KIRCHENKREIS BALLENSTEDT
Kirchweih
50 Jahre St. Georg in Schielo
Der Ort und die Kirchengemeinde feiern das Jubiläum mit Gottesdienst, Kaffee und Kuchen
Ein besonderer Anlass bewegt am 17. Oktober den Ort Schielo im Harz: St. Georg wird 50 Jahre alt. Die Kirche wurde 1976 eingeweiht und prägt seitdem das Ortsbild.
Dass eine Kirche mitten in der DDR-Zeit neu errichtet werden konnte, verleiht dem Jubiläum eine besondere Bedeutung. „Ich kann mich noch sehr gut an diesen denkwürdigen Tag erinnern. Mit grossem Engagement, diplomatischem Geschick und unverminderter Hartnäckigkeit von Herrn Wegener (Vorsitzender des GKR) beim Rat des Kreises Quedlinburg und vielen helfenden Händen aus der Schieloer Gemeinde konnte die Kirchen nach Plänen von Herrn Günther gebaut werden“, schreibt die damalige Pfarrerin Monika Schwartzkopf in einem Gruß vor ein paar Tagen dazu.
Doch die Geschichte kirchlichen Lebens in Schielo reicht weiter zurück. Bereits im Jahr 1558 wird eine dem Heiligen Georg geweihte Kirche im Ort erwähnt. Mehr dazu finden Sie hier.
Das Jubiläum bietet Gelegenheit, dankbar auf die vergangenen 50 Jahre zurückzublicken und zugleich Menschen zu würdigen, die das kirchliche Leben in Schielo geprägt und erhalten haben. Die St.-Georg-Kirche ist bis heute ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Hoffnung für die Menschen im Ort und in der Region.
Zum Jubiläum wird es einen festlichen Gottesdienst am Samstag, dem 17. Oktober, um 14:00 Uhr geben. Das Feiern geht anschließend in der „Wilden Ente“ mit Kaffee und Kuchen weiter.



1090 Jahre Rieder
Sage und schreibe 1090 Jahre ist Rieder alt. Vom 11. bis 13. September hat der Ort das gefeiert. Höhepunkt war ein Festumzug. Daran wirkten mehr als 50 Gruppen und Wagen mit. Angeführt wurde der Korso von der evangelischen Kirchengemeinde. Der Wagen enthielt eine Nachbildung (plus abgespieltes Geläut) der ca. 1000-jährigen Bienenkorbglocke. Hier ein paar Schnappschüsse. Weitere Fotos vom Umzug gibt es hier.
Wissenswertes

Esiko, Graf von Ballenstedt (um 1050), ist der erste beglaubigte Ahnherr des anhaltischen Fürstenhauses. Auf Schloss Ballenstedt befindet sich das Grab Albrecht des Bären, der auch Begründer des brandenburg-preußischen Staates wurde. Mehr über die Geschichte erfahren.
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Geschichte des Kirchenkreises Ballenstedt
Das Gebiet des Kirchenkreises Ballenstedt kann als die Wiege des Landes Anhalt bezeichnet werden. Esiko, Graf von Ballenstedt (um 1050), ist der erste beglaubigte Ahnherr des anhaltischen Fürstenhauses. Hier findet sich auf Schloss Ballenstedt das Grab Albrecht des Bären, der auch Begründer des brandenburg-preußischen Staates wurde.
Neben dem Standort einer der fünf Hauptresidenzen Anhalts liegen auch die Nebenresidenzen Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1635-1709) und Anhalt-Bernburg-Hoym (1709-1812) im Gebiet des Kirchenkreises sowie vor allem die Ruine der Burg Anhalt, der Namensgeberin des Hauses Anhalt. Daneben wird die hervorgehobene kirchengeschichtliche Bedeutung des Gebietes an der Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode deutlich, die das älteste Heilige Grab Deutschlands aus dem Jahr 1080 besitzt.
In Ballenstedt wurde die Reformation 1525 eingeführt. Heute gehören 14 Kirchengemeinden zum Kirchenkreis, die aufgrund ihrer Größe ein jeweils eigenständiges Gemeindeleben verantworten und gleichzeitig Teil der drei Regionen Harz-Vorland, Vorharz und Unterharz sind.
Mit einem Konfessionsanteil von 26 Prozent liegt der Kirchenkreis über dem Landesdurchschnitt und weist in Einzelfällen noch annähernd volkskirchliche Strukturen auf, die sich in einer Kirchengemeinde mit einem Anteil von 50 Prozent der Bevölkerung dokumentieren. Die praktizierte Gastfreundschaft, auch gegenüber touristischen Besuchern, zeigt sich nicht zuletzt in den fünf verlässlich geöffneten Kirchen in allen drei Regionen, die sich in jedem Jahr über mehr als 60.000 Besucher freuen können. Neben mehreren Kirchen- und Gospelchören bildet die Kinder- und Jugendarbeit einen Schwerpunkt im Kirchenkreis.
Die Kirchenmusik hat mit der Kantorei, einem Gospelchor und einem Posaunenchor ihr Zentrum an der Stiftskirche in Gernrode. Sogar ein kleines Streichorchester gehört dazu. In der Arbeit mit Kindern und Familien wird seit einigen Jahren mit viel Engagement zur "Kirche kunterbunt" eingeladen. Ein diakonischer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit der Kanzler von Pfau'schen und der Schloss Hoym Stiftung. Touristisch ist neben den großen alten Kirchen besonders die Petruskapelle in Alexisbad im Blick.
Das Diakonische Werk des Kirchenkreises widmet sich vor allem der Bildung im diakonischen Bereich sowie Einzelfallunterstützungen und hilft, Netzwerke zwischen den verschiedenen Institutionen und Gemeinden zu knüpfen.

Schloss Ballenstedt








