radiosender MDR‐Kultur überträgt am Sonntag, den 26. Juli 2026, ab 10 Uhr live einen Open-Air-Gottesdienst der Evangelischen Kirche St. Peter im Dessauer Ortsteil Törten. Das Motto des Gottesdienstes lautet "Garten der Lebendigkeit". Der Radiogottesdienst wird im Freien auf der Wiese vor der Kirche gefeiert. Denn eine wichtige Besonderheit in der Gemeinde in Törten ist der Friedhof. Er ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Ort für Begegnungen. Auf dem naturnahen Friedhof finden sich immer wieder Menschen zusammen, die einfach die Natur genießen wollen und Ruhe suchen. Neben dem Kunstprojekt „Standworte“ öffnet auch regelmäßig die "Turmoase", ein kleines Café, das mit viel Liebe Menschen zum Verweilen einlädt.

Die Leitung des Gottesdienstes hat Pfarrer Andreas Janßen, der auch die Predigt hält. Beteiligt sind auch Gemeindemitglieder der Kirche in Törten. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Gemeindegesang, Kirchenmusikerin Elke Kaduk am Klavier und dem Posaunenchor unter der Leitung von Dana Moriben gestaltet.

Die Koordination von kirchlicher Seite liegt bei Juliane Baumann, Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Anhalts und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Wichtiger Hinweis: Gottesdienstbesucher bitten wir bis 9.30 Uhr ihre Plätze einzunehmen, da die live-Übertragung nicht gestört werden darf.

Die evangelische Kirchengemeinde St. Peter und Kreuz 

Die Gemeinde gehört mit ihren 800 Gemeindegliedern zum Gemeindeverbund Dessau Innenstadt-Süd. Daher werden die meisten Gemeindeveranstaltungen im Verbund geplant. In Törten finden regelmäßige Gottesdienste statt und einige Gesprächskreise treffen sich noch vor Ort. Die Kirchengemeinde ist im äußersten Süden der Stadt zu Hause, hier findet sich auch die berühmte Bauhaussiedlung „Törten“. Der Ortsteil Dessau-Törten ist bis heute eher dörflich geprägt. Zur Kirchengemeinde gehört die Kreuzkirche, die Kirche St. Peter, ein Kindergarten (betrieben durch die Diakonie), eine Friedhofskapelle und zwei Pfarrhäuser. Der Gemeindekirchenrat ist sehr aktiv, hat viele Ideen und Mut, Dinge auszuprobieren. In Törten gibt es zudem eine enge Zusammenarbeit mit den ansässigen Vereinen, besonders dem Heimatverein.

Die Kirche St. Peter Dessau-Törten

Die Kirche St. Peter, in dem auf einem Hügel erbauten ehemaligen Dorf Törten, das heute einen Stadtteil von Dessau-Roßlau bildet, gilt als älteste Kirche Dessaus. Die Kirche wurde 1228 erstmals erwähnt, ist aber in ihrer Bausubstanz älter. In der damaligen Zeit war Törten ein Fischerdorf an der Mulde. Daher wurde der heilige Petrus zum Schutzpatron der Kirche. Mönche aus Nienburg an der Saale erbauten hier eine kleine romanische Kirche, deren Glocke aus dem 12. Jahrhundert stammt. Am 7. März 1945 wurde die Kirche von einer Luftmine fast vollständig zerstört. Die Friedhofskapelle und das Pfarrhaus wurden stark beschädigt. Nach dem Krieg baute die Gemeinde die Kirche wieder auf; 1953 wurde die Kirche wieder eingeweiht.

22.07.2026

Mauereinsturz in Zerbst

In Zerbst ist ein Teil der Einfriedungsmauer des Frauentorfriedhofes eingestürzt. Dabei wurde niemand verletzt. Es entstand Sachschaden. Zwei PKW wurden beschädigt. Die Landeskirche und das Regionalpfarramt Zerbst kümmern sich um möglichst schnelle Schadensregulierung durch die Versicherung. Darüber hinaus wird die Einsturzstelle gesichert und der Schutt durch die Stadt Zerbst beseitigt.

Eingestürzt ist die Mauer im Bereich Worthen auf einer Länge von 30 bis 40 Metern. Die auf der Innenseite im Bereich der Gräber stehenden Epitaphe und Grabplatten sind teilweise zerstört bzw. umgestürzt. Eine Steinmetzfirma ist beauftragt, Platten und kleiner Einzelteile zu bergen und zu sichern. Sie werden geschützt auf dem Frauentorfriedhof gelagert.

Möglicherweise war das Alter der Mauer eine Ursache für den Einsturz. Die Gemeinde arbeitete bereits an einem Sanierungskonzept. 

09.07.2026

Diakonie: Reform darf pflegerische Versorgung nicht gefährden

(epd) Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch hat verschiedene Einrichtungen der Diakonie in Dessau-Roßlau besucht. Dabei ging er auf aktuelle Herausforderungen für Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste ein.

