GESCHICHTE
Überblick

Der Traditionsreichtum der Landeskirche ist überall zu spüren: Kirchen, die zu Höhepunkten romanischer Baukunst zählen; Glocken, deren Geläut seit Jahrhunderten zum Gottesdienst ruft oder den Menschen Freude und Leid mitteilt; Orgeln, deren hoher Wert weit über Anhalt hinaus bekannt ist. Lassen Sie sich einladen, unsere Region kennenzulernen.
Archiv

Unser Archiv ist das evangelischen Gedächtnis Anhalts. Hier lagern Bücher, Dokumente und Sachzeugnisse aus vielen Jahrhunderten. Wir laden Sie herzlich ein, mehr über uns und unsere Arbeit zu erfahren. Das können Sie hier aufunseren Internetseiten. Sie sind aber auch herzlich im Archiv willkommen. Es befindet sich in Dessau-Roßlau in der Pauluskirche.
Forschung

Die Kirchengeschichtliche Kammer der Evangelischen Landeskirche Anhalts befasst sich intensiv mit der anhaltischen und landeskirchlichen Historie. Geschäftsführer ist Archivar Dr. Jan Brademann.

Zeugen der Geschichte
Rund 200 evangelische Kirchen prägen die anhaltische Landschaft. Ein Drittel der Kirchengebäude hat ihren Ursprung vor 1500. Mehr als 95 Prozent der Kirchen sind denkmalgeschützt, sie müssen gepflegt und erhalten werden.
Geschichte der Landeskirche
Das Gebiet der Evangelischen Landeskirche Anhalts ist nahezu identisch mit dem einstigen Fürstentum, späteren Herzogtum und dem nach 1918 entstandenen Freistaat Anhalt. Bis in die Zeit der Reformation vor annähernd 500 Jahren reicht die Geschichte unserer Landeskirche zurück.
Dieser Traditionsreichtum ist überall zu spüren: Kirchen, die zu Höhepunkten romanischer Baukunst zählen; Glocken, deren Geläut seit Jahrhunderten zum Gottesdienst ruft oder den Menschen Freude und Leid mitteilt; Orgeln, deren hoher Wert weit über Anhalt hinaus bekannt ist. Lassen Sie sich einladen, unsere Region kennenzulernen.
Die Nähe Wittenbergs bewirkt, dass Martin Luther und Philipp Melanchthon oftmals in Anhalt sind. 1522 predigt Martin Luther in Zerbst. Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen unterschreibt die Protestation zu Speyer (1529) und die Confessio Augustana (1530). 1534 wird schließlich auch in Anhalt-Dessau unter Fürst Georg III. (der Gottselige) das Abendmahl in beiderlei Gestalt gereicht. 1541 werden alle in Anhalt amtierenden Pfarrer auf die Lutherbibel verpflichtet. Ab 1578 werden die anhaltischen Kandidaten nicht mehr in Wittenberg, sondern in Zerbst ordiniert. Von diesem Zeitpunkt an kann man von einer selbstständigen Landeskirche reden.
Anhalt ist im Jahrhundert der Reformation zunächst eindeutig lutherisch geprägt. 1606 tritt das gesamte Fürstentum Anhalt zur reformierten Konfession über. Das Fürstentum Anhalt-Zerbst kehrt jedoch 1644 zum lutherischen Bekenntnis zurück. Damit existieren in Anhalt beide Konfessionen. Der Pietismus bleibt ohne nachhaltige Auswirkungen.
Dagegen wird die Aufklärung unter Fürst Leopold Friedrich Franz (1740-1817) zur prägenden Kraft. Sie erfährt nicht nur im Philanthropinum (Basedow) und dem ersten Landlehrerseminar in Deutschland (Wörlitz), sondern auch in der Parklandschaft des Dessau-Wörlitzer Kulturkreises ihren bis heute erlebbaren Ausdruck.
Die Superintendenten Krummacher (Bernburg 1820) und de Marées (Dessau 1827) sind die Wegbereiter der Union in Anhalt. Ab 1865 unterstützen ein einheitliches Konsistorium, ab 1875 eine Kirchengemeindeordnung und ab 1878 eine Synodalordnung das erneute Zusammenwachsen zu einer Landeskirche. 1920 nennt die erste Verfassung der Evangelische Landeskirche Anhalts keine Bekenntnisschrift mehr namentlich, um konfessionelle Gegensätze nicht wieder aufbrechen zu lassen.
1960 wird die Evangelische Landeskirche Anhalts Gliedkirche der Evangelischen Kirche der Union (EKU, seit 2003 Union Evangelischer Kirchen, UEK). Die Evangelische Landeskirche Anhalts ist Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen im In- und Ausland. In vielen Bereichen kooperiert die Evangelische Landeskirche Anhalts mit der benachbarten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.