Wenn im Pflegeneuordnungsgesetz Tarifsteigerungen nicht mehr refinanziert werden, brächte das nach Einschätzung der Diakonie Deutschland gemeinnützige Träger in Existenznot. Die Reformpläne der Bundesregierung würden "damit die pflegerische Versorgung der Menschen" gefährden, sagte Diakonie-Präsident Schuch am Mittwoch in Dessau-Roßlau dem Evangelischen Pressedienst (epd). Schuch hatte auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche Anhalts diakonische Einrichtungen besucht, um sich über die aktuellen Herausforderungen auszutauschen.

Für Schuch liegt eine dieser Herausforderungen darin, "eine würdevolle Versorgung der Menschen auch in ländlichen Regionen sicherzustellen", obwohl die Zahl der Älteren steigt, während die Zahl von Pflegekräften sinkt. Dieser Fachkräftemangel sei nicht zu lösen, "indem wir Mitarbeitende in der Pflege weniger gut bezahlen", sagte der Diakonie-Präsident. Er forderte stattdessen eine Pflegereform, die diese wichtige Arbeit vor Ort stärkt.

Schuch sagte weiter: "Wenn Menschen abgewertet und bedroht werden, müssen wir als Diakonie unsere Stimme für diese Menschen erheben." Die Diakonie sei "überparteilich, aber nicht wertneutral". Deshalb werde Partei für jene ergriffen, die ausgegrenzt und benachteiligt sind. "Dies ist der Kern unserer Arbeit als Diakonie, die allen Menschen hilft, die Hilfe brauchen. Unabhängig davon, wo sie herkommen", sagte Schuch. 

Vor diesem Hintergrund bereite ihm das AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt Sorge, weil dessen Umsetzung "für viele Menschen im Land gravierende negative Folgen" hätte. So könnte eine AfD-Landesregierung diakonischen Einrichtungen ebenso wie anderen sozialen Einrichtungen vor Ort Steine in den Weg legen

In vielen Bereichen übernehme die Diakonie Aufgaben, die der Staat in dieser Breite, Nähe und Verlässlichkeit nicht leisten könnte. "Deshalb wünsche ich mir für die Menschen in Sachsen-Anhalt eine Landesregierung, die diese bewährten gemeinnützigen Strukturen stärkt und sicherstellt, dass es weiterhin vor Ort einen Pflegedienst, eine Kita und eine Beratungsstelle nahe bei den Menschen gibt", ergänzte der Diakonie-Präsident.

Auch wenn die Pläne der AfD kritisiert würden, werde die Diakonie keine Wahlempfehlungen aussprechen. Stattdessen formulierte Schuch an die Menschen in Sachsen-Anhalt gerichtet die Frage: "Wollen Sie miteinander die Gesellschaft vor Ort gestalten oder wollen sie in Hass und Ausgrenzung gegeneinander leben?"

06.07.26

Wer pflegt künftig noch?

Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch besucht Dessau-Roßlau - Pressegespräch am 8. Juli, 16:30 in der Anhaltischen Diakonissenanstalt

Der Präsident der Diakonie Deutschland, Rüdiger Schuch, besucht am Dienstag, 8. Juli 2026, die Evangelische Landeskirche Anhalts und das Diakonische Werk im Kirchenkreis Dessau. Auf dem Programm stehen Gespräche und Besuche in verschiedenen Einrichtungen der Diakonie in Dessau-Roßlau.

Am Vormittag nimmt Schuch sich Zeit, um sich über die Arbeit der Bahnhofsmission Dessau zu informieren. Danach besucht er die Anhaltische Diakonissenanstalt und verschiedene Einrichtungen auf dem dortigen Campus. Anschließend trifft er im Mutterhaus Diakonissen zum persönlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven diakonischer Arbeit.

Vertreter der Presse laden wir herzlich zu einem Fototermin und Pressegespräch ein. Am Dienstag, 8. Juli 2026, 16.30 Uhr in der Laurentiushalle der ADA. In dem Gespräch soll es vor allem um die Auswirkungen der Sozialstaatsreformen auf die Arbeit der Diakonie und der Kirchen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste gehen. Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland
  • Karsten Georg Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts
  • Christoph Stolte, Vorstand der Diakonie Mitteldeutschland

Die Gesprächspartner erläutern, welche Folgen aktuelle Sozialstaatsreformen für Pflegeeinrichtungen, soziale Dienste und die Unterstützung hilfebedürftiger Menschen haben. Dabei geht es insbesondere um die Finanzierung sozialer Angebote, den Fachkräftemangel und die Zukunft einer verlässlichen sozialen Infrastruktur.

Hintergrund: Sozialstaatsreformen

Die Reform des Sozialstaates steht derzeit bundesweit im Zentrum der politischen Diskussion. Angesichts steigender Ausgaben in der Pflege, einer älter werdenden Gesellschaft und knapper öffentlicher Haushalte wird über eine Neuordnung sozialer Leistungen beraten. Wohlfahrtsverbände wie die Diakonie warnen davor, notwendige Einsparungen einseitig zu Lasten von Pflegebedürftigen, Familien und sozialen Einrichtungen vorzunehmen. Gleichzeitig fordern sie nachhaltige Finanzierungsmodelle sowie verlässliche Rahmenbedingungen für soziale Dienste und Pflegeeinrichtungen, um die Versorgung der Menschen langfristig zu sichern. 

Rüdiger Schuch ist seit Januar 2024 Präsident der Diakonie Deutschland und damit einer der wichtigsten Vertreter der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Der evangelische Theologe engagiert sich seit vielen Jahren in leitenden Funktionen in Kirche und Diakonie und setzt sich insbesondere für soziale Gerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Unterstützung benachteiligter Menschen ein. Als Präsident vertritt er die Interessen von rund 687.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden und 700.000 Ehrenamtlichen in den Einrichtungen der Diakonie.

03.07.26

Verabschiedung der 4. Klasse

Mit einem bewegenden Schuljahresabschlussgottesdienst endete am Freitag, den 3. Juli, das Schuljahr an unserer Evangelischen Grundschule in Bernburg. Traditionell verabschiedeten wir dabei unsere Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse.

Nach vier Jahren voller Lernen, Entdecken, Freude und gemeinsamer Erlebnisse heißt es nun Abschied nehmen. In dieser Zeit haben die Kinder nicht nur viel Wissen erworben, sondern auch Freundschaften geschlossen, Herausforderungen gemeistert und sich persönlich weiterentwickelt. So blieb an diesem besonderen Tag manche kleine Träne nicht aus.

Nach den Sommerferien beginnt für unsere Viertklässlerinnen und Viertklässler ein neuer Lebensabschnitt an den weiterführenden Schulen. Wir sind dankbar, sie ein Stück ihres Weges begleitet zu haben, und hoffen, ihnen eine gute Grundlage für ihre Zukunft mitgegeben zu haben.

Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir ihnen von Herzen alles Gute, viel Freude, Mut für die kommenden Herausforderungen und vor allem Gottes reichen Segen. 
(Text und Foto: Claudia Schöne)

03.07.2026

Zeugnisse und Sommerferien

Schuljahresabschluss an Evangelischen Grundschulen - 115 Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Zeugnisse und gehen in die Ferien

Am Freitag war es so weit: Wie an den anderen Schulen in Sachsen-Anhalt gibt es auch an den Evangelischen Grundschulen in Anhalt die Zeugnisse. Danach begannen für die Schülerinnen und Schüler die verdienten Sommerferien. An den vier Standorten - Bernburg, Dessau-Roßlau, Köthen und Zerbst - fanden zuvor noch Gottesdienste zum Schuljahresabschluss statt. 

 „Wir wünschen allen Kindern eine schöne, erlebnisreiche, aber auch erholsame Zeit“, sagt die kaufmännische Geschäftsführerin, Katja Dietze und ergänzt, „allen, die künftig auf andere Schulen gehen, wünschen wir, dass sie sich schnell in der neuen Umgebung einleben. Wir hoffen, sie haben auch weiterhin viel Spaß beim Lernen und Erfolg.“

Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen verlassen die Evangelischen Grundschulen. Sie werden im kommenden Schuljahr auf Sekundarschulen oder auf Gymnasien gehen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler wird sich dennoch nicht verringern. Im Gegenteil. Die Evangelischen Grundschulen in Anhalt erwarten im August 128 Kinder in den neuen ersten Klassen. „Das Interesse an evangelischen Bildungsangeboten ist gleichbleibend hoch“, sagt Katja Dietze. Es gebe mehr Anfragen als zur Verfügung stehende Plätze.

In Anhalt gibt es evangelische Grundschulen in Bernburg (gegründet 2003), Köthen (gegründet 1998), Zerbst (gegründet 2010) und Dessau (gegründet 1999). Sie befinden sich in Trägerschaft der Landeskirche.

Evangelische Grundschulen in Anhalt sind staatlich anerkannte und konfessionelle, für alle Kinder offene Ersatzschulen, die nach ihrem eigenen reformpädagogischen Konzept und nach Lehrplänen des Landes Sachsen-Anhalt arbeiten. Als Ganztagsschulen ist ihnen ein Hort angeschlossen. Sie werden von insgesamt 520 Schülerinnen und Schülern besucht.

Die evangelischen Schulen sind sinn- und werteorientiert und wollen helfen, Überzeugungen zu bilden. Die Schulgemeinschaft orientiert sich am christlichen Menschenbild. Dass dabei der Erwerb von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst.

Eltern zahlen ein moderates monatliches Schulgeld, das in begründeten Fällen auf Antrag teilweise erlassen werden kann.

Mehr über das Lernen in evangelischen Bildungseinrichtungen in Anhalt erfahren.

29.06.26

Eine Zeitung zur Wahl

Rund zehn Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), die Evangelische Landeskirche Anhalts und die Diakonie Mitteldeutschland eine Zeitung zur Wahl herausgegeben. 

(epd) „Gegen den Eindruck, es ließe sich nichts bewegen, setzen wir Herzgeschichten, Dinge, die gelingen, wenn Menschen sich einbringen, sich für andere einsetzen, und auf diese Weise christliche Werte vermitteln", sagte der Leiter der EKM-Öffentlichkeitsarbeit, Ralf-Uwe Beck, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Magdeburg.

Mit diesem „Herzblatt" wolle man Mut machen und Werte wie Nächstenliebe, Einsatz für die Schwachen, Toleranz und Respekt wieder ins Zentrum der Diskussionen rücken. Die Zeitung habe zehn Seiten Umfang und erscheine in einer Auflage von 120.000 Exemplaren, hieß es. Im August sei eine zweite Auflage geplant.

Viele Menschen seien aktuell wegen der hohen Umfragewerte für die AfD in Sorge, hieß es. Andere Menschen seien „besorgt, weil demokratische Prozesse und Institutionen angezweifelt, verächtlich gemacht und unterhöhlt" würden, sagte Beck. So könnten Misstrauen, Hass und Hetze unsere Gesellschaft auseinandertreiben. Doch mit dem „Herzblatt" wollen Kirchen und Diakonie Mut machen.

 

„Es gibt keinen Grund zu verzweifeln", meint etwa der Schauspieler Thomas Rühmann, bekannt aus der Krankenhausserie „In aller Freundschaft", auf der Titelseite. Und er ruft auf, zur Wahl zu geben, „mit Klugheit, ohne Wut". Denn es gehe letztlich um Weltoffenheit und Vernunft - nicht um blinden Protest.

Die Zeitung "Herzblatt" lesen

26.06.26

Zehbitz feiert Orgelweihe

Das Instrument war aufwändig restauriert worden

Zwei Jahre lang hat sie nicht voll funktioniert, nun ist die Orgel in der Kirche Zehbitz (bei Radegast) umfassend repariert worden. Sie wird am 1. Juli 2026 um 19 Uhr feierlich wieder in den Dienst genommen. 

Möglich wurde das durch den Einsatz von Kirchenmusiker Sebastian Elfers, der in wochenlanger Arbeit die stark beschädigte Orgel restauriert hat. Zuvor war das Instrument über längere Zeit nicht mehr spielbar gewesen, da die erzeugten Töne keinen angenehmen Klang mehr hatten. Heiligabend 2025 hat sie dann den Dienst gänzlich versagt. Dank der Bemühungen der Organistin konnte die Gemeinde trotzdem singen.

Die Zehbitzer Orgel hat eine bewegte Geschichte: Erst neun Jahre nach Einweihung der Kirche wurde sie im Jahr 1842 angeschafft. Allerdings erwies sich ihr Standort auf der Empore unter dem Turm als problematisch. Immer wieder kam es durch eindringende Feuchtigkeit zu Schäden, die zahlreiche Reparaturen notwendig machten.

Auch bei der jüngsten Sanierung stellte sich ein schwerwiegendes Problem heraus: ein Befall durch Holzwurm. Um die Orgel zu retten, wurde sie vollständig zerlegt und aufwendig gereinigt. Rund 500 Pfeifen mussten sorgfältig bearbeitet werden, zudem erhielten die Registerzüge neue, künstlerisch gestaltete Beschriftungen.

Die Orgelweihe wird nun zum festlichen Höhepunkt dieser Arbeiten. Die neu instandgesetzte Orgel erklingt erstmals unter den Händen von Martina Apitz, Kirchenmusikdirektorin aus Köthen. Ergänzend gibt Sebastian Elfers Einblicke in die Restaurierung und stellt seine Arbeit in einer Präsentation vor.

Pfarrerin Anke Zimmermann zeigt sich erleichtert über den Abschluss der Arbeiten:  „Für unsere Gemeinde bedeutet die Orgel weit mehr als nur ein Instrument. Sie begleitet uns durch Gottesdienste, Feste und persönliche Momente. Dass sie nun wieder in vollem Klang erklingen kann, ist ein großes Geschenk für Zehbitz.“

Mit der Wiederherstellung der Orgel kehrt nicht nur ein zentrales Instrument des Gemeindelebens zurück, sondern auch ein Stück lebendiger Kirchengeschichte, das Generationen begleitet hat und künftig wieder im Gottesdienst und bei Konzerten seinen Platz findet.

25.06.26

Köthen liegt nun an der mitteldeutschen "Straße der Musik"

St. Jakob bekommt Logo-Tafel und dazu einen Festakt mit Musik

An der der St. Jakobskirche in Köthen wird am Sonnabend, den 27. Juni, 17.45 Uhr feierlich eine Tafel enthüllt. Die mittlerweile 54. Logotafel der "Straße der Musik". Köthen reiht sich damit ein in die mitteldeutsche Musik-Tourismusroute ein. Bereits vertreten sind unter anderem das Mendelssohn-Haus in Leipzig, das Carl-Maria von-Weber Museum in Dresden und das Carillon in Erfurt. 

Kirchenmusikerin Martina Apitz und Daniel Schad, Vorstandsvorsitzender der Straße der Musik e.V.  geben einen Einblick in die bedeutende Musikgeschichte der Stadt Köthen, mit der 45 historische Komponisten verbunden sind.

Im Anschluss, ab 18 Uhr beginnt das Konzert „Unerhörte Köthener Klänge- Bekanntes und Unerhörtes“. Mit dabei der Bach-Chor Köthen, der Kirchenchor Görzig, der Evangelische Kinderchor und das Köthener Schlossconsortium. Es erklingen selten aufgeführte Lieder, Chor-, Orchester- und Orgelwerke. Ernst Schmidt-Cöthen (1825-1896), der den Stadtnamen im eigenen Nachnamen trägt, ist mit „Süßes aus Korinth" vertreten. Der jüdische Komponist Alfred Tokayer (1900-1943), der in Köthen seinen ersten Musikunterricht hatte und vermutlich im KZ Sobibor starb, steuert „Return to Bled - Das ist der Wein, der uns so jung erhält" bei. 

Friedrich Ernst Arnold Werner Nolopp (1835-1903) setzt mit „Akener Klumbatsch" seinem damaligen Karnevalsverein und Heimatort ein Denkmal. Auch die Bach-Dynastie ist vertreten, die die Kirchenmusik in Anhalt geprägt hat: Johann Sebastian Bach hat an St. Jacob und St. Agnus gewirkt. So eröffnet und schließt das Konzert am 27. Juni mit einer Orgelfuge und dem Schlusschoral „Herr Jesu, Gnadensonne, wahrhaftes Lebenslicht“. 

Das Konzert ist Teil der Initiative „Straße der Musik“. Es dauert 90 Minuten. Erklingen wird auch die historische Ladegastorgel. 

Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt 12 Euro, für Kinder 7,50 Euro.

17.06.26

Glaube macht Wir

Das Berliner Missionswerk zu Gast in Dessau-Roßlau

Im Rahmen seiner Sommerakademie war das Berliner Missionswerk heute (17. Juni 2026) mit 35 Interessierten aus aller Welt zu Gast in Dessau-Roßlau. Die Teilnehmer der Tagung diskutierten im Gemeinde,- und Diakoniezentrum St. Georg in Dessau über "Religion in Zeiten von Populismus". In seinem Impulsvortrag skizzierte Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, der Vertreter der evangelischen Kirchen in Anhalt und Mitteldeutschland beim Landtag, die aktuelle gesellschaftliche Situation in Sachsen-Anhalt: den demografischen Wandel, die Auswirklungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine, die daraus resultierenden Zukunfts,- und Existenzängste der Menschen. Populisten würden diese Ängste nutzen und weiter schüren, ohne Antworten zu haben. Die Aufgabe der Kirchen sei es, auf die Nöte der Menschen zu schauen, ein Miteinander, sowie Vertrauen, Mut und Zuversicht zu fördern. "Christlicher Umgang mit Populismus ist geprägt von der Ernsthaftigkeit des Aufeinanderhörens", so Steinhäuser "Er ist gebunden an die Achtung von Würde eines jeden und Respekt gegeneinander. Er ist geleitet von der Suche nach Kompromissen in komplexen Problemlagen."

Auch Oberkirchenrat Matthias Kopischke stellte das Wort "Alle" aus dem Wochenspruch „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28) in den Mittelpunkt seiner Andacht. " Dieses Wort ist heute von erstaunlicher Aktualität. Denn wir merken in dieser Zeit, in der wir gerade leben, dass Menschen zunehmend gegeneinander ausgespielt werden. Ein Dualismus macht sich breit, frei nach dem Motto: Du gehörst dazu, Du nicht, Du bist etwas wert, Du nicht...Menschen werden gegeneinander abgegrenzt: Einheimische gegen Zugewanderte. Starke gegen Schwache. Leistungsfähige gegen Bedürftige. „Das Volk“ gegen diejenigen, die angeblich nicht dazugehören". Christinnen und Christen dürften dazu nicht schweigen. "Wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Hautfarbe oder ihrer Lebensgeschichte abgewertet werden, wird die Botschaft Jesu verletzt", so Matthias Kopischke. "Denn Jesus sagt: Alle. Nicht nur die Nützlichen. Nicht nur die Erfolgreichen. Nicht nur die, die einer Mehrheit angehören. Alle." 

Das Berliner Missionswerk ist ein ökumenisches Zentrum der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Gegründet im Jahr 1824, initiiert und begleitet das Missionswerk Begegnungenund Partnerschaften weltweit, um Menschen zu unterstützen, sich wahrzunehmen und voneinander zu lernen. Es setzt sich für Frieden und Gerechtigkeit ein und fördert den Dialog zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen. Das Werk engagiert sich in Projekten in Afrika, im Nahen Osten, in Ostasien und in Kuba, um ein lebendiges christliches Zeugnis zu bewahren und Menschenrechte zu fördern.

13.06.26

Hoffest im Wolfgangstift

Musik, Begegnung und ein internationaler Hof mitten in Köthen

Zum vierten Mal lädt die Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob zum Hoffest in den Innenhof des Wolfgangstiftes ein. Von Mittwoch, 17. Juni bis Sonntag, 21. Juni 2026, wird der Hof an der Bärteichpromenade 12b zu einem offenen Ort für Begegnung, Musik, Gespräche und gemeinsames Feiern.

Das Wolfgangstift liegt mitten in der Stadt und bietet mit seinem ruhigen Innenhof zugleich einen geschützten und einladenden Rahmen. In dem Gebäude sind die Gemeinderäume der Kirchengemeinde, die Kita „Guter Hirte“ und die flexible Elternhilfe der Gemeinde untergebracht. „Dieser Hof verbindet vieles, was unsere Gemeinde ausmacht: Kinder, Familien, Beratung, Musik, Ehrenamt und Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Pfarrer Martin Olejnicki.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, 17. Juni, ein Kuchenbasar der Kita „Guter Hirte“. Außerdem ist der Kinderchor der Kirchengemeinde zu erleben.

Am Donnerstag, 18. Juni, steht ein besonderer Anlass im Mittelpunkt: Die Migrationsberatung der Kirchengemeinde feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. Ab 15:00 Uhr lädt ein „internationaler Hof“ zum Mitfeiern ein. Geplant sind unter anderem Waffeln, Stockbrot, ein Trommelworkshop und Fassbrause. Am Abend treffen sich um 19:30 Uhr die Gesprächsformate „Bier & Bibel“ und der politische Stammtisch der Kirchengemeinde, um über Kirche und Politik ins Gespräch zu kommen.

Am Samstag, 20. Juni, kooperiert die Kirchengemeinde zum dritten Mal mit Rondo la Culturo. Gemeinsam bringen sie die Folkwerkstatt in den Innenhof des Wolfgangstiftes. Musik und ein vielfältiges Bühnenprogramm prägen diese Veranstaltung, die von der Partnerschaft für Demokratie gefördert wird.

Den Abschluss der Hoffestwoche bildet am Sonntag, 21. Juni, das Gemeindefest. Es beginnt um 14:00 Uhr mit einem Gottesdienst im Grünen. Im Anschluss lädt die Gemeinde zum Kaffeeklatsch im Hof ein.

Während der gesamten Hoffestwoche gibt es Fassbrause, an den Abenden außerdem Jakobusbier vom Brauhaus Köthen. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Jakob lädt alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, mitzufeiern und den Innenhof des Wolfgangstiftes als lebendigen Ort in der Stadt zu erleben.

11.06.26

Mühlsdorf feiert seine neuen Kunstfenster

Goldene Ähren und blauer Himmel in den Fenstern der Mühlsdorfer Kirche - besonders eindrucksvoll und leuchtend, wenn die Sonne scheint. Zwölf neue Fenster gesellen sich im Kirchenschiff zu den bereits bekannten drei blauen Chorfenstern. Sie lassen den Kirchenraum auf besondere Weise erstrahlen. Der Künstler Julian Plodek hat in Zusammenarbeit mit den Derix-Glasstudios auch mit diesen Arbeiten die Erwartungen übertroffen und einen eindrucksvollen Ort der Besinnung und des Staunens geschaffen. 

Gemeinsam mit allen Beteiligten haben die Mühlsdorfer dieses besondere Ereignis in einem festlichen Gottesdienst am Donnertag gefeiert.  und die neuen Fenster eingeweiht. Dabei geht der Dank an alle Förderer, die dieses Projekt ermöglicht haben. Zu den Geldgebern zählen die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und zahlreiche private Spender. Im Anschluss gab Kaffee, Kuchen, Begegnung und Gespräche. 

03.06.26

Besuch vom Berliner Missionswerk

Anhalt ist gar nicht so weit weg. Das ist nur eine Erkenntnis, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Missionswerkes heute mitnehmen. Eine Betriebsrüste hat 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des "BMW" am Mittwoch zunächst ins Landeskirchenamt nach Dessau geführt. Aus einem gemeinsamen Frühstück mit Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer und drei Mitgliedern der Kammer für Mission und Ökumene wurde schnell ein intensiver Austausch. Die Berliner waren sehr interessiert am Strategieprozess Anhalt 2035 und an der Situation in Sachsen-Anhalt vor der Landtagswahl. 

Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Tempo des Reformprozesses und betonten, dass die Evangelische Landeskirche Anhalts als eine der Trägerkirchen des Berliner Missionswerkes ein langjähriger und verlässlicher Partner ist. 

Pfarrer i.R. Justus Strümpfel aus Anhalt beeindruckte die Anwesenden mit seinen Erzählungen von den Anfängen der Ökumenearbeit in den 1960er Jahren und während der DDR-Zeit. Ein reger, intensiver Austausch, der fortgesetzt werden soll. Mitarbeiter des Berliner Missionswerkes haben angekündigt beim Sachsen-Anhalt Tag in Bernburg am kommenden Wochenende und beim Kirchentag im August in Dessau dabei zu sein. 

31.05.26

Brand im Pfarrhaus Dessau-Ziebigk

In der Nacht zum Freitag hat es im Dachstuhl des Pfarrhauses in Dessau-Ziebigk gebrannt. Das Feuer wurde gegen 22:30 von Zeugen aus der Nachbarschaft gemeldet. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren umgehend vor Ort. 

Bei der Brandbekämpfung musste ein Stück des Daches geöffnet und die dortigen Dachziegel entfernt werden. Durch die Löscharbeiten drang Wasser in zwei darunter befindliche Zimmer. Die Polizei beschlagnahmte im Anschluss den Brandort und leitete ein Verfahren zur Brandursachenermittlung ein. 

Nach Angaben der Feuerwehr entstand Sachschaden in Höhe von etwa 100.000 Euro. Konkrete Hinweise, wie es zu dem Brand kam, sind momentan nicht bekannt.

Pfarrer Stephan Grötzsch beendete vorzeitig seinen Urlaub. Nach seinen Worten geht es nun darum, aufzuräumen, das Dach abzudichten und die genauen Schäden zu sichten. Auswirkungen auf Gottesdienste, Trauungen und andere gemeindliche Veranstaltungen werde es nicht geben. Grötzsch danke für die spontane Hilfsbereitschaft der Menschen. 

Das Pfarrhaus in Dessau-Ziebigk mit den Folgen des Brandes am Dach.

30.05.2026

Engagierte Jugendliche aus Gernrode gewinnen bundesweiten Wettbewerb für gesellschaftliches Engagement

Das Projektteam von "Nepal - Junge Gemeinde hilft!" aus Gernrode hat es geschafft und sich gegen 151 andere Projekte durchgesetzt: Aufgrund ihres herausragenden gesellschaftlichen Engagements in der Unterstützung von Kindern in Nepal durch kreative Spendenaktionen und die Förderung von Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder gewinnt die Projektgruppe den CHILDREN JUGEND HILFT Wettbewerb 2026. 

Diese besondere Auszeichnung der Kinderhilfsorganisation CHILDREN FOR A BETTER WORLD führt das Team gemeinsam mit sieben anderen Siegerprojekten zu einem fünftägigen Engagement-Camp nach Berlin (07. bis 11. Oktober 2026). Dort nehmen die jungen Projektmacher*innen an spannenden Workshops teil, vernetzen sich untereinander und entwickeln ihre Projekte weiter. Während der Camptage bekommt jedes Projekt zudem zwei jugendliche Mentor*innen zur Seite gestellt.Den Höhepunkt des Camps bilden eine feierliche Abendgala inklusive Preisüberreichung sowie voraussichtlich ein exklusiver Empfang in Schloss Bellevue durch Elke Büdenbender, der Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

"Nepal - Junge Gemeinde hilft!" - Eine Gruppe Jugendlicher der Jungen Gemeinde aus dem Kirchenkreis Ballenstedt engagiert sich mit großem Einsatz für die Shree Sita Basic School in Chautara, Nepal. Durch verschiedene Spendenaktionen, insbesondere ihren Stand auf dem Weihnachtsmarkt, sammelt die Gruppe Geld, um die Bildungsbedingungen der Kinder vor Ort zu verbessern. Mit den Einnahmen werden Lernmaterialien, Spielzeug für den Kindergartenbereich sowie gefüllte Schulrucksäcke für die Schüler*innen in Nepal finanziert. Ziel des Projekts ist es, Kindern den Zugang zu Bildung zu erleichtern und sie auf ihrem Schulweg so zu unterstützen, dass sie ihre Grundschulzeit erfolgreich absolvieren können.

Mitte Mai hat in München eine hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus zwölf erwachsenen und jugendlichen Engagementexpert*innen, getagt und über die diesjährigen Siegerprojekte des JUGEND HILFT Wettbewerbs entschieden. Die Jury war vom Einsatz und dem herausragenden Engagement der jungen Projektmacher*innen sehr beeindruckt. Die Projektmitglieder übernehmen bereits in jungem Alter Verantwortung und sind so aktive Gestalter*innen für unsere Gesellschaft.

Die Junge Gemeinde Gernrode engagiert sich für Nepal und ist dafür nun ausgezeichnet worden.

CHILDREN FOR A BETTER WORLD ist eine spendenfinanzierte Kinderhilfsorganisation mit Sitz in München. Der Verein wurde 1994 von 30 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik gegründet. In seinen Programmen setzt sich CHILDREN in den Themenbereichen Kinderarmut, Engagementförderung und Demokratiebildung ein. Der Verein arbeitet transparent, wirkungsorientiert und wurde mit wichtigen Preisen ausgezeichnet.

27.05.2026

Stephan Aniol ist neuer Pfarrer in Bernburg Nordwest

Stephan Aniol hat seine Arbeit als Pfarrer im Verbund Bernburg Nordwest aufgenommen. Er war bei einem Gottesdienst am Himmelfahrtstag in Hohenerxleben in sein Amt eingeführt worden. Stephan Aniol tritt die Nachfolge von Kornelius Werner an, der im vergangenen Jahr eine Pfarrstelle auf dem Darß angenommen hatte.

Der Bernburger Kreisoberpfarrer Sven Baier dankte Stephan Aniol beim Gottesdienst dafür, dass er diese Aufgabe übernommen hat. Die Gemeinden stünden angesichts des demographischen Wandels vor großen Herausforderungen. Um in diesen Zeiten zu bestehen, brauche es Kraft, Geduld und festen Glauben.

An die Gemeindeglieder gewandt sagte Stephan Aniol, er freue sich auf die die Arbeit und das Miteinander in den Gemeinden. 

Stephan Aniol ist 60 Jahre alt. Er ist in Burg bei Magdeburg geboren. Der Theologe ist bislang als Pfarrer in Nienburg tätig und war Kreisjugendpfarrer im Kirchenkreis Bernburg. 

Pfarrer Stephan Aniol (links) und Kreisoberpfarrer Sven Baier

23.05.2026

Kirchen neu denken

Ausstellung „Kirchen–Räume–Perspektiven“ in der Auferstehungskirche in Dessau | Eröffnung am Mittwoch, 27. Mai, 11 Uhr

Wie können Kirchenräume in Zukunft genutzt werden? Welche Rolle spielen sie für Gemeinschaft und Teilhabe in unseren Städten und Dörfern? Mit diesen Fragen setzt sich die Modell-Ausstellung „Kirchen–Räume–Perspektiven – Kirchen als Quartiersanker für unsere Zeit“ auseinander, die am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 11.00 Uhr in der Auferstehungskirche Dessau eröffnet wird.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen innovative Ideen zur Weiterentwicklung von Kirchenräumen. Studierende der TU Dresden haben mittelalterliche Dorfkirchen untersucht, deren Bedeutung für Gemeinden und Gesellschaft analysiert und zukunftsweisende Nutzungskonzepte entwickelt. Die Entwürfe und Modelle zeigen, wie Kirchen über den Gottesdienst hinaus als Orte lebendiger Begegnung, gemeinschaftlicher Nutzung und sozialer Teilhabe gestaltet werden können.

Die Ausstellung ist Teil des Thementags „Kirchbau – Seele und Substanz“ und lädt dazu ein, neue Perspektiven für den Umgang mit Kirchenräumen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Vernissage: Mittwoch, 27. Mai 2026, 11.00 Uhr

Ort: Auferstehungskirche Dessau, Fischereiweg 43, 06846 Dessau-Siedlung

Die Ausstellung ist vom 27. Mai bis 17. Juni 2026 zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr sowie freitags von 16 bis 18 Uhr; weitere Besuche sind nach Anmeldung möglich.

21.05.2026

Regenbogenfarben für die Demokratie

Zerbster Grundschüler der Evangelischen Bartholomäischule setzen Zeichen für Zusammenhalt in Vielfalt 

Ein starkes Signal für Frieden, Menschenrechte und Demokratie kommt aus Zerbst. Die Evangelische Bartholomäischule und der dazugehörige Schulhort beteiligten sich aktiv am bundesweiten Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“. Alle 83 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 bildeten gemeinsam mit den Mitarbeitenden eine bunte Menschenkette auf dem Schulgelände.

In den vergangenen Wochen haben sich die Kinder im Unterricht und im Hort intensiv mit den Themen Vielfalt und Demokratie auseinandergesetzt. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind sichtbare Botschaften: In Kooperation mit dem Grundschulhort entstanden zahlreiche selbst gestaltete Plakate und Banner in Regenbogenfarben. Diese Banner tragen den zentralen Slogan „Zusammenhalt in Vielfalt“ und werden während der Fotoaktion von den Kindern stolz in die Höhe gehalten.

Teil einer bundesweiten Initiative

Mit dieser Aktion folgt die Zerbster Schule einem gemeinsamen Aufruf der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Als langjährige Mitglieder der „Initiative kulturelle Integration“ haben die Kirchen christliche Schulen bundesweit dazu aufgerufen, am 21. Mai ein sichtbares Zeichen zu setzen. Die entstehenden Fotos werden am Aktionstag veröffentlicht, um die Vielfalt an Bildungseinrichtungen zu demonstrieren.

Ein selbstgestaltetes Banner der Schulkinder der Evangelischen Bartholomäischule in Zerbst. 

Starkes Bündnis der Träger

Die Aktion zeigt auch die enge Vernetzung der lokalen Institutionen. Die Evangelische Bartholomäischule befindet sich in der Trägerschaft der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Der angeschlossene Grundschulhort wird vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Dessau e.V. getragen. Gemeinsam möchten die Verantwortlichen zeigen, dass demokratische Werte und der Schutz der Menschenrechte bereits im Grundschulalter gelebt und gelernt werden.

Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Bei Pressesprecherin Susanne Reh laufen die Fäden der externen und internen Kommunikation zusammen. Sie ist telefonisch unter 0340 / 2526-101 erreichbar oder per Mail. 

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit finden Sie auch aktuelle Publikationen, Amtsblätter und vertiefende Informationen über Kirche in den Medien.

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